Pearl Abyss hat mit Crimson Desert weltweit drei Millionen Exemplare rund vier Tage nach dem Launch abgesetzt. Das meldet der Marktbeobachter GG.deals. Auffällig: Auf Steam startete das Open-World–RPG gleichzeitig mit einem „Mixed“-Review-Stand — ein Widerspruch, der selten so deutlich ausfällt.
Drei Millionen verkaufte Spiele innerhalb einer Woche sind für sich genommen ein solider Start. Zum Vergleich: Viele ambitionierte Open-World-Titel brauchen Monate, um diese Marke zu knacken. Crimson Desert, das nach mehreren Verschiebungen und einem langen Entwicklungszeitraum unter den Augen einer großen Erwartungshaltung erschien, hat offenbar genug Käuferinnen und Käufer überzeugt — zumindest zum Kauf.
Was die Reviews betrifft, zeichnet sich ein anderes Bild. „Mixed“ auf Steam bedeutet in der Regel: Das Spiel hat eine echte Spaltung in der Community ausgelöst. Häufige Kritikpunkte bei solchen Wertungen sind technische Probleme zum Launch, Performance-Fragen auf bestimmten Systemen oder ein Gameplay, das nicht das hält, was der Marketing-Auftritt versprochen hat. Welche dieser Faktoren bei Crimson Desert konkret eine Rolle spielen, wird sich in den kommenden Tagen durch die wachsende Review-Basis deutlicher abzeichnen.
Bemerkenswert ist das Muster an sich. Es zeigt, dass hohe Verkaufszahlen und positive Spielererfahrung nicht zwingend Hand in Hand gehen — gerade in der Woche unmittelbar nach dem Release. Viele Käufer greifen durch Vorbestellungen, Hype oder Day-One-Käufe zu, bevor sich eine breitere Meinung gebildet hat. Pearl Abyss ist das Studio hinter Black Desert Online, einem Free-to-Play-MMO, das für sein aggressives Monetarisierungsmodell bekannt ist. Ob ähnliche Mechaniken in Crimson Desert eine Rolle in der Review-Diskussion spielen, bleibt abzuwarten.
Für Interessierte empfiehlt sich derzeit, die Steam-Reviews im Blick zu behalten und die weitere Entwicklung des Review-Stands in den kommenden zwei bis drei Wochen abzuwarten — das gibt in der Regel ein deutlich verlässlicheres Bild als der Launch-Schnappschuss.
Zusätzlichen Zündstoff liefert eine weitere Debatte rund um den Launch: Spielerinnen und Spieler entdeckten in Crimson Desert mehrere Assets — darunter Gemälde und Schilder — die offenbar mit KI-Bildgeneratoren erstellt wurden. Pearl Abyss hatte das auf der Steam-Seite nicht offengelegt, obwohl Valve genau das von Publishern verlangt. Das Studio entschuldigte sich anschließend und sprach von unbeabsichtigt enthaltenem Material aus frühen Entwicklungsphasen.
Crimson Desert ist seit dem 19. März 2026 für PC (Steam, Epic Games Store, Microsoft Store), PlayStation 5, Xbox Series X/S und macOS erhältlich. Aktuelle Preise und Editionen sind auf der offiziellen Projektseite von Pearl Abyss einsehbar.
Quelle: Pressemitteilung / Marktdaten von GG.deals (März 2026)





