Nach 18 langen Jahren ist es endlich soweit: Samus Aran kehrt in Metroid Prime 4: Beyond zurück und läutet damit eine neue Ära der legendären First-Person-Action-Adventure-Reihe ein. Die Entwicklung war alles andere als smooth – ein kompletter Neustart 2019, jahrelange Stille und schließlich die Rückkehr zu Retro Studios, den Machern der ursprünglichen Trilogie. War die lange Wartezeit gerechtfertigt? Wir haben die Nintendo Switch 2-Version intensiv getestet und verraten euch, ob Beyond das Erbe von Metroid Prime würdig fortsetzt.
Mehr Hintergrundinformationen zur turbulenten Entwicklungsgeschichte findet ihr im Wikipedia-Artikel zu Metroid Prime 4: Beyond.
Eine mysteriöse Reise nach Viewros
Die Geschichte beginnt spektakulär: Samus wird zur Unterstützung der Galaktischen Föderation gerufen, um ein mysteriöses Artefakt zu beschützen. Doch kaum ist sie eingetroffen, bricht Chaos aus. Ihr Erzfeind Sylux, ein enigmatischer Kopfgeldjäger mit einem tiefen Groll gegen die Föderation und Samus, greift mit Space Pirates an. In der folgenden Schlacht wird Samus auf den unbekannten Planeten Viewros teleportiert – eine uralte, von üppigem Dschungel überwucherte Welt.
Auf Viewros trifft Samus auf die Lamorn, eine ausgestorbene außerirdische Zivilisation, die einst den Planeten bewohnte. Ähnlich wie die Chozo in früheren Spielen haben die Lamorn ihre Spuren hinterlassen: Ruinen, Statuen und vor allem eine Prophezeiung, die Samus als die Kriegerin identifiziert, die ihnen helfen soll. Eure Aufgabe ist es, den Planeten zu erkunden, seine Geheimnisse zu lüften und einen Weg nach Hause zu finden – während ihr gleichzeitig gegen die Kreaturen kämpft, die Viewros heimsuchen.
Die Story mag keine Oscar-verdächtigen Wendungen bieten, aber sie schafft genau die richtige Balance zwischen Mystery und Action. Samus bleibt wie immer stumm, während um sie herum eine faszinierende Welt zum Leben erwacht. Die Enthüllung dessen, was mit den Lamorn geschehen ist, zieht sich wie ein roter Faden durch das Spiel und motiviert zum Weiterspielen.

Klassisches Metroid Prime-Gameplay trifft auf neue Ideen
Wer die ersten drei Metroid Prime-Spiele kennt, fühlt sich sofort heimisch. Das Grundgerüst ist unverändert: Ihr erkundet nicht-lineare Umgebungen aus der Ego-Perspektive, scannt eure Umgebung nach Hinweisen, bekämpft außerirdische Kreaturen und sammelt neue Fähigkeiten und Waffen-Upgrades, die euch Zugang zu bisher unerreichbaren Bereichen verschaffen. Der Morph Ball ist zurück, Raketenregen auf Feinde niederlassen fühlt sich genauso befriedigend an wie vor 18 Jahren, und das Scannen von Objekten und Lebensformen fühlt sich vertrauter denn je an.
Doch Beyond begnügt sich nicht damit, nur die alten Stärken zu wiederholen. Retro Studios hat dem Spiel einige neue Mechaniken spendiert, die das Gameplay frisch halten – manche davon funktionieren hervorragend, andere weniger.
Psychische Fähigkeiten: Fluch und Segen
Die größte Neuerung sind Samus‘ psychische Kräfte, die sie im Laufe des Spiels erwirbt. Mit diesen telekinetischen Fähigkeiten könnt ihr:
- Mechanismen aus der Ferne bedienen
- Eure Charge Beam-Schüsse lenken und um Ecken manövrieren
- Versteckte Plattformen sichtbar machen
- Gefallene Verbündete heilen
- Objekte manipulieren, um Rätsel zu lösen
In der Theorie klingt das spannend, und zu Beginn fühlen sich die Psycho-Kräfte auch frisch und innovativ an. Sie eröffnen clevere Puzzle-Designs und neue taktische Möglichkeiten im Kampf. Das Lenken von Schüssen um Hindernisse herum, um schwer erreichbare Feinde zu treffen, macht definitiv Spaß.
Allerdings werden die Kräfte im späteren Spielverlauf etwas repetitiv. Anders als klassische Power-Ups wie der Grapple Beam oder die Space Jump Boots, die permanent neue Bewegungsmöglichkeiten eröffnen, fühlen sich die psychischen Fähigkeiten oft wie ein Werkzeug an, das man situativ einsetzen muss – nicht wie eine fundamentale Erweiterung von Samus‘ Fähigkeiten. Das ist schade, denn das Potenzial war definitiv da.
Vi-O-La: Das Motorrad, das polarisiert
Eine weitere große Neuerung ist Vi-O-La, Samus‘ technologisch fortgeschrittenes Motorrad. Mit diesem durchquert ihr Sol Valley, das Hub-Gebiet des Spiels – eine weitläufige Wüstenlandschaft, die die verschiedenen Haupt-Locations miteinander verbindet.
Das Motorrad kann Geschwindigkeitsboosts ausführen, Gegner angreifen und über Hindernisse springen. Die Fahrsequenzen sind technisch einwandfrei umgesetzt und bieten einen willkommenen Kontrast zum erkundungsbasierten Gameplay in den geschlossenen Bereichen. Das Gefühl, über die Wüste zu rasen, während der Soundtrack dramatisch anschwillt, hat durchaus seine Momente.
Allerdings – und hier scheiden sich die Geister – zwingt euch das Spiel zu häufigen Fahrten durch Sol Valley, die sich mit der Zeit repetitiv anfühlen. Das Hub-Gebiet selbst ist zwar optisch beeindruckend, wirkt aber leer und leblos. Im Vergleich zu den dicht gepackten, atmosphärischen Dungeons fühlt sich die Wüste wie Füllmaterial an. Wer die klassische, lineare Metroid-Erfahrung bevorzugt, wird sich hier möglicherweise fehl am Platze fühlen.
Ein Tutorial, das nervt
Ein viel kritisierter Aspekt von Beyond ist das 20-minütige Tutorial für Vi-O-La, das recht früh im Spiel auftaucht, sobald ihr ein gewisses Maß an Freiheit erlangt habt. Anstatt euch selbst mit dem Motorrad vertraut machen zu können, werdet ihr durch eine ausgedehnte Lernsequenz geschleust. Für Spieler, die einfach nur weiterkommen wollen, fühlt sich das wie eine Bremse des Spielflusses an.
Die Föderation: Begleiter, die spalten
Eines der kontroversesten Elemente von Beyond ist die Einführung von Begleitcharakteren aus der Galaktischen Föderation. Metroid Prime war schon immer für seine Atmosphäre der Isolation bekannt – Samus, allein auf einem fremden Planeten, nur begleitet von den Geistern vergangener Zivilisationen. Beyond bricht mit dieser Tradition.
Der am häufigsten diskutierte Charakter ist Myles MacKenzie, ein Föderationsingenieur, der euch zu Beginn begleitet. Seine Dialoge sind voller Joss-Whedon-esker Witze und Marvel-artiger Sprüche, die bei den meisten Kritikern und Spielern nicht gut ankamen. Phrasen wie „Is that a NEW SUIT?“ im Angesicht der Gefahr fühlen sich fehl am Platz an und brechen die Immersion.
Glücklicherweise tritt Myles nach den ersten Stunden weitgehend in den Hintergrund und fungiert hauptsächlich als optionales Hinweissystem, das ihr über Funk erreichen könnt. Dennoch trefft ihr im Verlauf des Spiels immer wieder auf neue Verbündete – den einsamen Scharfschützen, den mürrischen Sergeant, den enthusiastischen Rekruten. Diese Charaktere folgen bekannten Militär-Archetypen und ihre Performances sind solide, aber sie bleiben weitgehend eindimensional.
Gameplay-technisch müsst ihr diese Begleiter am Leben halten und sie mit euren psychischen Heilkräften wiederbeleben, wenn sie im Kampf fallen. Das fügt eine zusätzliche Ebene des Mikromanagements hinzu, die nicht jeder Spieler schätzen wird. Wer die einsame Kopfgeldjäger-Erfahrung sucht, wird hier enttäuscht sein.
Wo Beyond glänzt: Die Dungeons
Wenn Beyond seine Stärken ausspielt, ist es absolut hervorragend. Die einzelnen Gebiete, die ihr erkundet – die üppigen Dschungel von Fury Green, die verwunschenen Ruinen, die düsteren Höhlen – sind Meisterwerke des Level-Designs. Hier zeigt Retro Studios, dass sie nach 18 Jahren nichts von ihrem Touch verloren haben.
Die Dungeons sind eng, atmosphärisch und vollgepackt mit cleveren Rätseln, versteckten Geheimnissen und befriedigenden Plattform-Sequenzen. Die Metroidvania-Struktur funktioniert einwandfrei: Ihr entdeckt Bereiche, die ihr zunächst nicht erreichen könnt, merkt sie euch für später vor und kehrt mit neuen Fähigkeiten zurück, um sie zu erkunden. Die Belohnung für Neugier ist stets gegeben – jeder verdächtige Spalt, jede seltsame Markierung führt zu Power-Ups, Missile-Erweiterungen oder Energie-Tanks.
Das Erkunden fühlt sich natürlich an. Der kritische Pfad ist klar genug, dass ihr nie vollkommen verloren seid, aber subtil genug, dass ihr das Gefühl habt, die Geheimnisse selbst zu entdecken. Die Integration der psychischen Fähigkeiten in die Exploration ist gelungen – sie ermutigen euch, ständig eure Umgebung zu scannen, was das Gameplay kohärenter macht als in früheren Prime-Spielen, in denen der Scan-Visor sich oft wie eine separate Funktion anfühlte.
Bosskämpfe: Taktisch und befriedigend
Die Bosskämpfe in Beyond gehören zu den besten der Serie. Jeder Boss ist eine clevere Mischung aus Action und Rätsel – ihr müsst die Schwachstellen analysieren, eure Fähigkeiten taktisch einsetzen und präzise ausweichen.
Das „Download-System“ ist besonders interessant: Oft werdet ihr beim ersten Versuch sterben, aber der Tod ist nicht umsonst – ihr „lernt“ die Strategie und könnt den Boss beim zweiten Anlauf mit diesem Wissen besiegen. Das fühlt sich belohnend an, ohne frustrierend zu wirken.
Die späten Bosse, besonders die gegen Sylux und die mythischen Kreaturen, sind spektakuläre Höhepunkte, die eure gesamte Arsenal an Fähigkeiten fordern. Diese Kämpfe bleiben im Gedächtnis und motivieren zum Weiterspielen.
Grafik und Sound: Ein technisches Meisterwerk
Visuell ist Metroid Prime 4: Beyond auf der Nintendo Switch 2 ein absolutes Highlight. Retro Studios hat hier ganze Arbeit geleistet:
Grafik:
- Quality Mode: 4K bei 60 FPS im Dock-Modus, 1080p bei 60 FPS im Handheld-Modus
- Performance Mode: 1080p bei 120 FPS im Dock-Modus, 720p bei 120 FPS im Handheld-Modus
- HDR-Unterstützung für lebendige Farben und beeindruckende Kontraste
- Verbesserte Texturen, Lichteffekte und Partikel-Systeme
Die Art Direction ist atemberaubend. Die Umgebungen sind detailliert und atmosphärisch, Lichteffekte tanzen über Oberflächen, und Partikel schweben durch die Luft. Die Farbpalette ist lebendig, ohne kitschig zu wirken, und die Kontraste zwischen den üppigen Dschungeln und den kargen Wüstenlandschaften sind visuell beeindruckend.
Auf einem OLED-TV mit HDR entfaltet das Spiel sein volles Potenzial. Die tiefen Schwarzwerte und die leuchtenden Farben passen perfekt zur Ästhetik des Spiels. Selbst im Handheld-Modus auf der Nintendo Switch 2 sieht Beyond fantastisch aus – ein Beweis für Nintendos Fokus auf Kunstrichtung über rohe grafische Power.
Sound: Der Soundtrack ist ein weiteres Highlight. Ambient-Soundscapes legen sich über die Exploration, dramatische Chöre untermalen die Bosskämpfe, und die Stille in bestimmten Momenten verstärkt die Atmosphäre der Isolation. Das Sounddesign ist makellos – jeder Schuss, jeder Scan, jedes Geräusch fühlt sich präzise und befriedigend an.
Steuerung: Maus-Support revolutioniert das Gameplay
Eine der größten Neuerungen der Nintendo Switch 2-Version ist der Maus-Support mit den Joy-Con 2-Controllern. Ihr könnt den rechten Joy-Con 2 auf eine flache Oberfläche legen, und er funktioniert wie eine PC-Maus. Das klingt wie ein aufgesetztes Gimmick, ist aber ein absoluter Gamechanger.
Mit Maus-Kontrolle fühlt sich Metroid Prime 4 wie ein PC-FPS an. Das Zielen ist präzise, die Bewegungen sind flüssig, und das gesamte Gameplay wird schneller und taktischer. Für Spieler, die mit PC-Shootern vertraut sind, ist dies die definitive Art, Beyond zu spielen.
Alternativ stehen euch folgende Steuerungsoptionen zur Verfügung:
- Traditionelle Dual-Stick-Steuerung: Linker Stick für Bewegung, rechter Stick für Kamera
- Motion Controls: Bewegung mit dem linken Stick, Zielen mit Motion Controls (ähnlich wie in der Wii-Ära)
Alle drei Optionen funktionieren einwandfrei, aber der Maus-Support hebt das Spiel auf ein neues Level. Es ist eine der besten Implementierungen dieser Technologie, die wir je in einem Konsolenspiel gesehen haben.

Performance: Technisch einwandfrei
Metroid Prime 4: Beyond läuft auf der Nintendo Switch 2 butterweich. Im Quality Mode habt ihr stabile 60 FPS bei beeindruckender visueller Qualität, während der Performance Mode satte 120 FPS liefert – perfekt für reaktionsschnelles Gameplay. Die Ladezeiten sind dank der verbesserten Hardware deutlich kürzer als auf der originalen Switch.
Im Test gab es keine nennenswerten Bugs oder Abstürze. Das Spiel ist technisch ausgereift und zeigt, was die Switch 2 leisten kann. Retro Studios hat hier vorbildliche Arbeit geleistet.
Umfang und Wiederspielwert
Die Hauptkampagne dauert je nach Spielstil etwa 15-20 Stunden. Wer alle Geheimnisse finden und 100% Completion erreichen möchte, kann problemlos 25-30 Stunden einplanen. Das ist etwas kürzer als Metroid Prime 1, aber immer noch ein ordentlicher Umfang.
Der Wiederspielwert ergibt sich hauptsächlich aus dem Sammeln aller Items und dem Erkunden jedes Winkels von Viewros. Ein New Game Plus-Modus ist enthalten, der euch mit allen Fähigkeiten starten lässt – perfekt für Speedrunner und Completionisten.
Die kontroversen Entscheidungen
Beyond ist kein perfektes Spiel, und einige Designentscheidungen werden die Community spalten:
Das Hub-Gebiet (Sol Valley): Die Wüste als zentraler Hub ist optisch beeindruckend, fühlt sich aber leer und leblos an. Die ständigen Fahrten zwischen den Haupt-Locations unterbrechen den Spielfluss und fühlen sich mit der Zeit wie Zeitverschwendung an. Viele Spieler hätten lieber die lineare Struktur der Original-Trilogie gehabt.
Die Begleiter: Die Einführung von sprechenden NPC-Begleitern bricht mit der Tradition der Serie. Myles MacKenzie ist der nervigste Aspekt des Spiels, aber auch die anderen Charaktere fühlen sich oft fehl am Platz an. Die beste Version von Metroid Prime ist immer noch die einsame Erkundung – Beyond weicht hier zu sehr ab.
Die psychischen Fähigkeiten: Sie sind eine interessante Idee, werden aber nicht konsistent genug genutzt. Nach dem ersten Drittel des Spiels fühlen sie sich eher wie eine Pflicht an als wie eine Bereicherung. Das Potenzial war da, wurde aber nicht vollständig ausgeschöpft.
Die Linearität zu Beginn: Das Spiel startet sehr linear und action-lastig. Die ersten 2-3 Stunden fühlen sich eher wie ein Halo-Spiel an als wie ein Metroid – voller Föderationssoldaten, explosiver Setpieces und Gegnerwellen. Erst wenn ihr auf Viewros ankommt, entfaltet das Spiel sein wahres Metroid-Feeling.
Für wen ist Metroid Prime 4: Beyond geeignet?
Das Spiel passt zu euch, wenn ihr:
- Die Original-Trilogie geliebt habt
- Atmospheric First-Person-Exploration mögt
- Clevere Rätsel und Bosskämpfe schätzt
- Die technischen Möglichkeiten der Switch 2 ausreizen wollt
- Bereit seid, einige Kompromisse bei der klassischen Metroid-Formel einzugehen
Das Spiel passt nicht zu euch, wenn ihr:
- Reine Action-Shooter bevorzugt
- Die Isolation und Einsamkeit der ursprünglichen Spiele als essenziell empfindet
- Keine Geduld für Backtracking und Exploration habt
- Open-World-Hubs generell nicht mögt
- Mit NPC-Begleitern grundsätzlich nicht warm werdet
Fazit: Eine würdige Rückkehr mit Kompromissen
Metroid Prime 4: Beyond ist nach 18 Jahren Wartezeit endlich da – und es ist sowohl triumphaler Erfolg als auch umstrittenes Experiment. Retro Studios hat die Essenz dessen, was Metroid Prime großartig macht, bewahrt: atmosphärische Exploration, cleveres Level-Design, befriedigende Kämpfe und eine Welt, die es zu entdecken gilt. Die technische Umsetzung auf der Nintendo Switch 2 ist makellos, die Grafik atemberaubend, und der Maus-Support revolutioniert das Gameplay.
Gleichzeitig ist Beyond kein reines Liebesbrief an die Vergangenheit. Die Einführung von Begleitern, das Hub-Gebiet und die psychischen Fähigkeiten sind mutige Versuche, die Formel zu modernisieren – manche davon gelingen, andere wirken fehl am Platz. Das Spiel ist weniger einsam, weniger linear und stärker auf Action ausgerichtet als die Original-Trilogie.
Die Frage, ob Beyond die lange Wartezeit wert war, hängt davon ab, was ihr von einem Metroid Prime-Spiel erwartet. Für Fans, die eine perfekte Fortsetzung im Stil des GameCube-Originals erhofften, könnte Beyond enttäuschen. Für Spieler, die offen für neue Ideen sind und bereit sind, einige Kompromisse einzugehen, bietet Beyond eine fesselnde, technisch beeindruckende und atmosphärische Erfahrung.
Am Ende ist Metroid Prime 4: Beyond ein sehr gutes Spiel, das gelegentlich an Großartigkeit kratzt, aber durch einige fragwürdige Designentscheidungen daran gehindert wird, die Perfektion seiner Vorgänger zu erreichen. Es ist ein Spiel, das spalten wird – aber eines, das jeder Fan der Serie zumindest ausprobieren sollte. Samus ist zurück, und das allein ist ein Grund zum Feiern.
Wertung: 8.0/10
Stärken:
- Atemberaubende Grafik und Kunstrichtung auf Switch 2
- Hervorragendes Level-Design in den Dungeons
- Clevere Bosskämpfe mit taktischer Tiefe
- Revolutionärer Maus-Support mit Joy-Con 2
- Makelloser Soundtrack und Sound-Design
- Klassisches Metroidvania-Gameplay in den Hauptbereichen
- Technisch perfekt umgesetzt
- HDR-Unterstützung und 120 FPS-Option
Schwächen:
- Hub-Gebiet fühlt sich leer und repetitiv an
- Nervige NPC-Begleiter brechen die Atmosphäre
- Psychische Fähigkeiten werden nicht konsequent genutzt
- Sehr linearer, action-lastiger Start
- 20-minütiges Motorrad-Tutorial unterbricht den Spielfluss
- Kürzer als die Original-Trilogie
- Weniger isoliert und einsam als klassisches Metroid Prime
Systemanforderungen & Versionsunterschiede:
Nintendo Switch 2 Edition:
- Auflösung: Quality Mode (4K/60 FPS im Dock, 1080p/60 FPS Handheld) oder Performance Mode (1080p/120 FPS im Dock, 720p/120 FPS Handheld)
- Maus-Support mit Joy-Con 2
- HDR-Unterstützung
- Verbesserte Texturen und Ladezeiten
- HD Rumble 2
Nintendo Switch Edition:
- Auflösung: 900p/30 FPS im Dock, 720p/30 FPS Handheld
- Traditionelle Steuerung ohne Maus-Support
- Kein HDR
- Standard-Ladezeiten
Upgrade: Besitzer der Switch-Version können die Switch 2 Edition über ein Upgrade-Pack im eShop erwerben (Preis: ca. 10-15€, noch nicht final bestätigt)
Plattform: Nintendo Switch 2, Nintendo Switch Release: 4. Dezember 2025 Entwickler: Retro Studios Publisher: Nintendo Genre: Action-Adventure, First-Person Exploration Spieleranzahl: 1 Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch u.v.m. Preis: 69,99 Euro (Switch 2), 59,99 Euro (Switch) USK: Ab 12 Jahren Besonderheiten: 3 neue Amiibo verfügbar (Samus in Varia Suit, Samus mit Vi-O-La, Sylux)



