PlayStation 6 – KeplerL2 Leak

PlayStation 6 – KeplerL2 Leak: 30 GB GDDR7-RAM, 640 GB/s Bandbreite

Neue Details zur PlayStation 6 sorgen derzeit für Gesprächsstoff in der Gaming-Community. Der Hardware-Leaker KeplerL2, der sich in der Vergangenheit mit präzisen Insider-Informationen einen Namen gemacht hat, veröffentlichte auf dem Forum NeoGAF technische Spezifikationen, die einen massiven Sprung gegenüber der aktuellen Konsolengeneration andeuten. Konkret ist die Rede von 30 Gigabyte GDDR7-Arbeitsspeicher – sechs Gigabyte mehr, als bisherige Gerüchte vermuten ließen.

Was der Leak im Detail verrät

Laut KeplerL2 setzt Sony bei der PlayStation 6 auf zehn 3-GB-Speicherchips in einem sogenannten Clamshell-Layout, bei dem je fünf Chips auf beiden Seiten der Platine angeordnet sind. Dieser ungewöhnliche Aufbau ermöglicht einen kompakteren Speicherbus bei gleichzeitig hoher Leistung. Das Interface ist demnach 160 Bit breit und liefert 32 Gigabyte pro Sekunde je 10-Bit-Segment – in der Summe ergibt das eine Speicherbandbreite von 640 GB/s.

Zum Vergleich: Die PlayStation 5 arbeitet mit 16 GB GDDR6 und einer Bandbreite von rund 448 GB/s. Die PS6 würde in dieser Rechnung fast doppelt so viel Arbeitsspeicher bieten und die Bandbreite um rund 43 Prozent steigern. Das wäre einer der größten Speicher-Sprünge in der PlayStation-Geschichte.

Ergänzend dazu bestätigt der Leak den bereits bekannten APU-Aufbau: Die PS6 soll auf AMD-Technologie setzen, konkret auf Zen-6-CPU-Kerne kombiniert mit einer GPU-Architektur der RDNA-5-Generation, die intern auch als UDNA oder GFX13XX bezeichnet wird. Basic Tutorials berichtete als eine der ersten deutschsprachigen Quellen über den Leak und ordnet ihn technisch fundiert ein.

Was 30 GB RAM für Entwickler und Spieler bedeutet

Mehr Arbeitsspeicher klingt zunächst nach einer trockenen Zahl, hat aber unmittelbare Auswirkungen auf das Spielerlebnis. Aktuelle Spiele-Engines stoßen auf der PS5 zunehmend an Grenzen, besonders wenn Ray-Tracing, hochauflösendes Upscaling und komplexe Physikberechnungen gleichzeitig laufen. Entwickler müssen Assets aggressiv komprimieren oder auf Detailreduktionen zurückgreifen, um im 16-GB-Rahmen zu bleiben.

Mit 30 GB hätten Studios deutlich mehr Spielraum für hochauflösende Texturen, weitläufigere Spielwelten und anspruchsvollere KI-Systeme. Die Unified-Memory-Architektur, bei der sich CPU und GPU denselben Speicherpool teilen, vereinfacht zudem die Datenverwaltung und kann Latenzen spürbar reduzieren. Das kommt letztlich der Gesamtperformance zugute – nicht nur der reinen Grafikleistung.

PlayStation Handheld ebenfalls im Leak erwähnt

KeplerL2 äußerte sich auch zum lange erwarteten PlayStation Handheld unter dem Codenamen „Project Canis“. Demnach soll das Gerät mit 24 GB LPDDR5X-RAM ausgestattet sein – eine für ein Handheld-Gerät bemerkenswerte Ausstattung, die es leistungstechnisch in die Nähe aktueller High-End-Gaming-Handhelds rückt. Einschränkend merkt der Leaker an, dass die Rechenleistung des Handhelds trotz des üppigen Arbeitsspeichers unterhalb der PlayStation 5 bleiben soll. Sony scheint hier bewusst eine klare Abgrenzung zwischen beiden Geräten zu ziehen.

Der Preis-Faktor: RAM-Krise als Risiko

30 GB GDDR7 klingen verlockend – könnten die PlayStation 6 aber auch deutlich teurer machen. Die Preise für DDR- und GDDR-Speicher sind seit Mitte 2025 erheblich gestiegen, weil KI-Rechenzentren den Markt dominieren und Hersteller wie Micron ihre Kapazitäten in Richtung Enterprise-Kunden verlagern. Diese Entwicklung hatte bereits Analyst David Gibson in seiner PS6-Prognose als Risikofaktor identifiziert, der den Release nach hinten verschieben oder den Verkaufspreis in die Höhe treiben könnte.

Sollten sich die Speicherpreise bis zum geplanten Produktionsstart der PS6 nicht normalisieren, stünde Sony vor einer unangenehmen Wahl: entweder die Spezifikationen nach unten anzupassen oder eine Konsole auf den Markt zu bringen, die deutlich teurer als die PS5 ist. Zum Vergleich: Die PlayStation 5 startete 2020 bei 499 Euro, die PS5 Pro folgte 2024 für 799 Euro. Eine PS6 mit 30 GB GDDR7 könnte in ungünstigen Marktbedingungen die 700-Euro-Marke sprengen.

Wie verlässlich ist KeplerL2?

KeplerL2 ist in der Hardware-Community keine unbekannte Größe. Der Leaker ist vorrangig im PC-Segment aktiv und hat in der Vergangenheit mehrfach frühe GPU-Spezifikationen zutreffend vorhergesagt, bevor AMD oder Nvidia offizielle Ankündigungen machten. Im Konsolenbereich ist die Erfolgsbilanz weniger ausführlich dokumentiert, weshalb die aktuellen PS6-Angaben mit der gebotenen Vorsicht zu betrachten sind. Es handelt sich nach wie vor um unbestätigte Insider-Informationen, die sich im Laufe der Entwicklung noch ändern könnten.

Grundsätzlich gilt: Konsolen-Hardware wird in den Jahren vor dem Launch mehrfach überarbeitet. Was heute als geplante Spezifikation gilt, muss nicht zwingend dem entsprechen, was letztendlich in Produktion geht. Sony hat bislang keinerlei offizielle Angaben zur PlayStation 6 gemacht.

Release-Zeitplan: Wann kommt die PS6?

Laut dem Leak ist eine Produktionsaufnahme in der ersten Hälfte 2027 anvisiert, was auf einen Marktstart im Herbst 2027 hindeutet. Das widerspricht allerdings der Einschätzung von Analyst David Gibson, der einen PS6-Release erst 2028 oder 2029 für realistisch hält – unter anderem wegen der guten PS5-Verkaufszahlen und der erwähnten RAM-Preissituation. PlayStation-Chefarchitekt Mark Cerny selbst sprach Ende 2025 von neuen Technologien für eine Konsole „in einigen Jahren“, was eher auf 2028 als auf 2027 hinweist.

Wahrscheinlicher ist, dass Sony den Zwischenschritt über das PlayStation Handheld wählt, um die Wartezeit auf die PS6 zu überbrücken. Unterdessen bleibt die PS5 Pro mit dem angekündigten PSSR-2.0-Update die leistungsstarke Option für anspruchsvolle Spieler – sie dürfte noch mehrere Jahre relevant bleiben.

Fazit

Der KeplerL2-Leak zeichnet das Bild einer PlayStation 6, die technisch einen deutlichen Generationssprung darstellen würde. 30 GB GDDR7, 640 GB/s Bandbreite, Zen 6 und RDNA 5 – das klingt nach einer Konsole, die aktuelle Mittelklasse-PCs in mehreren Bereichen übertreffen würde. Ob Sony diesen Kurs tatsächlich einschlägt und wann die Konsole erscheint, bleibt offen. Bis zu einer offiziellen Ankündigung sind alle Angaben Spekulation – aber es ist die konkreteste Spekulation, die wir bislang hatten.

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