Gears Tactics

Gears Tactics im Test – Wenn Kettensägen auf Rundenstrategie treffen

Gears Tactics führt das weltberühmte und beliebte Franchise von Gears of War in ein völlig neues Genre. Diesmal gilt es, sich in einem rasanten, rundenbasierten Strategiespiel den Locust entgegenzustellen. Als der Titel vor der Veröffentlichung auf der E3 angekündigt wurde, war die Überraschung groß – nicht nur wegen des Genre-Wechsels, sondern auch weil hier kein RTS-Titel mit Massenschlachten zu erwarten war, sondern ein taktisches Strategiespiel ganz im Stile von XCOM 2.

Aber wenn man sich das Ganze in Ruhe durch den Kopf gehen lässt, macht die Wahl durchaus Sinn. Im Grunde handelt es sich hier um einen Perspektivenwechsel. Denn ein Deckungsshooter wie Gears of War verlangt ja auch strategisches Vorgehen – die meiste Zeit sucht man sich eine taktisch günstige Position, flankiert Gegner und koordiniert sein Team. Das ist nicht so weit von XCOM entfernt, wie es zunächst scheint.

Die Frage war nur: Kann The Coalition zusammen mit Splash Damage diesen Transfer erfolgreich umsetzen? Die Antwort ist ein klares, enthusiastisches Ja.

Gears Tactics Squad Artwork

Story: Zwölf Jahre vor dem E-Day

Die Handlung setzt etwa 12 Jahre vor dem ersten Gears of War ein. Die bösartigen Locust sind aus dem Untergrund aufgetaucht und haben die Menschheit heimtückisch überfallen. Ein erbarmungsloser Krieg tobt zwischen beiden Parteien, und die Menschen verlieren.

Der Hammer der Morgenröte

Nachdem die Situation immer aussichtsloser erscheint, trifft die Führung der COG (Coalition of Ordered Governments) eine folgenschwere Entscheidung: Sie setzen den Hammer der Morgenröte ein – eine orbitale Superwaffe, die verheerende Zerstörung anrichtet. Ganze Städte werden ausgelöscht, um die Locust-Invasion aufzuhalten.

Fans der Serie kennen dieses Ereignis. Es ist einer der dunkelsten Momente der Gears-Geschichte – ein Verzweiflungsakt, der Millionen menschlicher Opfer forderte, um noch mehr zu retten. Der Feind wurde aufgehalten, aber nicht geschlagen. Und der Preis war unvorstellbar hoch.

Gabe Diaz und die Jagd auf Ukkon

Dann erreichen Berichte die Führung über einen Locust-Wissenschaftler namens Ukkon, der von kriegsentscheidender Bedeutung ist. Er ist ein Genetiker, ein Monster-Erschaffer, verantwortlich für einige der schrecklichsten Kreaturen in den Locust-Reihen.

Der Spieler übernimmt das Kommando über Sergeant Gabriel „Gabe“ Diaz – den Vater von Kait Diaz aus Gears 5. Gabe ist desillusioniert, wütend auf die Regierung, die er für ihre Entscheidungen verachtet. Aber er wird trotzdem für ein Himmelfahrtskommando verpflichtet.

In Unterzahl und im ständigen Kampf ums Überleben rekrutiert Gabe eine kleine Truppe aus überlebenden Gears und führt sie in einen verzweifelten Krieg gegen Ukkon und seine Kreationen.

Die Qualität der Erzählung

Nach einem wirklich starken Beginn – die erste Mission ist spektakulär inszeniert und zieht einen sofort hinein – lässt die Story zwischendurch ein paar Federn. Einige Missionen in der Mitte der Kampagne fühlen sich wie Füller an, und die Charakterentwicklung könnte tiefer sein.

Aber insgesamt ist das Missionsdesign gelungen, und die Geschichte nimmt im späteren Verlauf wieder an Fahrt auf. Das Finale ist emotional und befriedigend. Für ein Taktikspiel – ein Genre, das nicht gerade für packende Geschichten bekannt ist – ist das mehr als solide.

Die Verbindung zur Hauptserie ist für Fans ein Bonus. Man erfährt mehr über die frühen Tage des Krieges, über die Verzweiflung der Menschen und über die Ursprünge einiger Bedrohungen, die in späteren Spielen auftauchen.

Gameplay: XCOM trifft Gears

Das Herzstück von Gears Tactics ist natürlich das Taktik-Gameplay. Der Vergleich mit XCOM: Enemy Unknown und dessen Nachfolger ist unvermeidlich – und absolut gerechtfertigt. Firaxis‘ Meisterwerk ist der Genre-Standard, und Gears Tactics nimmt sich diesen Standard zum Vorbild.

Aber es kopiert nicht einfach nur. Es bringt eigene Ideen mit, die das Genre bereichern.

Das Drei-Aktionspunkte-System

Jede Einheit hat standardmäßig drei Aktionspunkte (AP). Mit jedem Punkt kann eine bestimmte Handlung ausgeführt oder eine bestimmte Entfernung zurückgelegt werden:

Aktion AP-Kosten
Bewegung (kurz) 1 AP
Bewegung (weit) 2-3 AP
Standardschuss 1 AP
Überladener Schuss 2 AP
Granate werfen 1 AP
Spezialfähigkeit variabel
Überwachung (Overwatch) alle verbleibenden AP
Nachladen 1 AP

Das drei statt zwei Aktionspunkte ist ein wichtiger Unterschied zu XCOM. Es gibt mehr Flexibilität, mehr Optionen pro Runde. Ein Charakter kann sich bewegen, schießen UND noch eine dritte Aktion ausführen. Das macht die Kämpfe dynamischer und aggressiver – passend zum Gears-Feeling.

Freie Bewegung statt Kachelraster

Die Schlachtfelder sind nicht in Kacheln oder Quadranten eingeteilt. Stattdessen gibt es freie Bewegung. Markiert man eine bestimmte Strecke, wird genau angezeigt, wie viele Aktionspunkte die Bewegung kostet.

Das fühlt sich flüssiger an als das starre Kachelraster von XCOM. Man kann Positionen präziser wählen, Winkel optimieren, genau die richtige Deckung finden. Es ist eine kleine Änderung, aber sie macht einen Unterschied.

Deckung ist alles

Wie im Shooter-Original ist Deckung das absolute A und O. Ohne Deckung ist ein Gear ein toter Gear. Das Spiel unterscheidet zwischen:

  • Keine Deckung: Volltreffer wahrscheinlich, hoher Schaden
  • Halbe Deckung: Reduzierte Trefferchance, weniger Schaden
  • Volle Deckung: Sehr niedrige Trefferchance, minimaler Schaden

Die Gegner nutzen ebenfalls Deckung – und sie sind gut darin. Die KI flankiert, versucht euch aus der Deckung zu drängen und koordiniert Angriffe. Auf höheren Schwierigkeitsgraden ist jeder Fehler tödlich.

Die fünf Klassen

Gears Tactics bietet fünf Spezialistenklassen, jede mit eigenen Waffen, Fähigkeiten und Spielstilen:

Klasse Hauptwaffe Rolle Spezialfähigkeiten
Vanguard (Vorhut) Retro Lancer Nahkampf-Tank Bajonettangriff, Aggro ziehen
Support (Sanitäter) Lancer Heilung/Buffs Stim-Granaten, Wiederbelebung
Scout Gnasher Shotgun Flanker/Aufklärer Tarnung, kritische Treffer
Heavy (Waffenexperte) Mulcher Feuerunterdrückung Dauerfeuer, Flächenkontrolle
Sniper (Scharfschütze) Longshot Fernkampf-Präzision Kopfschüsse, Kettenreaktionen

Hauptcharakter Gabe Diaz ist ein Support/Sanitäter, was ihm besondere Möglichkeiten im Bereich Heilung und Regeneration verschafft. Aber das heißt nicht, dass er nicht kämpfen kann – jeder Gear ist ein geborener Soldat.

Die Klassen fühlen sich tatsächlich unterschiedlich an. Ein Heavy spielt komplett anders als ein Scout. Die Synergien zwischen den Klassen sind entscheidend für den Erfolg.

Das Ausrüstungssystem

Da es in Gears Tactics keinen Basisbau gibt, liegt der Fokus stark auf der Verwaltung und Ausrüstung des Squads.

Rüstungsteile:

  • Kopf
  • Torso
  • Beine
  • Jeweils mit verschiedenen Boni

Waffen-Upgrades in vier Kategorien:

  • Schaden
  • Kritische Trefferchance
  • Genauigkeit
  • Magazingröße

Ausrüstung gibt es in Seltenheitsstufen:

  • Gewöhnlich (weiß)
  • Ungewöhnlich (grün)
  • Selten (blau)
  • Episch (lila)
  • Legendär (gold)

Je seltener ein Ausrüstungsteil, desto besser die Werte und Boni. Die Jagd nach legendärer Ausrüstung ist ein großer Motivator, besonders im Endgame.

Spezialfähigkeiten und Combo-Potenzial

Die wahre Tiefe des Spiels zeigt sich in den Spezialfähigkeiten und ihren Kombinationen.

Einige Beispiele:

  • Hinrichtung: Wenn ein Gear einen Feind mit dem Kettensägen-Bajonett exekutiert, erhalten alle anderen Teammitglieder einen kostenlosen Aktionspunkt
  • Scharfschützen-Kette: Ein Kopfschuss-Kill kann weitere Schüsse auslösen
  • Overwatch-Combo: Mehrere Gears in Overwatch können einen anstürmenden Feind nacheinander beschießen

Diese Combos sind extrem befriedigend. Wenn ein perfekt geplanter Zug aufgeht und die ganze Truppe wie ein Uhrwerk arbeitet, fühlt man sich wie ein taktisches Genie.

Die Boss-Kämpfe

Ein besonderer Unterschied zur XCOM-Reihe: Gears Tactics bietet Boss-Kämpfe. Und die haben es in sich.

Mit dem kompletten Squad muss man sich gigantischen Gegnern entgegenstellen:

  • Brumak: Ein haushoher, gepanzerter Koloss mit schweren Waffen
  • Corpser: Eine riesige Spinne, die aus dem Boden angreift
  • Ukkons Kreationen: Genetisch modifizierte Albträume

Diese Bosse erfordern spezielle Taktiken. Man kann sie nicht einfach niederschießen wie normale Gegner. Man muss Schwachstellen ausnutzen, Angriffen ausweichen, Phasen überstehen. Es sind echte Höhepunkte der Kampagne.

Kein Basisbau – Fluch oder Segen?

Das Fehlen eines Basenbaus ist ein zweischneidiges Schwert.

Vorteile:

  • Fokus liegt komplett auf den taktischen Kämpfen
  • Weniger Mikromanagement zwischen Missionen
  • Schnelleres Pacing, weniger Unterbrechungen
  • Einsteigerfreundlicher

Nachteile:

  • Weniger strategische Tiefe auf Meta-Ebene
  • Keine Forschung, keine Produktion
  • Weniger Entscheidungen außerhalb der Kämpfe
  • XCOM-Veteranen vermissen das Element

Für mich persönlich ist es ein fairer Trade-off. Gears Tactics will ein anderes Erlebnis bieten als XCOM – schneller, actionreicher, fokussierter. Und das gelingt ihm.

Die Gegner: Locust in ihrer vollen Pracht

Die Locust-Horde ist ikonisch, und Gears Tactics nutzt das volle Bestiarium.

Standardgegner

Gegner Gefahr Besonderheit
Drone Niedrig Standard-Infanterie
Grenadier Mittel Granaten, Nahkampf
Theron Guard Hoch Elite-Krieger mit Torque Bow
Sniper Hoch Tödlich auf Distanz
Kantus Mittel Heilt andere Locust
Ticker Niedrig Selbstmord-Explosiv
Wretch Niedrig Schnelle Nahkampf-Schwärme

Spezialfeinde

  • Boomer: Schwer gepanzert mit Raketenwerfer
  • Grinder: Schwerer mit Mulcher-Gatling
  • Mauler: Trägt einen Schild, Nahkampf-Spezialist
  • Berserker: Blinde Rage, nahezu unzerstörbar frontal

Die Vielfalt ist beeindruckend. Jeder Gegnertyp erfordert eine andere Herangehensweise. Ein Sniper muss priorisiert werden, bevor er euer Team dezimiert. Ein Kantus muss ausgeschaltet werden, bevor er die anderen heilt. Ein Berserker muss von hinten angegriffen werden.

Grafik: Ein visuelles Meisterwerk

Gears Tactics ist ein wahrer Augenschmaus. Das Spiel sieht fantastisch aus – nicht nur für ein Taktikspiel, sondern generell.

Die Unreal Engine in Aktion

Die Unreal Engine 4 zeigt, was sie kann:

  • Extrem detaillierte Charaktermodelle
  • Realistische Beleuchtung und Schatten
  • Beeindruckende Partikeleffekte bei Explosionen
  • Filmreife Zwischensequenzen
  • Flüssige Animationen, selbst bei Nahaufnahmen

Die Gears und Locust sehen aus wie in den Hauptspielen – nur eben aus der Vogelperspektive. Die ikonischen Designs, die massiven Rüstungen, die grotesken Monster – alles ist perfekt übersetzt.

Performance

Das Spiel läuft butterweich. Selbst auf älteren Systemen gibt es kaum Probleme. Die Ladezeiten sind minimal, was bei einem Spiel, in dem man häufig Missionen neustartet, Gold wert ist.

Die Schlachtfelder

Die Umgebungen sind stimmungsvoll gestaltet:

  • Zerstörte Städte im Chaos des Krieges
  • Unterirdische Locust-Höhlen mit biolumineszenten Details
  • Verlassene COG-Einrichtungen
  • Ruinen nach dem Hammer der Morgenröte

Ein kleiner Kritikpunkt: Die Abwechslung bei den Schauplätzen könnte größer sein. Nach einigen Stunden sehen viele Karten ähnlich aus – zerstörte Gebäude, Trümmer, Deckungsobjekte. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Die Kill-Cams

Besondere Erwähnung verdienen die Kill-Cams. Bei besonders spektakulären Angriffen – Hinrichtungen mit der Kettensäge, kritische Kopfschüsse, Nahkampf-Finisher – wechselt die Kamera in eine dramatische Nahaufnahme.

Das ist purer Fan-Service und absolut großartig. Wenn euer Scout einem Theron Guard mit der Gnasher den Kopf wegpustet, in Zeitlupe, mit spritzenden Körperflüssigkeiten – das ist Gears of War, destilliert in seine Essenz.

Gears Tactics

Sound: Bombastisch wie immer

Die Gears-Serie war schon immer für ihren Sound bekannt, und Gears Tactics enttäuscht nicht.

Soundtrack

Der Soundtrack ist grandios:

  • Epische Orchester-Arrangements für große Momente
  • Düstere Ambient-Sounds zwischen den Kämpfen
  • Adrenalin-treibende Musik während der Gefechte
  • Emotionale Stücke für Story-Momente

Die Musik trägt enorm zur Atmosphäre bei und verstärkt jede Szene.

Soundeffekte

Die Waffen klingen mächtig:

  • Das charakteristische Rattern des Lancers
  • Der donnernde Knall der Longshot
  • Das brutale Kreischen der Kettensäge
  • Das Zischen der Granaten

Jede Waffe hat ihre eigene akustische Identität. Man weiß sofort, was gerade feuert.

Deutsche Synchronisation

Die deutsche Sprachausgabe ist hervorragend. Erfahrene Sprecher verleihen den Charakteren Leben, und die Übersetzung ist gelungen. Für ein Spiel dieser Größenordnung ist das nicht selbstverständlich, und wir rechnen es den Studios hoch an.

Gabe Diaz klingt wie ein müder, desillusionierter Soldat, der trotzdem seinen Job macht. Die anderen Gears haben Persönlichkeit. Selbst die Locust klingen bedrohlich.

Umfang und Spielzeit

Gears Tactics bietet soliden Umfang:

Die Kampagne

  • Drei Akte mit jeweils mehreren Kapiteln
  • Etwa 25-30 Hauptmissionen
  • Zahlreiche Nebenmissionen (optional, aber lohnend)
  • Spielzeit: 20-30 Stunden für die Kampagne

Die Nebenmissionen tauchen in jedem Kapitel auf und bieten Belohnungen in Form von Ausrüstung und Erfahrungspunkten. Man muss nicht alle spielen, aber sie sind eine gute Möglichkeit, das Team aufzuleveln.

New Game+ und Veteranen-Modus

Nach Abschluss der Kampagne gibt es Optionen für Weiterspiel:

New Game+:

  • Die Kampagne auf höherem Schwierigkeitsgrad
  • Mit allen freigeschalteten Fähigkeiten und Ausrüstung
  • Ironman-Modus für die ultimative Herausforderung

Veteranen-Modus:

  • Endloser Modus mit prozedural generierten Missionen
  • Immer härtere Herausforderungen
  • Jagd nach legendärer Ausrüstung
  • Einzigartige Modifikatoren, die spezielle Strategien erfordern

Der Veteranen-Modus ist ideal für alle, die nach der Kampagne weiterspielen wollen. Er bietet theoretisch unbegrenzten Wiederspielwert.

Kritikpunkte

Bei aller Begeisterung gibt es auch Schwächen.

Missionswiederholung

Einige Nebenmissionen fühlen sich repetitiv an. Die Ziele wiederholen sich: Erreiche Punkt X, eliminiere alle Gegner, überlebe Y Runden. Mehr Variation wäre willkommen gewesen.

Story-Durchhänger

Die Mitte der Kampagne hat ein Pacing-Problem. Nach dem starken Start gibt es einige Missionen, die sich wie Füller anfühlen. Die Geschichte nimmt erst zum Ende hin wieder an Fahrt auf.

Kein Multiplayer

Es gibt keinen Multiplayer-Modus. Kein Koop, kein PvP. Das ist schade – Koop-Taktik wäre fantastisch gewesen.

Kleine Bugs

Gelegentlich gibt es kleinere technische Probleme:

  • KI-Gegner bleiben manchmal in der Umgebung hängen
  • Seltene Animation-Glitches
  • Vereinzelt lange Ladezeiten bei Checkpoints

Nichts Spielbrechendes, aber spürbar.

YouTube player

Fazit

Bombastisch! Mehr kann man dazu nicht sagen. Die Idee, Gears of War in ein Taktik-Genre zu verlagern, ist grandios umgesetzt und funktioniert hervorragend. Wie schon bei Halo Wars ist der Transfer geglückt – und man hat sich genau für das richtige Genre entschieden.

Gears Tactics darf ohne Weiteres mit XCOM 2 und XCOM: Enemy Unknown in einem Atemzug genannt werden. Es erreicht nicht ganz die strategische Tiefe des Vorbilds (fehlendes Basenbau-Element), macht das aber durch Tempo, Präsentation und das einzigartige Gears-Feeling mehr als wett.

Die drei Aktionspunkte pro Runde, das freie Bewegungssystem, die spektakulären Hinrichtungen mit Combo-Boni, die epischen Boss-Kämpfe – all das macht Gears Tactics zu einem eigenständigen Erlebnis, nicht nur zu einem XCOM-Klon mit anderem Anstrich.

Die Grafik ist atemberaubend, der Sound bombastisch, die deutsche Synchronisation hervorragend. Die Kampagne ist spannend, auch wenn sie in der Mitte etwas durchhängt. Der Veteranen-Modus bietet Langzeit-Motivation.

Nicht nur Fans des Gears-Franchise sollten einen Blick wagen, sondern jeder, der auch nur im Ansatz Lust auf ein fantastisches Strategiespiel hat. Gears Tactics beweist, dass man bekannte Marken in neue Genres übertragen kann – wenn man es richtig macht.

Die Kettensäge wartet. Die Locust auch. Zeit, taktisch zu werden.


Bewertung: 8.8/10

Stärken:

  • Perfekte Übersetzung des Gears-Feelings ins Taktik-Genre
  • Drei Aktionspunkte für mehr Dynamik
  • Freies Bewegungssystem statt starrem Kachelraster
  • Fünf unterschiedliche Klassen mit Tiefe
  • Spektakuläre Boss-Kämpfe
  • Hinrichtungs-Combos extrem befriedigend
  • Grafisch ein Meisterwerk
  • Fantastischer Soundtrack
  • Hervorragende deutsche Synchronisation
  • Solider Umfang (20-30 Stunden)
  • Veteranen-Modus für Langzeit-Motivation
  • Ironman-Modus für Hardcore-Fans
  • Verbindung zur Hauptserie (Gabe Diaz)

Schwächen:

  • Kein Basenbau (für manche ein Minus)
  • Story durchhängt in der Mitte
  • Nebenmissionen teils repetitiv
  • Kein Multiplayer/Koop
  • Schauplätze könnten abwechslungsreicher sein
  • Gelegentliche kleine Bugs

Technische Daten:

  • Entwickler: The Coalition, Splash Damage
  • Publisher: Xbox Game Studios
  • Genre: Rundenstrategie / Taktik-RPG
  • Plattformen: PC, Xbox One, Xbox Series X|S
  • Release: 28. April 2020
  • Engine: Unreal Engine 4
  • Setting: Gears of War-Universum (12 Jahre vor Gears 1)
  • Protagonist: Sergeant Gabriel „Gabe“ Diaz
  • Klassen: 5 (Vanguard, Support, Scout, Heavy, Sniper)
  • Spielzeit: 20-30 Stunden (Kampagne)
  • Altersfreigabe: USK 18

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