Nekome: Nazi Hunter

Nekome: Nazi Hunter angekündigt – Ex-Bungie-CEO macht brutales WW2-Rache-Spiel

Von Halo und Destiny zu Nazis jagen – das ist eine Karriere-Wende, die niemand erwartet hat. ProbablyMonsters, das Studio von Ex-Bungie-CEO Harold Ryan, hat am 3. Februar 2026 Nekome: Nazi Hunter angekündigt, ein Third-Person Action-Spiel, das so brutal ist, dass Quentin Tarantino neidisch werden könnte. Der Teaser-Trailer zeigt Protagonist Vano Nastasu, wie er einem Nazi-Soldaten ein Messer mehrfach in den Bauch rammt und dann durchs Kinn nach oben stößt – Blutfontäne inklusive. „Many monsters deserve to die“, lautet der On-Screen-Text, und das Spiel macht von Sekunde eins klar, dass es hier keine moralischen Graubereiche gibt. Nekome erzählt die Geschichte eines jungen Roma-Mannes, dessen Familie von den Nazis ermordet wurde und der nun quer durch das kriegsgebeutelte Europa auf einem blutigen Rachefeldzug ist. Grindhouse-Ästhetik trifft auf Stealth-Gameplay, stilisierte Grafik trifft auf viszerale Gewalt. Das Spiel ist eine überraschende Ankündigung von einem Studio, das sonst für Sci-Fi-Shooter bekannt ist – und es kommt zu einem kontroversen Zeitpunkt, denn ProbablyMonsters hat kurz vor der Ankündigung Mitarbeiter entlassen.

Breaking News: ProbablyMonsters zeigt Nekome: Nazi Hunter

Die Ankündigung kam am 3. Februar 2026 mit einem kurzen, aber eindrucksvollen Teaser-Trailer. Nekome: Nazi Hunter ist ein Single-Player Third-Person Action Combat Game, das von ProbablyMonsters entwickelt wird, dem Studio, das 2016 von Harold Ryan gegründet wurde – einem Mann, der 16 Jahre lang bei Bungie war und als CEO, President und Chairman maßgeblich an Halo und Destiny beteiligt war. Nach seiner Zeit bei Bungie gründete Ryan ProbablyMonsters mit der Vision, ein „neuer Typ von Gaming-Firma“ zu werden, die nachhaltige AAA-Studios aufbaut.

Nekome ist der dritte Titel von ProbablyMonsters nach Storm Lancers und Ire: A Prologue, beide 2025 released. Aber während diese Spiele relativ low-budget waren – Storm Lancers ein Rogue-like Co-op Shooter, Ire ein Horror-Survival-Game –, positioniert sich Nekome als größeres, ambitionierteres Projekt. Der Fokus liegt auf Single-Player-Storytelling, Third-Person-Kampf und einer emotional aufgeladenen Rache-Narrative. Das ist ein deutlicher Richtungswechsel für ein Studio, das aus der Bungie-DNA kommt, wo First-Person-Shooter und Multiplayer-Fokus die Norm waren.

Die offizielle Website des Spiels ist jetzt live, und ProbablyMonsters hat versprochen, mehr Details auf der Game Developers Conference (GDC) im März 2026 zu enthüllen. Release-Datum und Plattformen wurden nicht genannt – das Spiel befindet sich offenbar noch in relativ früher Entwicklung. Ein Discord-Server ist ebenfalls gestartet, wo Fans Updates bekommen und angeblich später mit den Entwicklern sprechen können.

Die Story: Rache eines Roma-Mannes im WW2-Europa

Nekome: Nazi Hunter folgt Vano Nastasu, einem jungen Roma-Mann, dessen Familie von Nazi-Soldaten brutal ermordet wurde. Das Spiel setzt an dem Punkt an, wo Vano von Gejagtem zum Jäger wird. Er ist kein Soldat, kein Spion, kein Teil einer organisierten Widerstandsbewegung. Er ist ein Mann, der von Trauer und Wut angetrieben wird und einen persönlichen Kreuzzug gegen die Nazis führt, die ihm alles genommen haben.

Die Geschichte spielt hinter feindlichen Linien quer durch das kriegsgebeutelte Europa während des Zweiten Weltkriegs. Vano wird nicht versuchen, den Krieg zu beenden – das ist zu groß für eine Person. Stattdessen fokussiert er sich darauf, die Menschen zu jagen, die für die Ermordung seiner Familie verantwortlich sind, und auf dem Weg jeden Nazi zu töten, der ihm in die Quere kommt. Das ist keine heroische Kriegsgeschichte à la Saving Private Ryan oder Band of Brothers. Das ist eine persönliche, blutige Vendetta.

Der Name des Spiels ist Programm: „Nekome“ ist Hebräisch für „Rache“. Das Spiel macht keinen Hehl daraus, was es ist – eine Rache-Phantasie gegen historische Monster. ProbablyMonsters beschreibt die Story als „violent personal odyssey of revenge“ und verspricht, dass „every encounter carries lasting consequences“. Das deutet darauf hin, dass Entscheidungen im Gameplay narrative Auswirkungen haben werden, obwohl Details noch nicht bekannt sind.

Besonders interessant: Das Spiel fokussiert sich auf die Perspektive der Roma, eine Gruppe, die während des Holocaust massiv verfolgt wurde, aber in Videospielen und Mainstream-Medien oft unterrepräsentiert ist. Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen 200.000 und 500.000 Roma von den Nazis ermordet wurden – ein Genozid, der oft als „Porajmos“ bezeichnet wird. Nekome könnte eine wichtige Geschichte erzählen, die selten gehört wird, allerdings bleibt abzuwarten, wie respektvoll und historisch akkurat das Spiel mit dem Thema umgeht.

Gameplay: Stealth, Brutalität und Grindhouse-Ästhetik

Von dem, was bisher bekannt ist, kombiniert Nekome: Nazi Hunter Stealth-Gameplay mit brutalem Nahkampf. Spieler werden feindliche Routen auskundschaften, ihre Angriffe planen und dann mit Präzision zuschlagen. Das klingt nach einer Mischung aus Assassin’s Creed-artiger Infiltration und The Last of Us-artiger viszeraler Gewalt. Der Teaser zeigt Vano, wie er sich an einen Nazi heranschleicht und ihn mit einem glänzenden Messer ersticht – die Finisher sind „grounded“, also realistisch animiert, keine übertriebenen Action-Movie-Moves.

ProbablyMonsters betont, dass das Spiel von Grindhouse-Cinema inspiriert ist. Das sind die billigen, exploitativen B-Movies der 70er und 80er, bekannt für ihre übertriebene Gewalt, stilisierte Ästhetik und moralisch einfache Narrativen (Gut gegen Böse, ohne Nuancen). Filme wie Inglourious Basterds von Tarantino sind moderne Grindhouse-Hommagen, und Nekome scheint in eine ähnliche Richtung zu gehen – stilisierte Gewalt gegen Nazis, präsentiert als pulpy Entertainment.

Die Grafik unterstützt diesen Ansatz. Statt des hyperrealistischen Looks von The Last of Us Part 2 oder Call of Duty geht Nekome einen stilisierten, fast cartoon-artigen Weg. PC Gamer beschreibt es als „mehr We Happy Few als The Last of Us“. Die Farben sind gesättigt, die Charaktermodelle haben einen leicht übertriebenen, illustrierten Look. Das macht die Gewalt weniger shock-value-mäßig und mehr als künstlerisches Statement lesbar – ähnlich wie Borderlands‘ Cell-Shading-Stil.

Die Entwickler versprechen, dass „every attack is personal and every kill is meaningful“. Jeder Kill soll Gewicht haben, nicht nur mechanisch, sondern auch narrativ. Das deutet darauf hin, dass Nekome nicht ein Power-Fantasy-Spiel wird, wo du dutzende Nazis niedermähst wie Zombies in Left 4 Dead. Stattdessen könnte jeder Kill eine cineastische Sequenz sein, ein Moment der Konfrontation, ein persönlicher Akt der Vergeltung. Das wäre ein interessanter Ansatz, der Nekome von typischen Shootern unterscheiden würde.

Harold Ryan und ProbablyMonsters: Von Halo zu Nazi-Jägern

Harold Ryan ist eine Legende in der Gaming-Industrie, aber auch eine kontroverse Figur. Er startete 1998 als Game Tester bei Microsoft und arbeitete sich hoch zu Führungspositionen bei FASA Studios, Ensemble Studios (Age of Empires) und schließlich Bungie. Bei Bungie war er von 2000 bis 2016 in verschiedenen Rollen tätig und wurde 2007 CEO. Unter seiner Führung wuchs Bungie von unter 100 auf über 600 Mitarbeiter und veröffentlichte Halo 3, Halo 3: ODST, Halo Reach und Destiny.

Ryan war maßgeblich daran beteiligt, Bungies Trennung von Microsoft 2007 zu verhandeln, ein deal, der Bungie als unabhängiges Studio etablierte. Er sicherte strategische Partnerschaften mit Activision, Sony und Microsoft, die über eine Milliarde Dollar Funding brachten und Milliarden mehr an Revenue generierten. 2015 gewann Destiny unter seiner Leitung Game of the Year Awards. Ryan verließ Bungie Anfang 2016 – die Umstände waren nicht ganz klar, aber es wurde spekuliert, dass es interne Spannungen gab.

2016 gründete Ryan ProbablyMonsters mit einer Vision: Ein „builder of sustainable game studios“ zu schaffen, das AAA-Games entwickelt, aber auch Entwicklern eine gesunde Arbeitsumgebung bietet. Das Studio raised hunderte Millionen Dollar an Funding und gründete mehrere Tochter-Studios, darunter Firewalk Studios, Cauldron und Battle Barge. Firewalk entwickelte ein Multiplayer-Spiel für PlayStation und wurde 2023 an Sony verkauft – das Spiel war Concord, das berüchtigte Live-Service-Disaster, das nach nur zwei Wochen eingestellt wurde.

Cauldron wurde im September 2023 geschlossen, mit Layoffs. Battle Barge entwickelte offenbar ein Third-Person-Shooter-Live-Service-Spiel codenamed „Project Vance“, das gecancelt wurde. Assets davon wurden angeblich für Storm Lancers wiederverwendet. ProbablyMonsters hat also eine turbulente Geschichte hinter sich – viele Projekte, viele Layoffs, wenige successful Releases. Nekome ist der Versuch, sich neu zu erfinden.

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Die Kontroverse: Layoffs kurz vor der Ankündigung

Hier wird es unangenehm. Laut Game Developer hat ProbablyMonsters im Januar und Februar 2026 – also nur Wochen vor der Nekome-Ankündigung – Mitarbeiter in zwei Wellen entlassen. Die erste Welle fand Anfang Januar statt und traf das Ire: A Prologue-Team. Die zweite Welle Ende Januar/Anfang Februar betraf QA-Mitarbeiter. Die genaue Anzahl der entlassenen Personen ist unbekannt, aber ehemalige Mitarbeiter posteten auf Social Media über ihre Entlassungen.

Das ist nicht das erste Mal. Im September 2025 gab es bereits Layoffs bei ProbablyMonsters, und ehemalige Mitarbeiter berichteten Game Developer von Mismanagement und strategisch gestaffelten Layoffs. Die Vorwürfe: CEO Harold Ryan greenlight ständig neue Projekte, stellt Entwickler ein, um diese Projekte zu machen, und entlässt sie dann nur Monate später, wenn die Projekte gecancelt oder die Studios geschlossen werden. Ryan sagte damals, das Studio sei „on the path to sustainability“, aber die aktuellen Layoffs widersprechen dem.

Die Timing ist schlecht. Ein Spiel über das Töten von Nazis anzukündigen, während man gleichzeitig Mitarbeiter entlässt, sendet gemischte Signale. Einerseits will ProbablyMonsters mit Nekome eine Geschichte über Gerechtigkeit und Rache erzählen. Andererseits behandelt das Studio seine eigenen Leute offenbar nicht gut. Das wird in der Gaming-Community diskutiert, und einige Leute boykottieren das Spiel bereits aufgrund der Arbeits-Praktiken von ProbablyMonsters.

Ryan selbst machte nach dem Concord-Disaster (Firewalk/Sony) eine kontroverse Aussage. In einer internen Slack-Message (von Game Developer gesehen) sagte er, das Firewalk-Team habe „refused to listen for years“. Das kam nicht gut an – viele sahen es als Blame-Shifting, obwohl Firewalk unter ProbablyMonsters gegründet und entwickelt wurde, bevor Sony es kaufte. Ryan distanzierte sich von Concords Problemen, aber seine eigenen Studios haben ebenfalls Schwierigkeiten.

Grindhouse-Inspiration: Tarantino lässt grüßen

Nekome positioniert sich als Grindhouse-Game, und das ist eine bewusste künstlerische Entscheidung. Grindhouse-Cinema – benannt nach den „grind houses“, billigen Kinos, die B-Movies in Dauerschleife zeigten – ist ein Genre, das für Low-Budget-Ästhetik, excessive Gewalt, exploitation-Themen und moralisch simple Narrativen bekannt ist. Filme wie Death Proof, Planet Terror, Machete (alle von Tarantino/Rodriguez) sind moderne Hommagen an diesen Stil.

Inglourious Basterds ist wahrscheinlich das bekannteste Grindhouse-Movie über das Töten von Nazis. Tarantinos Film zeigt eine Gruppe jüdischer Soldaten, die Nazis skalpieren und auf brutale Weise ermorden – präsentiert als pulpy, über-the-top Exploitation-Film. Nekome scheint einen ähnlichen Ansatz zu nehmen, allerdings aus der Perspektive eines Roma statt jüdischer Charaktere.

Die Frage ist: Funktioniert Grindhouse-Ästhetik in Videospielen? Es gab Versuche – No More Heroes, Shadows of the Damned, Lollipop Chainsaw –, aber keiner wurde mainstream-erfolgreich. Grindhouse ist ein Nischen-Geschmack, und viele Spieler finden die Mischung aus cartoonish Visuals und extremer Gewalt unangenehm oder geschmacklos. Nekome muss die Balance finden zwischen stylish und respectful, zwischen entertaining und exploitative.

PCGamesN beschreibt den Teaser als „so violent it makes Tarantino look tame“. Das ist Marketing-Hyperbole, aber es zeigt die Richtung. Nekome will schockieren, provozieren, Aufmerksamkeit erregen. Das ist ein riskanter Move in einer Zeit, wo Gewalt in Videospielen intensiv diskutiert wird. Aber es könnte auch funktionieren, wenn das Gameplay gut ist und die Story respektvoll mit dem historischen Kontext umgeht.

Die Roma-Perspektive: Eine wichtige, aber riskante Story

Dass Nekome einen Roma-Protagonisten hat, ist bemerkenswert. Roma wurden während des Holocaust massiv verfolgt – der Porajmos (auch Samudaripen oder „Zigeunerverfolgung“) kostete schätzungsweise 200.000 bis 500.000 Roma das Leben. Sie wurden in Konzentrationslager deportiert, zwangssterilisiert, ermordet. Die genauen Zahlen sind umstritten, weil viele Roma-Opfer nicht systematisch dokumentiert wurden.

Trotzdem ist die Verfolgung der Roma im Mainstream-Bewusstsein weniger präsent als der Holocaust gegen jüdische Menschen. Es gibt wenige Filme, Bücher oder Spiele, die die Roma-Erfahrung im WW2 thematisieren. Nekome könnte eine Chance sein, diese Geschichte zu erzählen und Bewusstsein zu schaffen. Aber es ist auch riskant – wenn das Spiel die Roma-Kultur stereotypisiert, historische Fakten falsch darstellt oder die Gewalt exploitiert, könnte es mehr Schaden anrichten als Gutes tun.

ProbablyMonsters hat noch keine Details darüber veröffentlicht, ob Roma-Berater in die Entwicklung involviert sind oder ob historische Recherche betrieben wurde. Das wird wichtig sein. Spiele wie Wolfenstein: The New Order und Inglourious Basterds können sich erlauben, alternate-history Pulp zu sein, weil sie klar als Fantasie gerahmt sind. Nekome spielt in der realen Geschichte, mit einem realen Genozid als Hintergrund. Das erfordert Sensibilität.

Gleichzeitig: Ein Rache-Spiel gegen Nazis ist moralisch relativ einfach. Nazis sind universell akzeptierte Bösewichte. Niemand wird argumentieren, dass es unethisch ist, virtuelle Nazis zu töten. Das gibt Nekome Freiheit, brutal und stylish zu sein, ohne große moralische Debatten auszulösen. Solange das Spiel die Roma-Perspektive respektiert und nicht trivialis iert, könnte es funktionieren.

Gameplay-Details: Was wir wissen (und was nicht)

Die Gameplay-Informationen sind noch dünn. ProbablyMonsters beschreibt Nekome als Third-Person Action Combat Game mit Stealth-Elementen. Spieler werden feindliche Routen scouten, Angriffe planen und mit einer Mischung aus Stealth und brutalem Nahkampf zuschlagen. Das klingt nach Splinter Cell trifft auf The Last of Us – methodisches Vorgehen mit explosiven, gewalttätigen Payoffs.

Die „grounded finishing moves“ sind interessant. Das deutet darauf hin, dass die Kill-Animationen realistisch und physikalisch plausibel sind, keine über-the-top God of War-artigen Fatalities. Der Teaser zeigt Vano, wie er ein Messer benutzt – mehrmals in den Bauch, dann durchs Kinn. Das ist brutal, aber anatomisch logisch. Es fühlt sich nicht wie ein Arcade-Spiel an, sondern wie eine echte, schmerzhafte Tötung.

Die Entwickler sagen, „every encounter carries lasting consequences“. Das könnte mehrere Dinge bedeuten. Vielleicht hat jeder Kill narrative Auswirkungen – NPCs reagieren auf deine Taten, Storylines ändern sich. Oder es bedeutet mechanische Konsequenzen – Feinde werden alarmiert, Routen werden gesperrt, zukünftige Missionen werden schwieriger. Oder beides. Details fehlen, aber die Formulierung klingt ambitioniert.

Es gibt keine Infos zu Waffen. Der Teaser zeigt ein Messer, aber es ist unwahrscheinlich, dass das die einzige Waffe ist. WW2-Games haben typischerweise ein Arsenal – Pistolen, Gewehre, Granaten. Aber Nekome fokussiert sich auf Nahkampf, also werden Schusswaffen wahrscheinlich sekundär sein. Vielleicht gibt es auch Improvised Weapons – Werkzeuge, Haushaltsgegenstände, die Vano in Waffen verwandelt. Das würde zum Grindhouse-Vibe passen.

Die Umgebungen sind ebenfalls unklar. „Across war-torn Europe“ ist vage. Deutschland? Frankreich? Polen? Italien? Alle? Das Spiel könnte episodisch strukturiert sein – verschiedene Kapitel in verschiedenen Ländern, jedes mit eigenen Zielen, Feinden, Environments. Oder es könnte ein offeneres Design haben, wo Vano durch eine große, zusammenhängende Welt reist. Wir wissen es nicht.

Vergleiche: Wolfenstein, Sniper Elite, Dishonored

Nekome erinnert an mehrere existierende Games, aber keines trifft es ganz. Wolfenstein ist der offensichtliche Vergleich – Nazi-Killing in Videospiel-Form. Aber Wolfenstein ist First-Person, action-heavy, und hat einen alternate-history Sci-Fi-Twist (Robo-Nazis, übernatürliche Elemente). Nekome ist Third-Person, Stealth-fokussiert, und spielt in der realen Geschichte.

Sniper Elite ist näher dran. Die Serie spielt im WW2, hat Stealth-Elemente, und bekannt für ihre brutalen X-Ray-Kill-Cams. Aber Sniper Elite fokussiert sich auf Scharfschützen-Gameplay aus der Distanz. Nekome ist up-close und personal – Messer, Hände, direkter Kontakt. Das ist intimer, persönlicher, emotionaler.

Dishonored ist vielleicht die beste Parallele. Third-Person Stealth (okay, Dishonored ist First-Person, aber das Stealth-Design ist ähnlich), fokussiert auf Infiltration und präzise Kills, mit stylized Visuals und einer Revenge-Narrative. Nekome könnte Dishonored’s Stealth-Sandbox-Design nehmen und es in ein WW2-Setting übertragen. Das wäre ein smarter Move.

Es gibt auch Parallelen zu The Last of Us in Bezug auf viszerale Gewalt und emotionale Storytelling. Joel’s Rachefeldzug in TLOU2 ist thematisch ähnlich zu Vanos Journey – beide sind von Grief und Rage angetriebene Charaktere, die einen blutigen Pfad hinterlassen. Aber TLOU hat eine moralisch komplexe Narrative, die Gewalt hinterfragt. Nekome scheint einfacher zu sein – Nazis sind böse, sie zu töten ist gerechtfertigt, Ende der Diskussion.

Release und Plattformen: Noch viele Fragezeichen

ProbablyMonsters hat weder Release-Datum noch Plattformen angekündigt. Das deutet darauf hin, dass Nekome noch weit entfernt ist – wahrscheinlich mindestens 1-2 Jahre. Die GDC im März 2026 wird mehr Details bringen, aber selbst dann erwarte ich kein konkretes Release-Fenster. 2027 ist optimistisch, 2028 realistischer.

Was Plattformen betrifft: Wahrscheinlich PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S. ProbablyMonsters hat in der Vergangenheit Multi-Plattform released (Storm Lancers ist auf PC/PS5/Xbox). Es ist unwahrscheinlich, dass Nekome exklusiv wird – das Studio braucht eine breite Audience, um erfolgreich zu sein. Switch ist fraglich – die Hardware könnte zu schwach sein für die Grafik und Performance, die Nekome braucht.

Game Pass wäre eine Möglichkeit. Microsoft hat in der Vergangenheit Deals mit indie Studios gemacht, um Spiele Day-One in den Game Pass zu bringen. ProbablyMonsters könnte so ein Deal interessant finden – guaranteed Audience, upfront Payment. Aber das würde bedeuten, dass das Spiel exklusiv auf Xbox/PC kommt, was Revenue von PlayStation-Spielern verliert. Trade-offs.

Community-Reaktionen: Hype und Skepsis

Die Reaktionen auf Nekome sind gemischt. Einige Spieler sind begeistert von der Premise – endlich ein WW2-Spiel, das sich traut, brutal und stylish zu sein, das nicht den typischen Soldat-Heldenstory erzählt, sondern eine persönliche Revenge-Narrative. Der Grindhouse-Vibe resoniert mit Fans von Tarantino und exploitation Cinema. Der Teaser ist viral gegangen, mit Millionen Views auf YouTube und Social Media.

Andere sind skeptisch. Der ex-Bungie-CEO macht ein Nazi-Killing-Game – das klingt wie eine Midlife-Crisis-Projekt. Die Layoffs kurz vor der Ankündigung hinterlassen einen schlechten Beigeschmack. Einige Spieler boykottieren das Spiel bereits und sagen, sie wollen keine Firma unterstützen, die ihre Mitarbeiter schlecht behandelt. Das ist ein reales Problem für ProbablyMonsters – die Gaming-Community ist zunehmend sensibel für Arbeits-Praktiken in der Industrie.

Es gibt auch Bedenken über Geschmack. Ist ein pulpy, Grindhouse-inspiriertes Spiel über den Holocaust angemessen? Kann man eine reale Tragödie als Entertainment-Vehikel nutzen, ohne sie zu trivialisieren? Das sind berechtigte Fragen, und die Antworten hängen davon ab, wie respektvoll ProbablyMonsters mit dem Material umgeht. Wenn das Spiel die Roma-Geschichte ernst nimmt und nicht nur als Excuse für Gewalt-Porn benutzt, könnte es funktionieren. Wenn nicht, wird es Backlash geben.

Auf Reddit und Gaming-Foren gibt es viel Diskussion über den Art Style. Einige Leute lieben die stilisierte, cartoon-artige Grafik – sie macht die Gewalt weniger real, mehr wie eine Comic-Fantasie. Andere finden es jarring – die cute, bunten Visuals kontrastieren uncomfortable mit dem brutalen Content. Es ist Geschmackssache, aber es polarisiert definitiv.

GDC März 2026: Was kommt als nächstes?

ProbablyMonsters hat versprochen, mehr Details auf der Game Developers Conference im März 2026 zu zeigen. Das ist nur ein paar Wochen entfernt. Was können wir erwarten? Wahrscheinlich ein längerer Gameplay-Trailer, der zeigt wie Stealth funktioniert, wie Kämpfe ablaufen, wie die Umgebungen aussehen. Vielleicht eine Demo für Presse und Influencer. Möglicherweise ein Release-Fenster – auch wenn es vage sein wird („2027“ oder „Coming Soon“).

Es wäre auch smart, wenn ProbablyMonsters auf der GDC über ihre Recherche spricht – ob sie mit Roma-Communities konsultiert haben, welche historischen Berater involviert sind, wie sie planen, die Story respektvoll zu erzählen. Das würde einige der Bedenken adressieren und zeigen, dass das Studio die Verantwortung ernst nimmt.

Die GDC ist auch eine Chance, die Layoff-Kontroverse anzusprechen. Ein Statement von Harold Ryan über die Arbeits-Praktiken bei ProbablyMonsters, ein Commitment zu besserer Behandlung von Mitarbeitern, könnte helfen, das Image zu reparieren. Ob das passieren wird, ist fraglich – CEOs vermeiden typischerweise, über Layoffs zu sprechen, weil es bad PR ist. Aber Schweigen ist auch bad PR.

Nach der GDC wird Nekome wahrscheinlich auf größeren Gaming-Events gezeigt – Summer Game Fest, Gamescom, The Game Awards. Das ist der typische Hype-Cycle für ein Spiel, das 1-2 Jahre vor Release ist. Jedes Event bringt einen neuen Trailer, neue Screenshots, neue Info-Drops. Das hält das Spiel im Gespräch und baut Anticipation auf.

Fazit: Ambitioniert, kontrovers, und faszinierend

Nekome: Nazi Hunter ist eines der überraschendsten Game-Announcements der letzten Monate. Ein ex-Bungie-CEO macht ein Grindhouse-inspiriertes WW2-Rache-Spiel mit einem Roma-Protagonisten – das ist nicht die Art von Projekt, die man von jemandem mit Harold Ryans Hintergrund erwartet. Es ist ambitioniert, riskant, und potenziell problematisch. Aber es ist auch faszinierend.

Das Spiel hat die Chance, eine wichtige Story zu erzählen, die selten gehört wird. Die Verfolgung der Roma im Holocaust ist ein dunkles Kapitel der Geschichte, das mehr Aufmerksamkeit verdient. Wenn ProbablyMonsters das respektvoll umsetzt, könnte Nekome educational und entertaining zugleich sein. Wenn nicht, könnte es als geschmackloser Exploitation-Trash abgestempelt werden.

Die Gameplay-Premise ist solide. Third-Person Stealth-Action mit brutalem Nahkampf hat Potenzial, besonders wenn die Mechaniken tight sind und die Umgebungen interessant designed sind. Der Grindhouse-Stil differenziert Nekome von anderen WW2-Games und gibt ihm eine einzigartige Identität. Das könnte reichen, um Aufmerksamkeit zu generieren und eine Nischen-Audience zu finden.

Die Kontroversen um ProbablyMonsters – die Layoffs, die Concord-Verbindung, Ryans umstrittene Statements – sind ein Problem. Sie werfen einen Schatten über das Projekt und könnten potenzielle Käufer abschrecken. ProbablyMonsters muss diese Issues adressieren und zeigen, dass sie sich gebessert haben, sonst wird Nekome immer mit dem Baggage assoziiert sein.

Ich bin vorsichtig optimistisch. Der Teaser ist brutal, stylish, und intriguing. Die Premise ist interessant. Aber es gibt so viele Fragezeichen – Gameplay-Details, historische Akkuratheit, Release-Zeitpunkt, Arbeits-Praktiken. Die GDC im März wird mehr Klarheit bringen. Bis dahin bleibt Nekome: Nazi Hunter ein faszinierendes, aber unsicheres Projekt. Ein Spiel, das entweder brillant oder disastrous sein könnte – und im Moment ist es unmöglich zu sagen, welches.

FAQ: Die 10 wichtigsten Fragen zu Nekome: Nazi Hunter

Was ist Nekome: Nazi Hunter?

Nekome: Nazi Hunter ist ein Single-Player Third-Person Action Combat Game von ProbablyMonsters, in dem du als Vano Nastasu, ein junger Roma-Mann, auf einem Rachefeldzug gegen Nazis im WW2-Europa bist. Das Spiel kombiniert Stealth-Gameplay mit brutalem Nahkampf und ist von Grindhouse-Cinema inspiriert.

Wann kommt Nekome: Nazi Hunter raus?

Ein Release-Datum wurde nicht angekündigt. Das Spiel wurde am 3. Februar 2026 revealed, und mehr Details werden auf der GDC im März 2026 gezeigt. Realistisch ist ein Release frühestens 2027, wahrscheinlicher 2028.

Auf welchen Plattformen erscheint das Spiel?

Plattformen wurden nicht bestätigt. Wahrscheinlich sind PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S. Nintendo Switch ist fraglich aufgrund der Hardware-Anforderungen.

Wer entwickelt Nekome: Nazi Hunter?

ProbablyMonsters, gegründet 2016 von Harold Ryan, dem ehemaligen CEO von Bungie (Halo, Destiny). Das Studio hat zuvor Storm Lancers und Ire: A Prologue released.

Was bedeutet „Nekome“?

„Nekome“ ist Hebräisch für „Rache“ – passend zur Story des Spiels, in der Protagonist Vano Nastasu Rache für die Ermordung seiner Familie durch Nazis nimmt.

Ist das Spiel wie Wolfenstein?

Ähnlich in der Premise (Nazis töten), aber unterschiedlich im Gameplay. Wolfenstein ist ein First-Person Shooter mit Sci-Fi-Elementen. Nekome ist Third-Person, Stealth-fokussiert, und spielt in der realen Geschichte ohne übernatürliche Elemente.

Wie brutal ist Nekome wirklich?

Sehr brutal. Der Teaser zeigt viszerale Messer-Kills mit realistischen Animationen und viel Blut. Das Spiel ist M-rated (Mature) und von Grindhouse-Cinema inspiriert, bekannt für excessive Gewalt. Es ist definitiv nichts für jüngere Spieler.

Gibt es eine Kontroverse um das Spiel?

Ja. ProbablyMonsters hat kurz vor der Ankündigung Mitarbeiter entlassen (Januar/Februar 2026), was zu Kritik führte. Das Studio hat auch eine Geschichte von Layoffs und gescheiterten Projekten. Einige Spieler boykottieren das Spiel deshalb.

Warum ein Roma-Protagonist?

Roma wurden während des Holocaust massiv verfolgt (Porajmos), aber ihre Geschichte ist weniger bekannt als die jüdischer Opfer. Nekome könnte Bewusstsein schaffen, allerdings ist unklar, wie respektvoll das Spiel mit dem Thema umgeht.

Wo kann ich mehr Infos bekommen?

Die offizielle Website ist live, und es gibt einen Discord-Server für Updates. Mehr Details werden auf der Game Developers Conference (GDC) im März 2026 gezeigt.

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