PS5 preis euro

PlayStation 5 im Test: Sonys Next-Gen-Konsole setzt neue Maßstäbe

Sieben Jahre sind eine lange Zeit

Als ich im November 2013 meine PlayStation 4 zum ersten Mal anschloss, ahnte ich nicht, wie sehr sich Gaming in den folgenden Jahren verändern würde. Sieben Jahre später halte ich nun die PlayStation 5 in den Händen und frage mich: Hat sich das Warten gelohnt? Die Antwort vorweg: Ja, und zwar mehr als erwartet. Sony hat nicht einfach nur eine leistungsstärkere Konsole gebaut, sondern das Spielerlebnis grundlegend neu gedacht.

In diesem Test nehme ich beide Varianten der PS5 unter die Lupe. Die Standard-Version mit Ultra-HD-Blu-ray-Laufwerk für 499 Euro und die Digital Edition ohne Laufwerk für 399 Euro. Nach einer Woche intensiven Testens kann ich sagen: Die neue Generation fühlt sich wirklich wie ein Generationssprung an.

Design mit Wiedererkennungswert

Schon beim Auspacken wird klar: Sony geht neue Wege. Das futuristische Design in Weiß und Schwarz polarisiert, aber ich finde es gelungen. Die geschwungenen Seitenteile erinnern an einen hochgeklappten Kragen und verleihen der Konsole eine einzigartige Silhouette. Mit Abmessungen von 39 mal 26 mal 10,4 Zentimetern ist die PS5 allerdings ein echtes Ungetüm. Sie ist deutlich größer als die Xbox Series X und beansprucht im Wohnzimmerregal ordentlich Platz.

Das Gewicht von 4,5 Kilogramm bei der Disc-Version unterstreicht die massiven Ausmaße. Die Digital Edition fällt etwas schlanker und leichter aus, da ihr das Laufwerk fehlt. Positiv: Im Lieferumfang befindet sich ein Standfuß, mit dem sich die Konsole sowohl vertikal als auch horizontal aufstellen lässt. Die Verarbeitung ist hochwertig, die matten Oberflächen wirken edel und sind weniger anfällig für Fingerabdrücke als der Klavierlack der PS4.

Die Hardware: Endlich echte Next-Gen-Power

Das Herzstück der PS5 bildet ein Custom-Chip von AMD. Die CPU basiert auf der Zen-2-Architektur mit acht Kernen und einer Taktfrequenz von bis zu 3,5 GHz. Damit übertrifft sie die PS4 Pro um ein Vielfaches. Die GPU nutzt AMDs RDNA-2-Architektur und liefert 10,28 TFLOPS Rechenleistung. Zum Vergleich: Die Standard-PS4 kam auf gerade einmal 1,84 TFLOPS.

Was diese Zahlen in der Praxis bedeuten? Spiele laufen in nativer 4K-Auflösung mit stabilen 60 Bildern pro Sekunde. Titel wie Spider-Man: Miles Morales bieten sogar einen Performance-Modus mit 60 fps oder einen Fidelity-Modus mit Ray Tracing bei 30 fps. Das hardwarebeschleunigte Ray Tracing sorgt für fotorealistische Spiegelungen und Beleuchtungseffekte, wie man sie bisher nur von High-End-PCs kannte.

Der Arbeitsspeicher beträgt großzügige 16 GB GDDR6-RAM mit einer Bandbreite von 448 GB pro Sekunde. Diese Werte ermöglichen nicht nur beeindruckende Grafik, sondern auch größere und detailreichere Spielwelten ohne störende Nachladeruckler.

Die SSD: Ein Gamechanger im wahrsten Sinne

Wenn mich jemand fragt, was die PS5 am meisten von ihrer Vorgängerin unterscheidet, dann ist es die SSD. Die 825 GB große Custom-SSD erreicht Lesegeschwindigkeiten von 5,5 GB pro Sekunde. Das ist schneller als alles, was derzeit in PCs verbaut wird. Die Auswirkungen sind dramatisch: Ladezeiten gehören praktisch der Vergangenheit an.

Ein konkretes Beispiel: In Spider-Man auf der PS4 dauerte das Laden eines Spielstands etwa 15 Sekunden. In Spider-Man: Miles Morales auf der PS5? Unter zwei Sekunden. Schnellreisen fühlt sich an wie ein Teleport. Auch das Wechseln zwischen laufenden Spielen über die neue Activity-Cards-Funktion geht blitzschnell. Man gewöhnt sich erschreckend schnell an diesen Komfort und möchte nicht mehr zurück.

Die 825 GB Speicherkapazität klingen zunächst großzügig, aber nach Abzug des Betriebssystems bleiben etwa 667 GB nutzbar. Bei Spielegrößen von 40 bis 80 GB füllt sich der Speicher schnell. Sony hat einen M.2-Slot für Speichererweiterungen vorgesehen, der allerdings zum Launch noch nicht freigeschaltet ist. Ein Firmware-Update soll dies nachholen. Externe USB-Festplatten funktionieren für PS4-Spiele, PS5-Titel müssen jedoch auf der internen SSD oder einer kompatiblen M.2-SSD liegen.

YouTube player

DualSense: Der Controller, der alles verändert

Sony hat beim neuen Controller nicht einfach nur das Design überarbeitet. Der DualSense ist eine Revolution. Die beiden Hauptneuerungen sind das haptische Feedback und die adaptiven Trigger, und beide muss man selbst erlebt haben, um sie zu verstehen.

Das haptische Feedback ersetzt die groben Rumble-Motoren früherer Controller durch präzise Vibrationsmuster. In Astro’s Playroom, dem vorinstallierten Showcase-Spiel, spürt man unterschiedliche Untergründe: Sand knirscht anders als Metall, Regen prasselt sanft auf den Händen. Es fühlt sich an, als würde man die Spielwelt tatsächlich berühren.

Die adaptiven Trigger bieten variablen Widerstand. Beim Spannen eines Bogens erhöht sich der Druck, beim Durchtreten eines Gaspedals im Schlamm spürt man den Widerstand. In Spider-Man: Miles Morales fühlt sich das Abfeuern der Netze unterschiedlich an je nach Situation. Diese Features klingen wie Gimmicks, aber sie vertiefen die Immersion auf eine Weise, die ich nicht erwartet hatte.

Der DualSense ist außerdem größer und schwerer als der DualShock 4, liegt aber ausgezeichnet in der Hand. Er verfügt über ein eingebautes Mikrofon für schnelle Sprachchats, einen USB-C-Anschluss zum Laden und eine verbesserte Akkulaufzeit. Der Share-Button wurde durch einen Create-Button ersetzt, der erweiterte Aufnahmeoptionen bietet.

Benutzeroberfläche: Aufgeräumt und funktional

Sony hat die Benutzeroberfläche komplett überarbeitet. Das neue Control Center lässt sich jederzeit mit der PlayStation-Taste aufrufen, ohne das Spiel zu verlassen. Hier findet man Schnellzugriff auf Freunde, Einstellungen, Downloads und mehr.

Die Activity Cards sind ein cleveres neues Feature. Sie zeigen spielspezifische Informationen wie verfügbare Missionen, Sammelobjekte oder Trophäen-Fortschritte direkt auf dem Startbildschirm an. Noch besser: Man kann direkt in bestimmte Spielabschnitte springen, sofern das Spiel dies unterstützt. Bei Demon’s Souls lässt sich so beispielsweise direkt ein bestimmter Bosskampf ansteuern.

Die Oberfläche ist übersichtlich, aber es dauert etwas, bis man sich an die neue Struktur gewöhnt hat. Einige Funktionen sind tiefer in Menüs versteckt als auf der PS4. Insgesamt macht Sony hier aber vieles richtig und schafft eine moderne, schnelle Benutzerführung.

Standard vs. Digital Edition: Welche Version lohnt sich?

Die Digital Edition kostet 100 Euro weniger und verzichtet auf das Ultra-HD-Blu-ray-Laufwerk. Technisch sind beide Versionen identisch: gleiche CPU, gleiche GPU, gleiche SSD. Wer seine Spiele ohnehin nur digital kauft und kein Interesse an 4K-Blu-rays hat, spart mit der Digital Edition bares Geld.

Allerdings gibt es Argumente für die Disc-Version: Gebrauchte Spiele kaufen und verkaufen, Leih-Discs von Freunden, günstigere Preise im Einzelhandel. Langfristig kann das die Preisdifferenz von 100 Euro wettmachen. Außerdem ist man mit dem Laufwerk flexibler für die Zukunft.

Meine Empfehlung: Wer bereits eine große digitale Bibliothek besitzt und PlayStation Plus abonniert hat, fährt mit der Digital Edition gut. Alle anderen sollten die 100 Euro investieren.

Launch-Lineup: Qualität statt Quantität

Zum Start der PS5 sind mehrere hochkarätige Titel verfügbar. Das Highlight für viele dürfte Demon’s Souls von Bluepoint Games sein. Das Remake des PS3-Klassikers ist grafisch atemberaubend und zeigt eindrucksvoll, was die neue Hardware leisten kann. Für Fans des Souls-Genres ein Pflichtkauf.

Spider-Man: Miles Morales knüpft an den Erfolg des Vorgängers an. Das Standalone-Abenteuer ist kürzer als das Original, aber nicht weniger beeindruckend. Die Ray-Tracing-Spiegelungen in den Hochhausschluchten New Yorks sind ein visuelles Fest.

Sackboy: A Big Adventure bietet familienfreundlichen Plattformer-Spaß mit Koop-Modus. Astro’s Playroom ist auf jeder PS5 vorinstalliert und dient als perfekte Demonstration der DualSense-Features. Es ist überraschend umfangreich und macht mehr Spaß, als man von einem Gratis-Spiel erwarten würde.

Dazu kommt die PlayStation Plus Collection: Abonnenten erhalten Zugriff auf 18 PS4-Klassiker wie God of War, The Last of Us Remastered, Bloodborne, Resident Evil 7, Persona 5 und weitere. Wer diese Titel noch nicht gespielt hat, bekommt hier enormen Mehrwert geboten.

Abwärtskompatibilität: PS4-Bibliothek willkommen

Sony gibt an, dass 99 Prozent aller PS4-Spiele auf der PS5 laufen. In meinen Tests konnte ich keine Probleme feststellen. Die Titel profitieren von der stärkeren Hardware: Stabilere Bildraten, kürzere Ladezeiten und in einigen Fällen höhere Auflösungen. Spiele mit dynamischer Auflösung erreichen häufiger ihre Obergrenze.

Besonders beeindruckend: Einige Entwickler bieten kostenlose Upgrades auf PS5-optimierte Versionen an. Die PS4-Version eines Spiels wird dann durch eine verbesserte PS5-Fassung ersetzt. Ghost of Tsushima beispielsweise soll in den kommenden Monaten ein solches Upgrade erhalten.

Der DualShock-4-Controller funktioniert ebenfalls an der PS5, allerdings nur für PS4-Spiele. Für native PS5-Titel wird ein DualSense benötigt.

Lautstärke und Stromverbrauch

Die PS4 Pro war unter Last ein regelrechter Staubsauger. Die PS5 verhält sich deutlich zurückhaltender. Selbst bei grafisch anspruchsvollen Titeln wie Demon’s Souls bleibt die Konsole angenehm leise. Ein leichtes Lüftergeräusch ist wahrnehmbar, aber nie störend. Das Laufwerk beim Einlesen von Discs ist lauter als die Kühlung, aber auch hier bewegt man sich im akzeptablen Bereich.

Der Stromverbrauch liegt je nach Auslastung zwischen 40 und 200 Watt. Im Standby-Modus zieht die Konsole minimal Strom, lädt aber auf Wunsch den Controller und hält die Konsole für Remote Play bereit.

Fazit: Ein gelungener Generationssprung

Die PlayStation 5 ist die beeindruckendste Konsole, die Sony je gebaut hat. Die blitzschnelle SSD verändert fundamental, wie wir Spiele erleben. Der DualSense-Controller ist kein Gimmick, sondern echte Innovation. Und die Hardware-Leistung ermöglicht Grafik auf einem Niveau, das bisher High-End-PCs vorbehalten war.

Natürlich gibt es Kritikpunkte: Die gigantischen Ausmaße sind nicht für jedes Wohnzimmer geeignet. Der Speicherplatz füllt sich schnell. Und das Launch-Lineup ist zwar qualitativ hochwertig, aber überschaubar. Doch das sind Luxusprobleme. Wer jetzt einsteigt, erlebt den Beginn einer vielversprechenden neuen Generation.

Die Digital Edition ist eine clevere Option für Sparfüchse, aber die Disc-Version bietet mehr Flexibilität. Unterm Strich liefert Sony mit der PlayStation 5 genau das, was man sich von einer neuen Konsolengeneration erhofft: einen spürbaren Sprung nach vorne, der Lust auf die kommenden Jahre macht.

Wertung

9/10

Pro und Contra

Pro

  • Blitzschnelle SSD eliminiert Ladezeiten nahezu vollständig
  • DualSense-Controller mit revolutionärem haptischem Feedback
  • Leistungsstarke Hardware ermöglicht 4K und Ray Tracing
  • Sehr leiser Betrieb auch unter Last
  • Hervorragende Abwärtskompatibilität zu PS4-Spielen
  • PlayStation Plus Collection bietet enormen Mehrwert
  • Moderne, schnelle Benutzeroberfläche

Contra

  • Sehr große Abmessungen benötigen viel Platz
  • Nur 667 GB nutzbarer Speicherplatz
  • M.2-Erweiterungsslot zum Launch noch nicht nutzbar
  • Launch-Lineup quantitativ überschaubar
  • Disc-Laufwerk etwas laut beim Einlesen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was kostet die PlayStation 5?

Die PlayStation 5 mit Disc-Laufwerk kostet 499 Euro. Die Digital Edition ohne Laufwerk ist für 399 Euro erhältlich.

Kann ich meine PS4-Spiele auf der PS5 spielen?

Ja, die PS5 ist zu 99 Prozent aller PS4-Spiele abwärtskompatibel. Die Titel profitieren zudem von schnelleren Ladezeiten und stabileren Bildraten.

Was ist der Unterschied zwischen PS5 und PS5 Digital Edition?

Die Digital Edition verzichtet auf das Ultra-HD-Blu-ray-Laufwerk und ist daher 100 Euro günstiger. Die interne Hardware ist bei beiden Versionen identisch.

Welche Spiele erscheinen zum Launch der PS5?

Zu den wichtigsten Launch-Titeln gehören Demon’s Souls, Spider-Man: Miles Morales, Sackboy: A Big Adventure und Astro’s Playroom. PlayStation-Plus-Abonnenten erhalten zusätzlich Zugriff auf 18 PS4-Klassiker in der PlayStation Plus Collection.

Funktioniert mein DualShock-4-Controller an der PS5?

Der DualShock 4 funktioniert an der PS5, aber nur für PS4-Spiele. Für native PS5-Titel wird ein DualSense-Controller benötigt.

Wie groß ist die PlayStation 5?

Die PS5 misst 39 mal 26 mal 10,4 Zentimeter und wiegt 4,5 Kilogramm. Damit ist sie deutlich größer als ihre Vorgängerin und die Konkurrenz von Microsoft.

Kann ich den Speicher der PS5 erweitern?

Die PS5 verfügt über einen M.2-SSD-Slot zur Speichererweiterung, der jedoch zum Launch noch nicht freigeschaltet ist. Externe USB-Festplatten können für PS4-Spiele genutzt werden.

Ist die PS5 leiser als die PS4?

Ja, die PS5 arbeitet deutlich leiser als die PS4 Pro. Selbst unter Last bleibt das Lüftergeräusch angenehm zurückhaltend.

Hat dir dieser Beitrag gefallen?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil du diesen Beitrag nützlich fandest...

Teile ihn doch gerne in sozialen Netzwerken!

Es tut uns leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Was können wir verbessern?

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.