Fans von Capcoms Survival-Horror-Reihe müssen sich möglicherweise noch lange gedulden. Laut dem bekannten Insider Dusk Golem könnte Resident Evil 10 erst 2031 erscheinen. Der Grund: Capcom plant offenbar zunächst mehrere Remakes klassischer Serienteile.
Das kürzlich erschienene Resident Evil Requiem hat sich zum am schnellsten verkauften Spiel der Franchise-Geschichte entwickelt. Doch während viele Spieler noch mit dem neunten Hauptteil beschäftigt sind, richtet sich der Blick bereits auf die Zukunft der Reihe. Die Aussichten für einen baldigen zehnten Teil sind jedoch ernüchternd.
Dusk Golem, der in der Vergangenheit zahlreiche korrekte Informationen zur Resident Evil-Reihe lieferte, zeichnet eine klare Roadmap: Bevor Resident Evil 10 erscheint, will Capcom offenbar drei Remakes veröffentlichen. An erster Stelle steht Resident Evil: Code Veronica, das bereits weit fortgeschritten sein soll und möglicherweise Anfang 2027 erscheint. Danach folgen Neuauflagen von Resident Evil Zero und schließlich dem ersten Resident Evil.
Bei einem geschätzten Entwicklungszeitraum von zwei bis drei Jahren pro Projekt würde Resident Evil 10 damit frühestens 2030 oder 2031 in die Läden kommen. Dusk Golem selbst mahnt jedoch zur Vorsicht: Projekte könnten bei Capcom intern jederzeit neu priorisiert oder verschoben werden. Eine offizielle Bestätigung des Publishers steht aus.
Über die inhaltliche Ausrichtung von Resident Evil 10 ist noch nichts bekannt. Requiem führte mit Grace Ashcroft eine neue Protagonistin ein und brachte gleichzeitig den beliebten Leon S. Kennedy zurück. Ob der zehnte Teil diese Geschichte fortführt oder erneut einen Neuanfang wagt, bleibt Spekulation. Die Serie hat in der Vergangenheit beide Ansätze verfolgt: Village setzte die Geschichte von Resident Evil 7 direkt fort, während Requiem einen zeitlichen Sprung von rund 30 Jahren vollzog.
Interessanterweise räumte der Insider mit einem verbreiteten Missverständnis auf: Entgegen früherer Berichte befinde sich kein Remake von Resident Evil 5 in Entwicklung. Gerüchte darüber hatte er bereits mehrfach dementiert. Gute Nachrichten gibt es hingegen für Requiem-Spieler: Eine Story-Erweiterung sei fest eingeplant. Anders als zunächst gemunkelt handle es sich dabei jedoch um einen einzelnen DLC, nicht um zwei separate Erweiterungen. Gerüchten zufolge könnte Alyssa Ashcroft im Mittelpunkt stehen.
Capcom selbst hält sich zu konkreten Plänen bedeckt. In einem FAQ für Investoren bestätigte das Unternehmen lediglich, dass für das Geschäftsjahr 2026/2027 mehrere unangekündigte Spiele in der Pipeline sind. Die Resident-Evil-Reihe bleibt mit fast 200 Millionen verkauften Einheiten eine der wichtigsten Marken des Publishers. Das 30. Franchise-Jubiläum in diesem Jahr dürfte Capcom nutzen, um zumindest eines der gemunkelten Projekte offiziell anzukündigen.


