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Senjutsu: Battle for Japan im Test – Wenn Strategie auf Samurai-Ästhetik trifft

Paul D. Allen und James Faulkner haben mit Senjutsu: Battle for Japan ein taktisches Samurai-Duellspiel geschaffen, das Deck-Building-Mechaniken mit Hex-Grid-Positionierung verschmilzt. Das Resultat: Ein visuell beeindruckendes Erlebnis mit innovativen Mechaniken, das allerdings mit einer kontroversen Balance zwischen Taktik und Glücksfaktor ringt.

Feudaljapan als Kulisse: Setting mit funktionalem Ansatz

Senjutsu entführt in die Sengoku-Ära, jene turbulente Kriegsperiode nach dem Zusammenbruch des Ashikaga-Shogunats. Als Samurai unterschiedlicher Clans messen sich Spieler in taktischen Gefechten. Wer hier jedoch eine epische Erzählung erwartet, liegt falsch – die thematische Einbettung bleibt pragmatisch. Ehrlich ausgedrückt: Senjutsu ist Street Fighter in dreidimensionaler Umsetzung, eingehüllt in japanische Ästhetik.

Die vier Grundcharaktere – Student, Meister, Ronin und Ninja – verkörpern verschiedene Kampfphilosophien. Während der Student auf vielseitige Flexibilität und schrittweise Aggression setzt, brilliert der Meister durch akkurate, defensive Hiebe. Der Ronin dominiert mit massiver Rüstung und großer Reichweite, sein Gegenpol ist der Ninja mit seinen Tricks und explosiver Mobilität.

Die getestete Kickstarter-Variante mit sämtlichen Add-ons expandiert das Kämpfer-Lineup dramatisch: Ergänzende Charaktere wie die Onna-Bugeisha (Kriegerin), der Yojimbo (Leibwächter), der Ashigaru mit seinem loyalen Begleiter Hachiko sowie legendäre historische Persönlichkeiten wie Miyamoto Musashi und Sasaki Kojirō steigern den Wiederspielwert erheblich. Jeder dieser Kämpfer präsentiert eigene Mechaniken, Kampfstile und Kartenkollektionen, die das strategische Angebot massiv verbreitern.

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Kernmechanik: Simultanes Timing trifft taktische Positionierung

Das Herzstück: Simultane Kartenauswahl

Das zentrale Element von Senjutsu ist sein simultanes Kartenspiel-System. Jede Runde ziehen Spieler eine Karte und wählen dann verdeckt eine aus ihrer Hand. Nach gleichzeitigem Aufdecken werden Aktionen gemäß Initiative-Werten ausgeführt – typischerweise aktivieren mächtigere Karten später.

Dieser Mechanismus kreiert ein kontinuierliches Dilemma: Riskiere ich die kraftvolle Angriffskarte und nehme in Kauf, dass mein Kontrahent bereits ausgewichen ist? Oder spiele ich defensiv und verpasse eine kritische Chance? Das System erinnert an Wings of Glory oder Gloomhaven, konzentriert aber die Kartenauswahl auf eine einzelne Karte pro Durchgang.

Deck-Konstruktion und Individualisierung

Vor jeder Partie konstruieren Spieler aus einem Reservoir von circa 40 Karten ihr Deck. Jeder Charakter verfügt über exklusive Fähigkeitskarten sowie Zugang zu einem allgemeinen Pool. Einsteiger finden vorkonfigurierte Decks, während versierte Spieler ihre Strategie komplett personalisieren können.

Die Anpassbarkeit beeindruckt – defensive Kontrolle, aggressive Rushdown-Builds oder trickbasierte Setups sind realisierbar. Allerdings ergibt sich daraus: Wer zwischen Solo-Kampagne und Versus-Partien switcht, muss seine Decks grundlegend umbauen.

Das Hex-Schlachtfeld: Räumliche Dimension

Anders als klassische Kartenduellspiele läuft Senjutsu auf einem modularen Hex-Raster ab. Miniaturen navigieren über das Spielfeld, während 3D-Geländeelemente echte taktische Relevanz besitzen. Bambuswälder betäuben Kämpfer für vier Runden, Eisterrain reduziert die Handgröße – thematische Nuancen, die das Spielerlebnis anreichern.

Positionierung ist entscheidend: Flankenangriffe entfalten größere Wirkung, Reichweite variiert nach Waffentyp, und bestimmte Charaktere besitzen Spezialfähigkeiten in definierten Hexfeldern. Das verleiht der Kartenauswahl eine räumliche Dimension, die das Spiel von reinen Kartenduellen differenziert.

Senjutsu: Battle for Japan


Spielmodi: Von Solo-Kampagnen bis Team-Battles

Senjutsu präsentiert überraschend vielfältige Modi:

1v1-Duelle: Das Fundament des Spiels und sein kraftvollster Modus. Zwei Spieler messen sich in intensiven, 20-30-minütigen Showdowns.

Solo-Kampagne: Die Kickstarter-Variante enthält zwei narrative Kampagnen – „Path of the Ronin“ und „The Winds of Change“. Ergänzt durch die Add-on-Kampagnen „The Shadow Under The Steel“, „The Gathering Storm“, „When Two Worlds Collide“ und „The Wolf At The Door“ bietet die Vollversion ein außergewöhnliches Solo-Erlebnis mit Dutzenden Stunden Spielzeit. Jede Kampagne erzählt individuelle Geschichten durch Comic-Panels und präsentiert progressiven Schwierigkeitsgrad sowie einzigartige Szenarien. Für Skirmish-Titel ungewöhnlich gelungen umgesetzt und echter Mehrwert gegenüber der Retail-Ausgabe, die keinerlei Solo-Kampagnen beinhaltet.

Team-Battles: Bis zu vier Spieler können in 2v2-Matches antreten, was chaotischen Spaß generiert, aber das präzise austarierte Duellsystem verwässert.

Koop-Modus: Gemeinsam gegen KI-Kontrahenten – funktional, aber nicht das Highlight.

Add-ons im Fokus: Massive Content-Expansion

Die fünf Add-ons der getesteten Version expandieren Senjutsu fundamental:

Ninja Add-on

Erweitert das Charakterroster um den Ninja – einen der faszinierendsten Kämpfer im gesamten Spiel. Mit seiner Kusarigama (Kettensichel), Rauchbomben und Tricks spielt er sich radikal anders als die Standard-Samurai. Der Ninja nutzt Terrain als Verbündeten und brilliert in Hit-and-Run-Taktiken, wird aber in protrahierten Kämpfen schwächer.

The Shadow Under The Steel (Kampagne #3)

Eine narrative Solo-Kampagne, die neue Kontrahenten und Szenarien einführt. Erweitert die Story um politische Machenschaften und fügt taktische Herausforderungen hinzu, die über simple Duelle hinausreichen.

The Gathering Storm (Kampagne #4)

Fokussiert auf eskalierende Konflikte und präsentiert anspruchsvollere KI-Gegner mit komplexeren Verhaltensmustern. Diese Kampagne ist merklich härter als die ersten beiden und fordert Meisterschaft der Grundmechaniken.

When Two Worlds Collide (Kampagne #5)

Bringt kulturelle Konflikte ins Spiel und erweitert das Setting. Neue Charaktertypen und Kampfstile werden eingeführt, die das taktische Spektrum nochmals expandieren.

The Wolf At The Door (Kampagne #6)

Die finale und anspruchsvollste Kampagne. Kombiniert Elemente aus allen vorherigen Kampagnen und präsentiert Boss-Kämpfe sowie narrative Verzweigungen, die Wiederspielwert garantieren.

Zusammen liefern diese Add-ons geschätzt 60-80 Stunden Solo-Content – eine für Skirmish-Titel beispiellose Menge an Einzelspielermaterial.

Präsentation und Komponenten: Premium-Niveau

Visuelle Qualität und Materialwertigkeit

Senjutsu brilliert in der Präsentation – speziell die Kickstarter Deluxe Edition etabliert Maßstäbe. Die Miniaturen sind detailliert und charaktervoll modelliert. Anstelle des modularen Kartonbretts bietet die Deluxe-Variante eine hochwertige Neopren-Spielmatte, die nicht nur visuell beeindruckt, sondern auch funktional überzeugt: Karten rutschen nicht weg, und die Matte liegt perfekt plan.

Die metallenen Kamae-Ring-Token sind ein deutliches Upgrade gegenüber den Standard-Pappmarkern – sie vermitteln Wertigkeit und tragen zur Premium-Atmosphäre bei. Die Karten zeigen intensive Farben mit kalligrafischen Akzenten, die den japanischen Stil atmosphärisch einfangen. Als besonderes Highlight liegt der Deluxe-Version eine Premium Art Slipcase bei, die das gesamte Material stilvoll aufbewahrt.

Die 3D-Geländeelemente aus Kunststoff sind robust und tragen zur Atmosphäre bei. Trotz der hochwertigen Komponenten wird Sleeving der Karten empfohlen – bei intensiver Nutzung zeigen sich sonst rasch Abnutzungsspuren.

Symbolik und Lernkurve

Die Kartensymbolik ist konsistent und nach kurzer Gewöhnungsphase intuitiv verständlich. Das Regelheft bietet eine praktische Symbol-Referenz auf der Rückseite. Dennoch: Die initiale Lernkurve ist steil. Neue Spieler benötigen 2-3 Partien, bevor das Spiel flüssig läuft.

Was Senjutsu auszeichnet: Die Stärken

Visueller Auftritt: Wenige Spiele dieser Preisklasse liefern eine derart ansprechende Präsentation. Die Deluxe-Version mit Neopren-Matte und Metall-Token hebt die Produktion nochmals auf Premium-Niveau. Table Presence ist garantiert.

Mechanische Komplexität: Das Zusammenspiel aus Deck-Building, Initiative-Timing und Positionierung bietet echte taktische Tiefe für Spieler, die sich darauf einlassen.

Außergewöhnlicher Solo-Content: Mit sechs narrativen Kampagnen bietet die vollständige Kickstarter-Version einen Solo-Umfang, der seinesgleichen sucht. Die Story-Integration und das progressive Kampagnen-Design sind ein echtes Alleinstellungsmerkmal – allerdings komplett exklusiv in der Kickstarter-Version.

Enorme Charaktervielfalt: Mit den Add-ons stehen deutlich mehr als die vier Basis-Samurai zur Verfügung. Jeder Charakter fühlt sich einzigartig an und erfordert völlig unterschiedliche Strategien und Deck-Building-Ansätze. Die Wiederspielbarkeit ist dadurch enorm hoch.

Perfekte Spielzeit: 20-30 Minuten sind ideal für spontane Duelle, ohne dass das Spiel oberflächlich wirkt.

Premium-Komponenten (Deluxe): Die Neopren-Matte und Metall-Token sind nicht nur visuell ansprechend, sondern verbessern das Spielgefühl merklich. Die Slipcase bewahrt alles stilvoll auf.

Langzeitmotivation: Die Kombination aus umfangreichen Kampagnen, zahlreichen Charakteren und Deck-Building-Optionen sorgt für hunderte Stunden Spielzeit ohne Wiederholung.

Wo es hapert: Die Schwächen

Das Zufallsdilemma

Der kontroverseste Aspekt von Senjutsu ist sein Verhältnis zu Zufall und Lesbarkeit. Obwohl das Spiel keine Würfel nutzt und alles auf Kartenauswahl basiert, fühlen sich viele Partien wie gehobenes Schere-Stein-Papier an.

Das Problem: Die simultane Kartenauswahl mit limitierter Information führt dazu, dass selbst erfahrene Spieler oft ins Leere schlagen oder perfekt getimte Angriffe durch Pech zunichtegemacht werden. Anders als bei Wings of Glory, wo Bewegungsmuster vorhersehbare Einschränkungen haben, kann in Senjutsu ein Gegner nahezu jede Position einnehmen oder verteidigen.

Diese Unvorhersehbarkeit wird von manchen als Teil des Spielreizes gesehen – ein Gedankenspiel, bei dem man den Gegner lesen muss. Andere empfinden es als frustrierend, wenn taktische Überlegungen durch zufällige Kartenziehungen irrelevant werden.

Komplexität versus Tiefe

Senjutsu hat ein paradoxes Problem: Es fühlt sich gleichzeitig zu simpel und zu komplex an. Der Kern – Karte ziehen, Karte spielen, Initiative auflösen – ist elementar. Aber die zahllosen Ausnahmen, Statuseffekte, Spezialfähigkeiten und Timing-Fenster erzeugen kognitiven Overhead ohne proportional mehr strategische Befriedigung zu liefern.

Steile Einstiegshürde

Die erste Partie Senjutsu kann überwältigend wirken. Das Regelwerk ist umfangreich, die Symbolik erfordert Einarbeitung, und das Deck-Building überfordert Neulinge. Für ein 20-Minuten-Spiel ist die Einstiegshürde ungewöhnlich hoch.

Kickstarter-Kontext

Ein Hinweis für Interessenten: Das Kickstarter-Projekt hatte mit erheblichen Lieferproblemen zu kämpfen. Viele Backer warteten lange auf ihre Pledges, einige erhielten bis heute keine Lieferung. Dies betrifft die Qualität des Spiels selbst nicht, ist aber für die Bewertung des Verlags relevant. Die Retail-Version von Lucky Duck Games ist davon nicht betroffen und problemlos im Handel erhältlich.

Konkurrenzvergleich: Wo steht Senjutsu?

Versus Unmatched: Unmatched ist zugänglicher, schneller zu lernen und bietet ähnliche asymmetrische Duelle. Senjutsu hat mehr taktische Tiefe durch Grid-Movement und Deck-Building, aber auch mehr Regelaufwand.

Versus Disney Sorcerer’s Arena: Sorcerer’s Arena ist familienfreundlicher und zugänglicher. Senjutsu richtet sich an Spieler, die mehr Kontrolle und Anpassbarkeit wollen.

Versus Warhammer Underworlds: Warhammer Underworlds hat ein ähnliches Zielpublikum, bietet aber noch tieferes Deckbuilding und Langzeitmotivation durch kompetitive Szene. Senjutsu punktet mit kürzeren Partien und besserem Solo-Modus.

Zielgruppe: Für wen lohnt sich Senjutsu?

Kaufempfehlung für die Kickstarter-Vollversion, wenn Sie…

  • taktische 1v1-Duelle mit räumlicher Komponente lieben
  • primär oder häufig Solo spielen (die sechs Kampagnen sind das Killer-Feature)
  • bereit sind, Zeit in Deck-Building und Systemverständnis zu investieren
  • japanische Ästhetik und Samurai-Thematik schätzen
  • Langzeitmotivation durch Content-Vielfalt suchen (10+ Charaktere bieten hunderte Kombinationen)
  • Premium-Komponenten und hochwertige Präsentation schätzen
  • bereit sind, 200+ Euro im Sekundärmarkt zu investieren (lohnt sich!)

Kaufempfehlung für die Retail-Version, wenn Sie…

  • ausschließlich kompetitiv zu zweit spielen
  • kein Solo-Interesse haben
  • ein Budget-freundliches Einstiegsspiel suchen (45-50 Euro)
  • das Grundsystem testen möchten, bevor Sie nach Erweiterungen suchen

Lieber nicht, wenn Sie…

  • frustriert sind von simultanen Aktionen und Unvorhersehbarkeit
  • Pick-up-and-Play-Spiele ohne lange Einarbeitung bevorzugen
  • einen klaren Sieger in der „bestes Skirmish-Spiel“-Kategorie suchen (Unmatched oder Warhammer Underworlds könnten bei begrenztem Budget passender sein)
  • hauptsächlich zu dritt oder viert spielen (das Spiel ist zu zweit am besten)
  • primär Solo spielen möchten UND nur die Retail-Version kaufen können (ohne Kampagnen kaum Solo-Wert)

Wert der Deluxe-Edition: Lohnt sich der Aufpreis?

Die Kickstarter Deluxe-Version mit allen Add-ons bietet gewaltigen Mehrwert gegenüber der Retail-Ausgabe:

  • Sechs vollständige Solo-Kampagnen mit narrativer Einbettung und Comic-Storytelling
  • 10+ spielbare Charaktere statt nur 4 in der Basisversion
  • Hochwertige Neopren-Spielmatte statt Pappbrett
  • Metall-Token statt Pappmarker
  • Premium-Slipcase zur stilvollen Aufbewahrung
  • Hunderte zusätzliche Karten für noch mehr Deck-Building-Optionen

Die Retail-Version (ca. 45-50 Euro) bietet nur einen Bruchteil dieses Contents. Wer primär kompetitiv zu zweit spielt, kommt damit eventuell zurecht. Solo-Spieler, Sammler oder Fans mit Langzeitmotivation sollten nach Kickstarter-Versionen im Sekundärmarkt suchen – der Aufpreis ist erheblich (200+ Euro Gesamtwert), aber für den gebotenen Content absolut gerechtfertigt.

Die vollständige Kickstarter-Version ist ein anderes Spiel als die Retail-Ausgabe – nicht nur quantitativ, sondern qualitativ durch die narrativen Kampagnen und die taktische Vielfalt der zusätzlichen Charaktere.

Fazit: Ambitioniertes Samurai-Duell mit enormer Tiefe

Senjutsu: Battle for Japan ist ein ambitioniertes Projekt, das in seiner vollständigen Kickstarter-Form mit allen Add-ons sein wahres Potenzial entfaltet. Die getestete Deluxe-Version mit fünf Add-ons bietet herausragende Präsentation, innovative Mechaniken und mit sechs Solo-Kampagnen plus über zehn Charakteren eine Content-Fülle, die für hunderte Spielstunden reicht.

Gleichzeitig kämpft das Spiel mit einer inneren Spannung: Es will taktisches Duell sein, fühlt sich aber oft zufällig an. Es will zugänglich sein, scheitert aber an seiner eigenen Komplexität. Es verspricht schnelles Gameplay, erfordert aber Hingabe und Einarbeitung.

Für Spieler mit Zugang zur vollständigen Kickstarter-Version, die bereit sind, diese Kompromisse einzugehen, wartet ein außergewöhnliches, visuell beeindruckendes Erlebnis mit enormer Spieltiefe. Die Premium-Komponenten, sechs narrativen Kampagnen und die Charaktervielfalt machen aus Senjutsu ein Premium-Paket, das seinen Preis (200+ Euro) rechtfertigt.

Wichtig: Die Retail-Version ist ein fundamental anderes Produkt. Ohne Solo-Kampagnen, Premium-Komponenten und zusätzliche Charaktere verliert Senjutsu einen Großteil seiner Langzeitmotivation und Vielseitigkeit. Käufer sollten sich bewusst sein, dass sie nur das Grundgerüst erhalten – wenn auch ein funktionales.

Die vollständige Kickstarter-Version ist eines der umfangreichsten taktischen Skirmish-Spiele auf dem Markt und bietet Solo-Spielern ein unvergleichliches Erlebnis. Die Retail-Version ist solide, aber im direkten Vergleich mit Unmatched oder Warhammer Underworlds schwerer zu empfehlen.


Bewertung & Allgemeine Informationen

Endwertung:

Deluxe-Version + alle Add-ons: 8.0/10
Herausragend für Solo-Spieler und Genre-Enthusiasten, die den vollen Content nutzen. Die sechs Kampagnen, 10+ Charaktere und Premium-Komponenten machen aus Senjutsu ein Premium-Erlebnis mit hunderten Spielstunden.

Retail-Version (4 Charaktere, keine Kampagnen): 6.5/10
Solide Basis mit innovativen Mechaniken, aber ohne die Highlights der vollständigen Version deutlich eingeschränkt. Für Gelegenheitsspieler oder als Einstieg geeignet, für Solo-Spieler jedoch unzureichend.

Allgemeine Informationen:

Entwickler: Paul D. Allen & James Faulkner
Verlag: Stone Sword Games (Kickstarter) / Lucky Duck Games (Retail)
Spieler: 1-4 (optimal zu zweit)
Spieldauer: 20-30 Minuten
Alter: Ab 14 Jahren
Getestete Version: Kickstarter Deluxe Game Pledge + 5 Add-ons
Sprache: Englisch (Karten mit Texten, sprachabhängig)
Kickstarter-Kampagne: 11.663 Backer, £944.764 eingesammelt
Verlag-Website: stoneswordgames.com
Retail-Verfügbarkeit: Nur Core Edition bei Lucky Duck Games erhältlich (ca. 45-50 Euro)
Deluxe-Inhalte & Add-ons: Kickstarter-exklusiv, nicht im Handel erhältlich

Hinweis: Dieser Test basiert auf der vollständigen Kickstarter Deluxe Edition mit allen Add-ons – einem Umfang, der weit über die Retail-Version hinausgeht.


Technische Details

Senjutsu Core Edition:

  • 16 Miniaturen (Basis-Charaktere)
  • Modulare Spielbretter (in Deluxe-Version ersetzt durch Neopren-Matte)
  • 324 Karten
  • 18 Fokus-Token
  • 9 KI-Gegner
  • 6 Kamae-Ringe & Vorteilsmarker-Sets (in Deluxe-Version: Metall-Token)
  • 5 3D-Geländeteile
  • Regelheft

Deluxe-Exklusive Inhalte:

  • Path Of The Ronin: Solo Narrative Campaign (Kampagnenbuch #1)
  • The Winds Of Change: Solo Narrative Campaign #2 (Kampagnenbuch #2)
  • Neoprene Battlefield Mat (hochwertige Spielmatte statt Pappbrett)
  • Metal Player Kamae Ring Tokens (Metall-Token statt Pappe)
  • Senjutsu Premium Art Slipcase (edle Aufbewahrungsbox)

Add-ons (Kickstarter-exklusiv):

  • Ninja Add-on
  • The Shadow Under The Steel (Kampagne #3)
  • The Gathering Storm (Kampagne #4)
  • When Two Worlds Collide (Kampagne #5)
  • The Wolf At The Door (Kampagne #6)

Zusätzliche Charaktere durch Add-ons:

  • Onna-Bugeisha (weibliche Kriegerin)
  • Yojimbo (Söldner)
  • Ashigaru mit Hund Hachiko
  • Wakou-Pirat
  • Assassin
  • Miyamoto Musashi & Sasaki Kojiro (legendäre Duellanten)

Gesamtumfang der getesteten Version:

  • 10+ spielbare Charaktere
  • 6 narrative Solo-Kampagnen
  • Hunderte zusätzliche Karten
  • Premium-Komponenten
  • Geschätzter Gesamtwert: 200+ Euro

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