Lizenzspiele zu Filmen haben einen miserablen Ruf, und meistens ist er verdient. Man erwartet lieblos zusammengeschusterte Cash-Grabs, die pünktlich zum Kinostart in die Regale geworfen werden, um ahnungslose Fans abzuzocken. Man erwartet generische Levels, langweiliges Gameplay, Bugs ohne Ende. Man erwartet definitiv nicht, dass das Spiel besser ist als der Film, auf dem es basiert.
X-Men Origins: Wolverine bricht mit diesen Erwartungen auf eine Weise, die fast schon unverschämt ist. Der Film, der parallel in die Kinos kommt, ist bestenfalls mittelmäßig – eine weitere Origin-Story, die niemand brauchte, vollgestopft mit CGI-Schlachten und einer Handlung, die mehr Löcher hat als Wolverines Gegner nach einem Kampf. Das Spiel hingegen? Das Spiel versteht, was Wolverine ausmacht. Es versteht, dass ein Typ mit Adamantium-Klauen und einem Heilfaktor, der ihn praktisch unsterblich macht, nicht in ein PG-13-Korsett gehört.
Raven Software hat hier etwas geschaffen, das ich nicht erwartet hatte: Ein Spiel, das Wolverine so zeigt, wie er eigentlich sein sollte. Brutal, unerbittlich, eine Ein-Mann-Armee, die sich durch Horden von Gegnern schnetzelt. Ich habe Stunden damit verbracht, Köpfe abzutrennen, Gegner zu enthaupten, Adamantium-Klauen durch Torsos zu rammen. Ich habe zugesehen, wie Wolverines Fleisch in Echtzeit heilt, während Kugeln durch ihn hindurchpfeifen. Ich habe den Unterschied zwischen einem sorgfältig ausgearbeiteten Action-Spiel und einem halbherzigen Lizenzprodukt gespürt.
Das ist kein perfektes Spiel. Die Kamera kämpft gelegentlich gegen dich, manche Bosskämpfe sind frustrierend repetitiv, und gegen Ende wiederholen sich die Umgebungen. Aber es ist ein verdammt gutes Spiel, und für ein Filmlizenzspiel ist das fast schon ein Wunder.
Brutalität ohne Kompromisse
Das Erste, was auffällt, ist die Gewalt. X-Men Origins: Wolverine trägt ein M-Rating (ab 17 Jahren), und das nicht ohne Grund. Das ist das brutalste Marvel-Spiel, das ich je gespielt habe, und vermutlich das brutalste, das es bisher gibt. Raven Software hat verstanden, dass Wolverines Kampfstil nicht für Kinder geeignet ist. Wenn jemand Adamantium-Klauen hat, die buchstäblich alles durchschneiden können, dann sollte das auch Konsequenzen haben.
Die Ausführungen sind dabei besonders bemerkenswert. Wenn ein Gegner genug Schaden genommen hat, erscheint ein Button-Prompt über seinem Kopf. Drückt man ihn, führt Wolverine eine kontextuelle Tötung aus. Diese reichen von simplem Aufschlitzen bis zu… nennen wir es kreativ. Logan springt auf Gegner, rammt seine Klauen in deren Schädel und dreht. Er enthauptet Feinde mit einem schnellen Schlag. Er wirft Gegner auf Stacheln, in Hubschrauberrotoren, von Klippen. Manche dieser Tötungen werden in Zeitlupe gezeigt, damit man die volle Wirkung mitbekommt.
Das klingt nach billiger Schockwert-Strategie, aber es funktioniert, weil es sich richtig anfühlt für den Charakter. Wolverine ist kein Held, der seine Gegner sanft K.O. schlägt. Er ist ein Killer, trainiert als Waffe, und das Spiel schämt sich nicht dafür. Die Gewalt ist übertrieben, ja, aber sie passt. Jeder Treffer hat Gewicht, jede Ausführung fühlt sich befriedigend an.
Die Regenerations-Mechanik verstärkt diesen Eindruck noch. Wolverine heilt konstant, selbst während des Kampfes. Man sieht das buchstäblich: Wird man beschossen, reißen Kugeln Fleischfetzen aus Logans Körper. Für einen Moment sieht man Muskeln, manchmal sogar Knochen. Dann regeneriert die Haut in Echtzeit, wächst über die Wunden, bis er wieder makellos aussieht. Es ist visuell beeindruckend und unterstreicht, warum Wolverine so schwer zu stoppen ist. Man kann ihn verletzen, aber er kommt immer wieder zurück.
Hack’n’Slash mit Tiefe
Das Kampfsystem ist Hack’n’Slash im Kern, aber mit mehr Nuancen als man zunächst denkt. Auf den ersten Blick scheint es simpel: Leichte Angriffe, schwere Angriffe, Grabs, Ausweichen. Man könnte durchs Spiel button-mashen und käme weit. Aber auf höheren Schwierigkeitsgraden wird deutlich, dass da mehr dahintersteckt.
Man baut Combos auf durch abwechselnde Angriffe. Je länger die Combo, desto mehr Schaden macht man, desto spektakulärer werden die Moves. Wolverine wirbelt durch die Luft, schlägt mehrere Gegner gleichzeitig, nutzt seine Umgebung. Das Spiel belohnt aggressive, kreative Spielweise. Man kann Gegner in die Luft werfen und dort weiter attackieren. Man kann sie gegen Wände schleudern, auf Objekte aufspießen, gegeneinander werfen.
Das Ausweichen ist essentiell. Man kann nicht einfach tanken – auch mit Heilfaktor stirbt man, wenn zu viel Schaden auf einmal kommt. Das Ausweichen hat Invincibility-Frames, aber das Timing will gelernt sein. Gegner haben unterschiedliche Attackmuster, und man muss sie lesen. Manche telegrafieren ihre Angriffe offensichtlich, andere sind schneller, tückischer.
Dann gibt es noch die Wut-Mechanik. Wolverines Berserker Rage füllt sich während Kämpfen. Wenn voll, kann man sie aktivieren – Logan wird noch schneller, stärker, unbarmherziger. Alles wird roter, die Kamera zoomt näher ran, Gegner sterben in Sekunden. Es ist ein befriedigender „Oh Shit“-Button für schwierige Situationen, aber man muss ihn klug einsetzen. Die Rage ist begrenzt, und danach ist der Tank leer.
Das Leveling-System fügt eine RPG-Schicht hinzu. Man sammelt Erfahrungspunkte durch Töten, Erkunden, Herausforderungen meistern. Mit Level-Ups schaltet man neue Moves frei, verbessert bestehende Fähigkeiten, erhöht Logans Basis-Stats. Es ist nicht tiefgehend wie ein vollwertiges RPG, aber es gibt genug Progression, dass man sich ständig stärker fühlt.
Die Story: Besser als der Film (was nicht schwer ist)
Die Handlung folgt grob dem Film, nimmt sich aber Freiheiten. Man beginnt in Afrika, dann springen Rückblenden zu verschiedenen Momenten in Wolverines Vergangenheit. Team X, die Weapon X-Experimente, Logans Rache – all das ist da. Aber das Spiel erzählt es besser, straffer, ohne die peinlichen Momente des Films.
Hugh Jackman spricht Logan im Spiel, was sofort Authentizität verleiht. Seine Performance ist solide, wenn auch nicht seine beste Arbeit. Manche Zeilen klingen phoned-in, aber in Actionszenen bringt er die richtige Intensität. Die anderen Sprecher sind gemischt – manche gut, manche hörbar nur für einen schnellen Zahltag hier.
Die Struktur ist interessant: Das Spiel springt zwischen „jetzt“ (Afrika) und „damals“ (verschiedene Flashbacks) hin und her. Manche dieser Rückblenden sind direkt aus dem Film, andere sind komplett neu für das Spiel. Es gibt einen Level in einem Sentinel-Produktionsfacility in der Zukunft, der überhaupt nichts mit dem Film zu tun hat, aber ein faszinierender Ausflug in X-Men-Lore ist.
Charaktere aus dem Film erscheinen, aber manche haben größere Rollen im Spiel. Sabretooth ist immer noch Logans Nemesis, aber ihre Konfrontationen sind zahlreicher und besser inszeniert. Deadpool taucht auf (bevor er ruiniert wird), und seine Kämpfe gehören zu den Höhepunkten. Gambit hat einen Auftritt, der im Film gefühlt fünf Minuten dauerte, aber hier ein ganzes Level bekommt.
Das Spiel leidet nicht unter den Budget- und Rating-Beschränkungen des Films. Es kann brutaler sein, kann mehr Risiken eingehen, kann X-Men-Fans bedienen ohne sich um Mainstream-Zugänglichkeit zu sorgen. Das Resultat ist eine Geschichte, die zwar nicht tiefgründig ist, aber besser funktioniert als die Filmvorlage.
Abwechslung und Pacing
Die Level-Vielfalt ist überraschend stark für ein Lizenzspiel. Man kämpft sich durch afrikanische Dschungel, kanadische Wälder, Militäranlagen, Laboratorien, Dschungelruinen. Die Umgebungen wechseln häufig genug, dass Monotonie selten einsetzt. Jedes Level hat eigene visuelle Identität, eigene Feindtypen, eigene Herausforderungen.
Es gibt auch mehr Abwechslung als reines Schnetzel. Manche Abschnitte sind plattformlastig – man klettert Wände hoch, springt über Abgründe, nutzt Logans Klauen zum Hangeln. Diese Passagen sind simpel, aber sie brechen die Kämpfe auf. Gelegentlich gibt es Umgebungspuzzles – nichts Komplexes, meist „finde den Schalter“ oder „zerstöre die Stützen“, aber es variiert das Tempo.
Die Bosskämpfe sind spektakulär, wenn auch repetitiv. Man kämpft mehrmals gegen Sabretooth, und jedes Mal läuft es ähnlich ab: Ausweichen, Combo, Grab, Ausführung. Gegen Ende kämpft man gegen überdimensionale Gegner wie einen riesigen Sentinel. Diese Kämpfe sehen cool aus – man klettert auf den Gegner, schlägt auf Schwachpunkte ein, führt QTE-Sequenzen aus. Aber mechanisch wiederholen sie sich.
Der Gambit-Kampf ist frustrierend anders – man muss seine geworfenen Karten ausweichen, während man sich ihm nähert. Das Problem: Die Kamera ist in diesem Fight katastrophal. Man sieht nicht, woher Angriffe kommen, die Arena ist zu eng für Logans Moves. Es ist der schwächste Bosskampf im Spiel, rein wegen technischer Probleme.
Die Länge ist angemessen. Eine erste Durchspielung dauert etwa 8-10 Stunden, abhängig von Schwierigkeit und wie viel man erkundet. Das ist kurz genug, dass es nicht ermüdet, lang genug, dass es sich nach einem vollständigen Spiel anfühlt. Es gibt Collectibles – Dog Tags, die man im Dschungel sucht und gegen Unlockables tauscht – aber sie sind optional.
Technische Stärken und Schwächen
Visuell sieht X-Men Origins: Wolverine gut aus für 2009. Die Charaktermodelle sind detailliert, besonders Logan selbst. Das Kostüm-Design ist abwechslungsreich – man schaltet verschiedene Outfits frei, von Klassik-Gelb bis moderne Varianten. Die Animationen sind flüssig, besonders während Kämpfen. Wolverines Moves sehen brutal und gewichtig aus.
Die Umgebungen sind solide, wenn auch nicht spektakulär. Manche Bereiche sehen generisch aus – besonders die Militärbasen könnten aus jedem anderen Actionspiel stammen. Andere, wie die Sentinel-Fabrik, haben mehr Persönlichkeit. Die Beleuchtung ist stellenweise beeindruckend, besonders bei Logans Heilungsmechanik, wo Fleisch und Metall im Licht glänzen.
Die größte technische Schwäche ist die Kamera. In engen Räumen wird sie zum Albtraum. Sie schwenkt hinter Wände, verliert Logan in Menschenmassen, verdeckt angreifende Feinde. Man stirbt manchmal, weil man nichts sehen konnte, nicht weil man einen Fehler gemacht hat. Das ist in einem Spiel, wo Timing wichtig ist, frustrierend. Es gibt eine Kamera-Zurücksetzen-Taste, aber das ist nur ein Pflaster, kein Fix.
Die Performance auf Xbox 360 und PS3 ist meistens stabil bei 30 FPS. Gelegentlich gibt es Drops, besonders wenn viele Feinde auf dem Bildschirm explodieren. Die PC-Version läuft besser, erreicht höhere Framerates, hat schärfere Texturen. Für Spieler mit gutem PC ist das die definitive Version.
Die Ladezeiten sind akzeptabel. Nicht blitzschnell, aber auch nicht quälend lang. Man wartet zehn bis fünfzehn Sekunden zwischen Levels, was für 2009-Standards okay ist. Es gibt keine Installationsoption auf Konsole, was manche Spieler enttäuschen könnte.
Bugs sind selten, aber vorhanden. Gelegentlich bleiben Gegner in Geometrie stecken, manche Checkpoints spawnen Logan an seltsamen Orten. Ich hatte einen Absturz während meiner gesamten Durchspielung – nicht ideal, aber auch nicht katastrophal. Für ein Lizenzspiel, das unter Zeitdruck entwickelt wurde, ist die technische Qualität bemerkenswert.
Wiederspielwert und Extras
Nach dem ersten Durchgang gibt es Gründe zurückzukehren. Man schaltet neue Schwierigkeitsgrade frei – darunter einen besonders brutalen Modus, der auch mit maximalem Level herausfordernd bleibt. Man kann mit verschiedenen Kostümen spielen, die unterschiedliche Boni geben. Man kann alle Dog Tags sammeln, alle Mutagen-Upgrades finden.
Die Challenge-Rooms sind eine nette Ergänzung. Man kämpft gegen Wellen von Gegnern in Arenen, versucht High Scores zu erreichen. Es gibt Zeitlimits, spezielle Regeln, Combo-Anforderungen. Für Spieler, die das Kampfsystem meistern wollen, sind sie eine gute Übungsplattform. Für Spieler, die nur die Story wollen, sind sie komplett optional.
Das Leveling-System motiviert zu mehrfachen Durchgängen, weil man in einem Durchgang nicht alle Upgrades freischalten kann. Man muss sich entscheiden: Fokussiert man auf Schaden? Auf Gesundheit? Auf spezielle Moves? Verschiedene Builds verändern die Spielweise subtil. Ein voll auf Rage-Geschwindigkeit ausgelegter Logan spielt sich anders als einer, der maximale Heilung priorisiert.
Die Unlockables sind ein gemischter Haufen. Manche sind interessant – Concept Art, Entwicklerkommentare, alternative Kostüme. Andere sind Füller – Character Bios, die man auch auf Wikipedia lesen könnte. Die Anzahl ist beeindruckend, aber die Qualität variiert.
Multiplayer gibt es nicht, was 2009 noch okay ist. Nicht jedes Actionspiel braucht Koop oder PvP. X-Men Origins: Wolverine ist designt als Solo-Erfahrung, und das funktioniert. Manche Level hätten mit Koop Spaß machen können, aber es ist kein großer Verlust.
Erwartungen vs. Realität
Gehen wir zurück zum Anfang: Lizenzspiele haben einen miserablen Ruf. Raven Software hat hier etwas geschafft, das selten ist. Sie haben ein Spiel gemacht, das den Film nicht nur begleitet, sondern übertrifft. Sie haben verstanden, was Fans an Wolverine lieben, und haben es umgesetzt ohne Kompromisse bei der Brutalität.
Das Spiel ist nicht ohne Fehler. Die Kamera nervt, manche Bosskämpfe wiederholen sich, die Umgebungen gegen Ende werden repetitiv. Aber die Kernmechanik – Wolverine sein, durch Feinde schnetzeln, unaufhaltsam vorangehen – funktioniert hervorragend. Das Hack’n’Slash-Gameplay ist befriedigend, die Regenerationsmechanik ist brilliant umgesetzt, das M-Rating erlaubt Brutalität, die dem Charakter gerecht wird.
Es ist kein God of War. Es hat nicht die narrative Tiefe von The Darkness oder die filmische Inszenierung von Uncharted. Aber für ein Lizenzspiel ist es herausragend. Für ein Wolverine-Spiel ist es das beste, was wir bisher bekommen haben. Und für Fans, die enttäuscht aus dem Kino kommen werden, ist es ein perfektes Gegenmittel.
Bewertung: 8.0/10
X-Men Origins: Wolverine ist ein überraschendes Juwel in einem sonst trüben Genre. Es beweist, dass Lizenzspiele nicht automatisch schlecht sein müssen, wenn das Entwicklerteam versteht, was den Charakter ausmacht. Raven Software hat verstanden. Sie haben Wolverine so brutal, unerbittlich und befriedigend gemacht, wie er sein sollte.
Das ist nicht nur ein gutes Lizenzspiel. Das ist ein gutes Actionspiel, Punkt. Die Tatsache, dass es auf einem mittelmäßigen Film basiert, macht es nur noch beeindruckender. Wenn ihr Hack’n’Slash-Action mögt, wenn ihr Wolverine-Fans seid, wenn ihr einfach etwas wollt, wo ihr Dampf ablassen könnt – das hier liefert.
Ignoriert den Film. Spielt das Spiel. Es ist brutaler, besser und befriedigender als Hollywood es je erlauben würde.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
1. Ist das Spiel wirklich so brutal wie beschrieben?
Ja, absolut. Das M-Rating ist verdient. Man sieht Enthauptungen, Durchtrennungen, Blut spritzt konstant. Wolverines Heilungsmechanik zeigt buchstäblich Fleisch und Knochen, bevor die Haut regeneriert. Das ist definitiv nichts für Kinder oder zimperliche Gemüter. Für Wolverine-Fans, die den Charakter „richtig“ sehen wollen, ist es perfekt.
2. Muss ich den Film gesehen haben?
Nein. Das Spiel erzählt seine eigene Version der Story und erklärt alles Wichtige. Tatsächlich könnte das Spiel ohne den Film sogar besser funktionieren – man hat keine Erwartungen, keine Enttäuschung vom Kino noch im Kopf. Das Spiel steht alleine.
3. Wie schwierig ist das Spiel?
Auf Normal ist es zugänglich, aber fordernd. Man kann nicht einfach button-mashen und gewinnen – besonders spätere Kämpfe erfordern Strategie, Timing, clevere Nutzung der Rage-Mechanik. Easy ist für Spieler, die nur die Story erleben wollen. Hard ist für Veteranen, die Herausforderung suchen. Es gibt gute Balance.
4. Lohnt sich die PC-Version mehr als Konsole?
Wenn du einen guten PC hast: Ja. Höhere Framerate, bessere Grafik, schärfere Texturen. Das Gameplay ist identisch, aber die technische Qualität ist besser. Wenn dein PC schwach ist oder du eh lieber auf Konsole spielst, sind Xbox 360 und PS3 vollkommen okay. Der Unterschied ist spürbar, aber nicht lebensverändernd.
5. Gibt es verschiedene Enden?
Nein. Das Spiel hat ein festgelegtes Ende, unabhängig von Entscheidungen (die es eh kaum gibt). Es ist eine lineare Erzählung, keine Branching-Story. Für manche ist das enttäuschend, aber es hält das Spiel fokussiert und straff.
6. Wie wichtig sind die Collectibles?
Optional, aber nützlich. Dog Tags schalten Concept Art und Boni frei. Mutagen-Upgrades verbessern Logans Fähigkeiten dauerhaft. Man kann das Spiel durchspielen ohne sie, aber Sammler werden belohnt. Es lohnt sich, zu erkunden.
7. Funktioniert die Regeneration immer?
Während Kämpfen ja, konstant. Aber man kann immer noch sterben, wenn zu viel Schaden auf einmal kommt. Die Heilung ist schnell, aber nicht instantan. Gegen harte Gegner oder in Fallen kann man Logan überwältigen. Die Mechanik macht ihn widerstandsfähig, nicht unbesiegbar.
8. Sind die Bosskämpfe abwechslungsreich?
Gemischt. Manche sind spektakulär und einzigartig (der Sentinel-Kampf ist beeindruckend). Andere wiederholen sich – man kämpft mehrmals gegen Sabretooth mit fast identischen Patterns. Es ist nicht so variiert wie in Top-Tier-Actionspielen, aber für ein Lizenzspiel okay.
9. Wie lange brauche ich für 100% Completion?
Erste Durchspielung: 8-10 Stunden. Alle Collectibles, alle Unlocks, alle Challenges: etwa 15-20 Stunden. Das ist nicht enorm lang, aber für ein lineares Actionspiel angemessen. Das Spiel respektiert deine Zeit – es gibt kein künstliches Padding.
10. Kann ich Hugh Jackman auch auf Deutsch hören?
Ja, es gibt deutsche Synchronisation. Die Qualität ist solide, aber wie immer: Das englische Original mit Jackman hat mehr Authentizität. Wenn du den Film auf Deutsch gesehen hast und denselben Sprecher erwartest, wirst du ihn bekommen. Für maximale Immersion ist Englisch aber die bessere Wahl.
Technische Informationen
Entwickler: Raven Software
Publisher: Activision
Plattformen: Xbox 360, PlayStation 3, PC, Nintendo DS, PlayStation 2, PSP, Wii
Release-Datum: 1. Mai 2009
Engine: Unbekannt (Raven-Eigenentwicklung)
Genre: Action, Hack’n’Slash, Beat’em Up
Spieleranzahl: Einzelspieler
USK/PEGI: USK 18 / PEGI 18 / ESRB M (Extreme Gewalt, Blut, Gore)
Ungefähre Spieldauer:
- Hauptstory: ~8-10 Stunden
- Mit Collectibles: ~12-15 Stunden
- 100% Completion: ~15-20 Stunden
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch (Vollvertonung)
Preis zum Start: 59,99€ (Konsole), 49,99€ (PC)
Getestet auf PlayStation 3.
Stand: 1. Mai 2009




