Devil May Cry 5

Devil May Cry 5 im Test – Der teuflische Tanz kehrt zurück

Elf Jahre. Elf verdammte Jahre mussten Fans auf eine echte Fortsetzung der Devil May Cry-Reihe warten. Seit Devil May Cry 4 im Jahr 2008 erschien, ist viel passiert. Es gab ein kontroverses Reboot von Ninja Theory, das die Fanbase spaltete, und dann – Stille. Nun meldet sich Capcom mit Devil May Cry 5 zurück und verspricht nichts weniger als die ultimative Version dessen, was die Serie ausmacht: stylische Action, übertriebene Charaktere und ein Kampfsystem, das einfach zu lernen, aber nahezu unmöglich zu meistern ist.

Die Frage, die sich nach so langer Wartezeit stellt: Kann Devil May Cry 5 die hohen Erwartungen erfüllen? Kann es sowohl Veteranen der Serie als auch Neulinge begeistern? Nach meinem Durchgang kann ich sagen: Ja, größtenteils. Capcom hat hier etwas geschaffen, das sich anfühlt wie eine Liebeserklärung an alles, was Devil May Cry jemals war – und gleichzeitig modern genug ist, um auch heute noch zu funktionieren.

Devil May Cry 5

Story: Dämonische Invasion in Red Grave City

Die Geschichte von Devil May Cry 5 setzt nach den Ereignissen des vierten Teils an und konfrontiert uns mit einer massiven dämonischen Invasion. Ein bösartiger Dämonenkönig namens Urizen ist erwacht und hat die Stadt Red Grave City in ein Schlachtfeld verwandelt. Ein gigantischer dämonischer Baum, der Qliphoth, wächst aus dem Boden und erstreckt sich in den Himmel, während Horden von Dämonen durch die Straßen streifen.

Der Anfang vom Ende

Das Spiel beginnt mit einem Paukenschlag, der den Ton für alles Kommende setzt. Der legendäre Dämonenjäger Dante, sein einstiger Gefährte Nero und der mysteriöse Neuling V treten gemeinsam gegen Urizen an – und verlieren. Nicht knapp, nicht in einem epischen Kampf, der bis zum letzten Moment spannend bleibt. Sie werden regelrecht gedemütigt. Urizen ist so überwältigend mächtig, dass selbst Dante, der in den vergangenen Spielen Götter und Dämonen gleichermaßen bezwungen hat, nichts gegen ihn ausrichten kann.

Nero überlebt schwer verletzt, seinen rechten Arm hat er im Kampf verloren. Dante gilt als verschollen, möglicherweise tot. Einige Zeit später begibt sich Nero auf eine gnadenlose Reise zurück zum Qliphoth, um die Welt zu retten – und vielleicht auch, um sich selbst etwas zu beweisen.

Kann man der Story noch folgen?

Eine berechtigte Frage, wenn man bedenkt, dass die Serie mittlerweile über 18 Jahre alt ist und die Handlung nie ihr stärkstes Element war. Ich muss ehrlich sein: Wirklich alle Zusammenhänge habe ich beim Spielen nicht erfassen können. Die Geschichte von Devil May Cry war schon immer verwirrend, mit Zeitsprüngen, mysteriösen Familienverhältnissen und Dämonen-Mythologie, die nie vollständig erklärt wird. Das ging mir aber auch in den vorherigen Teilen so.

Das Schöne dabei ist, dass die Geschichte auch ohne vollständiges Verständnis funktioniert. Die elementaren Bestandteile sind immer klar: Es gibt böse Dämonen, sie müssen getötet werden, und unsere Helden sind die einzigen, die das können. Man hat immer ein Ziel vor Augen, und selbst wenn man mal etwas nicht sofort begreift, tut es dem Spielspaß keinen Abbruch. Devil May Cry 5 heißt Serieneinsteiger herzlich willkommen – man muss die Vorgänger nicht gespielt haben, um Spaß zu haben.

Gleichzeitig muss ich anmerken, dass die Handlung stellenweise besser hätte kommuniziert werden können. Die Zwischensequenzen sind kurz und knackig, aber manchmal hätte ich mir mehr Zeit zum Erzählen und Erklären gewünscht. Das Reboot von Ninja Theory hat das besser gemacht, muss ich zugeben. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau – wer Devil May Cry spielt, spielt es nicht wegen der Story.

Devil May Cry 5 Review

Das Style-System: Vom D zum SSS

Wie bei allen Devil May Cry-Spielen wird jede Aktion bewertet und von einem Buchstaben-Ranking begleitet, das darstellt, wie stylisch und tödlich man agiert. Es beginnt bei D für „Dismal“ (düster) und entwickelt sich über C, B, A, S, SS bis zum ultimativen SSS-Rating für „Smokin‘ Sexy Style“.

Je mehr man tötet und je abwechslungsreicher man dabei vorgeht, desto höher steigt der Rang. Wiederholt man immer dieselbe Kombo, sinkt der Stil-Multiplikator. Variiert man seine Angriffe, nutzt verschiedene Waffen und kombiniert Nah- und Fernkampf, steigt er. Das System belohnt Kreativität und bestraft Monotonie.

Ich muss zugeben, dass sich die ersten Stunden des Spiels etwas einschränkend anfühlen können. Man hat noch nicht Zugang zu allen Kombos, Waffen und Fähigkeiten, die für die höheren Ränge nötig sind. Aber das ist Teil der Lernkurve. Devil May Cry 5 führt den Spieler schrittweise an seine Systeme heran, und mit jedem freigeschalteten Move wächst das eigene Repertoire.

Für manche Spieler ist das Style-System der elementare Bestandteil von Devil May Cry – solange ausprobieren, bis man den perfekten Ablauf gefunden hat, und dann gleich noch mal, weil es immer noch besser geht. Für andere ist es ein netter Bonus, der das Gameplay aufpeppt, aber nicht im Fokus steht. Beide Spielweisen sind valide, und Devil May Cry 5 unterstützt beide.

Devil May Cry 5 Test

Gameplay: Drei Charaktere, drei Spielstile

Das absolute Herzstück von Devil May Cry 5 ist das Kampfsystem, und hier zeigt Capcom, warum sie in diesem Genre seit Jahren zur Spitze gehören. Das Besondere: Man spielt nicht nur einen Charakter, sondern drei – Nero, V und Dante – die sich jeweils fundamental unterschiedlich spielen.

Nero – Wut und Prothesen

Nero ist wütend. Verdammt wütend. Von Dante während ihres unglückseligen Kampfes vor den Kopf gestoßen und durch den tragischen Verlust seines rechten Armes tief erschüttert, hat er etwas zu beweisen. Als Nero zu spielen bedeutet, seine Frustration und seinen Schmerz in den Kampf gegen jeden einzelnen Dämon zu lenken, der seinen Weg kreuzt.

Neros Kampfstil ist direkt und aggressiv. Sein Schwert Red Queen kann vor dem Angriff mit Energie aufgeladen werden, um den Hieben mehr Wucht zu verleihen – ein Timing-basiertes System, das belohnt wird, wenn man im richtigen Moment die Taste drückt. Dazu kommt seine Pistole Blue Rose für Fernkampfoptionen und sein charakteristischer Devil Breaker – eine Reihe von künstlichen Armen, die von der sympathisch-nerdigen Mechanikerin Nico hergestellt werden.

Die Devil Breaker sind eines der Highlights des Spiels. Jeder Arm hat unterschiedliche Fähigkeiten:

  • Overture: Löst einen starken elektrischen Blitz aus
  • Gerbera: Ermöglicht schnelle Ausweichmanöver und Luftangriffe
  • Punch Line: Feuert eine Raketenfaust ab, die selbstständig Feinde angreift
  • Buster Arm: Lässt Nero Feinde wie ein Profi-Wrestler herumschleudern
  • Ragtime: Verlangsamt die Zeit für Gegner in einem bestimmten Bereich

Der Haken: Die Arme sind zerbrechlich. Wenn man Schaden nimmt, während man eine Arm-Fähigkeit nutzt, zerbricht er und ist weg. Man muss also taktisch entscheiden, wann man welchen Arm einsetzt – oder ob man ihn absichtlich zur Detonation bringt, um massiven Schaden anzurichten. Dieses Risiko-Belohnungs-System fügt Neros Gameplay eine zusätzliche Ebene hinzu, die ich sehr mochte.

V – Der mysteriöse Taktiker

V ist das genaue Gegenteil von Nero, und das macht ihn so faszinierend. Wo Nero wütend und impulsiv ist, ist V ruhig, berechnend und distanziert. Sein Körper ist gebrechlich – er kann Dämonen nicht selbst bekämpfen. Stattdessen beschwört er drei dämonische Vertraute, die für ihn kämpfen:

  • Griffon: Ein spöttischer Rabe, der Blitzangriffe aus der Distanz feuert
  • Shadow: Ein formwandelnder Panther für Nahkampfangriffe
  • Nightmare: Ein massiver Golem für verheerende Flächenangriffe

Das Besondere: V muss den letzten Schlag gegen jeden Feind selbst ausführen. Seine Vertrauten können Dämonen nur bis zu einem bestimmten Punkt schwächen – der tödliche Stoß muss von V kommen. Das bedeutet, dass man ständig zwischen Beschwörung, Positionierung und dem richtigen Moment für den Kill balancieren muss.

Das Spielen als V fühlt sich anfangs langsam und ungewohnt an. Nach dem direkten, aggressiven Stil von Nero ist es eine Umstellung, einen Charakter zu spielen, der sich aus dem Getümmel heraushält und seine Diener dirigiert. Aber genau darin liegt der Reiz. V bringt eine taktische Tiefe ins Spiel, die bei Nero nicht vorhanden ist. Man muss vorausdenken, die richtigen Vertrauten im richtigen Moment einsetzen und sich selbst in Sicherheit bringen.

Dieser Kampfstil sagt auch viel über V als Charakter aus. Er ist distanziert, reserviert, geheimnisvoll. Seine wahre Identität wird im Laufe des Spiels enthüllt, und sie ist eine der interessanteren Story-Wendungen.

Dante – Der Meister aller Klassen

Und dann ist da Dante. Der Dante. Die lebende Legende, der Dämonenjäger, der Sohn des legendären dunklen Ritters Sparda. In Devil May Cry 5 liefert Capcom die ultimative Version dieses Charakters – und das ist nicht übertrieben.

Dante hat in den Jahren des Dämonentötens Dutzende von Waffen und Kampfstilen gesammelt und gemeistert. Statt eines billigen Twists, der ihn zwingt, seine Fähigkeiten neu zu erlernen, startet Dante mit seinem vollen Arsenal. Sein charakteristisches Schwert Rebellion, die ikonischen Pistolen Ebony & Ivory, alles ist von Anfang an verfügbar. Im Laufe des Spiels kommen noch mehr Waffen hinzu, darunter ein Motorrad, das er als Nahkampfwaffe schwingt. Ja, wirklich.

Aber das ist noch nicht alles. Alle Waffen können mit einer von vier Kampfhaltungen kombiniert werden:

  • Trickster: Fokus auf Mobilität und Ausweichen
  • Gunslinger: Erweiterte Schusswaffen-Fähigkeiten
  • Swordmaster: Zusätzliche Nahkampf-Kombos
  • Royal Guard: Parieren und Kontern

Jeder Stil verleiht den Waffen andere Effekte, und alle können spontan per Knopfdruck gewechselt werden – mitten im Kampf, mitten in einer Kombo. Die Möglichkeiten sind schier endlos. Ein erfahrener Dante-Spieler kann Gegner in der Luft jonglieren, dabei dreimal den Stil wechseln, zwei Waffen tauschen und das Ganze mit einem perfekten Royal Guard-Parry abschließen.

Das klingt überwältigend, und das ist es auch – auf den ersten Blick. Aber Capcom hat das System so gestaltet, dass man nicht alles nutzen muss. Es ist völlig in Ordnung, sich auf ein paar Lieblingswaffen und einen bevorzugten Stil zu spezialisieren. Man kann Devil May Cry 5 durchspielen, ohne jemals die volle Komplexität von Dantes Arsenal zu nutzen. Aber für Spieler, die Perfektion anstreben, ist die Tiefe da. Und genau das macht das Kampfsystem so genial.

Devil May Cry 5

Grafik: Die RE Engine zeigt, was sie kann

Optisch ist Devil May Cry 5 ein absoluter Leckerbissen. Das Spiel nutzt die RE Engine, die erstmals bei Resident Evil 7: Biohazard zum Einsatz kam und seitdem auch Resident Evil 2 Remake angetrieben hat. Die Engine ist technisch beeindruckend und verleiht Devil May Cry 5 einen visuellen Glanz, der die Serie auf ein neues Level hebt.

Charaktermodelle

Die Charaktere sehen fantastisch aus. Dante, Nero und V wurden mit großer Detailtreue modelliert, und ihre Gesichtsanimationen in den Cutscenes sind bemerkenswert. Man sieht jede Falte, jeden Schweißtropfen, jede subtile Regung. Die Charakterdesigns sind typisch Devil May Cry – übertrieben, stylisch und mit einer gewissen Anime-Ästhetik, die zur Serie gehört.

Effekte und Action

Wo das Spiel wirklich brilliert, sind die Kampfeffekte. Wenn Nero seinen Devil Breaker aktiviert, wenn V seinen Nightmare beschwört, wenn Dante sein Motorrad schwingt – all das wird von spektakulären Partikeleffekten begleitet, die den Bildschirm in ein Feuerwerk verwandeln. Funken sprühen, Blut spritzt, Dämonen zerfallen in Asche. Es ist ein audiovisuelles Spektakel.

Die Bosskämpfe sind besonders beeindruckend. Ohne zu spoilern: Es gibt Momente in diesem Spiel, in denen die Action dermaßen eskaliert, dass man seinen Augen kaum traut. Die Entwickler haben keine Hemmungen, alles bis ins Absurde zu treiben – und genau das macht Devil May Cry aus.

Leveldesign

Das Leveldesign ist solide, wenn auch nicht das stärkste Element des Spiels. Die meisten Missionen führen durch dämonenverseuchte Straßen, organische Höhlen im Inneren des Qliphoth oder Ruinen der zerstörten Stadt. Es gibt Abwechslung, aber man merkt, dass das Hauptaugenmerk auf den Kämpfen liegt, nicht auf der Erkundung.

Einige künstliche Levelgrenzen hätten besser kaschiert werden können – es gibt Stellen, an denen unsichtbare Wände den Weg versperren, wo eigentlich keine sein sollten. Das ist ein kleines Ärgernis, das aber nicht wirklich ins Gewicht fällt.

Devil May Cry V

Sound: Rock’n’Roll und Dämonenschreie

Serienkenner wissen: Devil May Cry und fetzige Rockmusik gehören zusammen wie Dante und seine Pistolen. Devil May Cry 5 enttäuscht hier nicht.

Soundtrack

Der Soundtrack ist ein Mix aus Hard Rock, Metal und elektronischen Elementen, der perfekt zu den Kämpfen passt. Jeder der drei Charaktere hat sein eigenes Hauptthema:

  • „Devil Trigger“ für Nero – energiegeladen und aggressiv
  • „Crimson Cloud“ für V – mystischer, atmosphärischer
  • „Subhuman“ für Dante – brutal und kompromisslos (wurde nach Fan-Kritik an der ursprünglichen Version neu aufgenommen)

Die Musik wird dynamisch an das Kampfgeschehen angepasst. Je höher der Style-Rang, desto intensiver wird der Song. Bei SSS-Ranking erreicht die Musik ihren Höhepunkt und feuert einen förmlich an. Das ist ein cleveres System, das die Motivation steigert, stylisch zu spielen.

Devil May Cry 5

Soundeffekte

Die Soundeffekte sind satt und wuchtig. Jeder Schwerthieb hat Gewicht, jeder Schuss knallt, jeder Spezialangriff kracht. Die Dämonen kreischen und grunzen überzeugend, und die Umgebungsgeräusche – das Prasseln von Feuer, das Knacken von Knochen, das Grollen des Qliphoth – tragen zur Atmosphäre bei.

Sprachausgabe

Die englische Sprachausgabe ist hervorragend. Die Sprecher passen perfekt zu ihren Charakteren und liefern charismatische Performances ab. Besonders die Interaktionen zwischen den Charakteren sind gut geschrieben und witzig – Devil May Cry hat schon immer einen Hang zum Selbstironischen gehabt, und DMC 5 führt das fort.

Eine deutsche Synchronisation gibt es leider nicht, nur deutsche Untertitel. Das ist schade, aber die englische Fassung ist gut genug, um darüber hinwegzutrösten. Für Fans bietet Capcom zusätzlich eine japanische Sprachoption an.

Devil May Cry 5

Umfang und Wiederspielwert

Die Hauptkampagne von Devil May Cry 5 bietet etwa 15 bis 20 Stunden solide Action, je nachdem wie viel Zeit man mit Erkunden und optionalen Inhalten verbringt. Die Missionen sind in Kapitel unterteilt, die zwischen 20 und 40 Minuten dauern – perfekt für Sessions zwischendurch.

Zusätzliche Inhalte

Neben der Hauptstory gibt es:

  • Geheimmissionen: Versteckte Herausforderungen mit speziellen Belohnungen
  • Bloody Palace: Ein Survival-Modus mit 101 Etagen voller Dämonen
  • Höhere Schwierigkeitsgrade: Die härteren Modi müssen freigespielt werden
  • Freischaltbare Fähigkeiten: Das Upgrade-System bietet viel zu kaufen

Devil May Cry 5 Review

Wiederspielwert

Der Wiederspielwert hängt stark davon ab, was man von dem Spiel erwartet. Für Spieler, die das Kampfsystem meistern wollen, ist er enorm. Die Jagd nach dem perfekten SSS-Ranking, das Ausprobieren aller Waffen und Stile, das Bezwingen der höchsten Schwierigkeitsgrade – hier kann man Dutzende von Stunden versenken.

Für Spieler, die die Geschichte einmal erleben und dann weitergehen wollen, ist der Wiederspielwert geringer. Einige Missionen bieten die Wahl zwischen Nero und V, was einen zweiten Durchgang interessant macht, aber das grundlegende Erlebnis bleibt dasselbe.

Wer das „Tausende Dämonen töten und dabei cool aussehen“-Ding nicht mag und auch im Spielverlauf Ermüdungserscheinungen erlebt, wird keinen großen Wiederspielwert finden. Und das ist absolut verständlich – nicht jedes Spiel ist für jeden.

Kritikpunkte

So sehr ich Devil May Cry 5 genossen habe, gibt es einige Punkte, die ich ansprechen muss.

Story-Präsentation

Die Geschichte ist verwirrend, und manche Dinge werden nicht gut genug kommuniziert. Die Zwischensequenzen sind kurz und knackig, aber manchmal hätte ich mir mehr Zeit zum Erklären gewünscht. Das Reboot von Ninja Theory hat das besser gemacht.

Missionsdesign

Das Missionsdesign ist solide, aber nicht besonders einfallsreich. Die meisten Levels bestehen aus Korridoren und Arenen, verbunden durch kurze Plattforming-Passagen. Es gibt wenig Überraschungen, wenig Umgebungs-Rätsel, wenig Exploration. Das funktioniert für ein Action-Spiel, aber etwas mehr Abwechslung wäre willkommen gewesen.

Künstliche Levelgrenzen

Wie bereits erwähnt, hätten einige unsichtbare Wände besser kaschiert werden können. Es gibt Stellen, an denen man eigentlich springen oder klettern können sollte, aber eine unsichtbare Barriere stoppt einen.

V kann frustrierend sein

Obwohl ich Vs Gameplay-Konzept schätze, kann es manchmal frustrierend sein. Die Vertrauten-KI ist nicht immer perfekt, und es gibt Momente, in denen Shadow und Griffon nicht tun, was man von ihnen erwartet. Das führt gelegentlich zu Toden, die sich unfair anfühlen.

Keine deutsche Synchronisation

Wie bereits erwähnt, fehlt eine deutsche Tonspur. Bei einem Spiel mit so viel Dialog und Persönlichkeit ist das bedauerlich.

Devil May Cry 5 Deluxe Edition

Fazit

Devil May Cry 5 ist eine triumphale Rückkehr für eine Serie, die zu lange abwesend war. Capcom hat hier etwas geschaffen, das sich anfühlt wie die ultimative Version von Devil May Cry – ein Spiel, das alles Gute der Vorgänger nimmt und auf ein neues technisches Niveau hebt.

Das Kampfsystem ist so tief und befriedigend wie nie zuvor. Die drei spielbaren Charaktere bieten genug Abwechslung, um das Spiel frisch zu halten, und Dantes Arsenal ist schlichtweg absurd in seiner Vielfalt. Die Grafik dank der RE Engine ist beeindruckend, der Soundtrack treibend, und das Style-System motiviert zu immer eleganteren Kämpfen.

Ja, die Story ist verwirrend. Ja, das Missionsdesign könnte abwechslungsreicher sein. Ja, V kann manchmal frustrieren. Aber das sind kleine Kratzer auf einem ansonsten glänzenden Spiel. Wer Hack-and-Slash-Action liebt, wer stylische Kämpfe sucht, wer sehen will, wie ein Typ mit weißen Haaren ein Motorrad als Waffe schwingt – der ist hier genau richtig.

Nach elf Jahren Wartezeit hat sich die Geduld ausgezahlt. Devil May Cry ist zurück, und es hat nichts von seinem Charme verloren.

Es rockt, es bockt – wird bis zum Abwinken gezockt.


Bewertung: 8.7/10

Stärken:

  • Kampfsystem tief und befriedigend
  • Drei spielbare Charaktere mit unterschiedlichen Stilen
  • Nero mit kreativem Devil Breaker-System
  • V als taktische Alternative erfrischend
  • Dante mit schier endlosen Kombinations-Möglichkeiten
  • RE Engine liefert beeindruckende Grafik
  • Charaktermodelle und Animationen hervorragend
  • Spektakuläre Bosskämpfe
  • Dynamischer Soundtrack
  • Style-System motiviert zu kreativem Spielen
  • Hoher Wiederspielwert für Action-Fans
  • Bloody Palace als zusätzlicher Modus
  • Mehrere Schwierigkeitsgrade
  • Solide Spielzeit von 15-20 Stunden
  • Serieneinsteiger willkommen

Schwächen:

  • Story verwirrend und schlecht kommuniziert
  • Missionsdesign könnte abwechslungsreicher sein
  • Künstliche Levelgrenzen sichtbar
  • V-Gameplay manchmal frustrierend
  • Vertrauten-KI nicht immer zuverlässig
  • Keine deutsche Synchronisation
  • Manche Zwischensequenzen zu kurz

Technische Daten:

  • Entwickler: Capcom
  • Publisher: Capcom
  • Genre: Hack and Slash / Action
  • Plattformen: PlayStation 4, Xbox One, PC
  • Release: 8. März 2019
  • Engine: RE Engine
  • Spielbare Charaktere: Nero, V, Dante
  • Schwierigkeitsgrade: Human, Devil Hunter, Son of Sparda, Dante Must Die, Heaven or Hell, Hell and Hell
  • Spielzeit: 15-20 Stunden (Kampagne)
  • Altersfreigabe: USK 16

Devil May Cry

 

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