Mit dem Steueränderungsgesetz 2025 hat der Gesetzgeber E-Sport-Vereinen die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Ab 1. Januar 2026 profitieren sie von steuerlichen Privilegien und Fördermitteln, vergleichbar mit traditionellen Sportarten. Nach jahrelangem Engagement der Spieler unterstreicht dies die wachsende gesellschaftliche Relevanz von Gaming und digitalen Wettkämpfen. Eine Studie des Energieanbieters E WIE EINFACH in Kooperation mit sd vybrant zeigt jedoch: Im professionellen Kontext bremsen bestehende Klischees gamende Talente beim Berufsstart aus.
60% unterstellen Gamern ungesunden Lebensstil
Die online unter 503 Personalverantwortlichen durchgeführte Studie offenbart eine ambivalente Haltung gegenüber Gaming als Hobby. Das spiegelt sich vor allem in der Wahrnehmung von Kompetenzen und Stereotypen wider:
Negative Stereotype:
- 60% unterstellen Gamern einen ungesunden Lebensstil
- 52% mangelnde Kommunikationsfähigkeiten
- 51% geringe soziale Kompetenzen
- 45% Unreife oder kindliches Verhalten
- 35% halten sie für unzuverlässig
Diese Vorurteile wirken sich direkt auf Bewerbungschancen aus: Während rund 80% der HR-Entscheider Hobbys generell als relevant für den ersten Eindruck im Bewerbungsprozess einschätzen, bewertet nur ein Viertel (28%) Gaming positiv. Mehr als die Hälfte (51%) steht dem Hobby dagegen skeptisch bis ablehnend gegenüber.

Positive Eigenschaften werden durchaus erkannt
Immerhin erkennen HR-Entscheider auch Potenziale bei Gamern:
Positive Attribute:
- 63% assoziieren Gamer mit erhöhtem strategischem Denken
- 52% mit stärkeren Problemlösungsfähigkeiten
- 46% mit höherer Belastbarkeit unter Druck
Doch die Gesamtbewertung bleibt negativ. Die erkannten Stärken scheinen die tief verwurzelten Vorurteile nicht ausreichend zu kompensieren, um Gaming als gleichwertiges Hobby in Bewerbungsprozessen zu etablieren.

E-Sport-Karrieren kaum als Berufserfahrung anerkannt
Die Studie beleuchtet zudem die Wahrnehmung professioneller E-Sport-Karrieren als „echte“ Berufserfahrung:
- 23% verneinen dies kategorisch
- 25% sehen sie nur bedingt als anerkennenswert an
- Lediglich 14% bewerten sie als Leistung mit transferierbaren Kompetenzen für Quereinstiege
Diese Zahlen sind besonders bemerkenswert angesichts der nun erfolgten Anerkennung von E-Sports als gemeinnützige Aktivität. Die politische Aufwertung scheint in den Personalabteilungen noch nicht angekommen zu sein.

Demografische Unterschiede verstärken Ambivalenz
Demografische Unterschiede verstärken die Ambivalenz: Ältere Befragte (über 55 Jahre) und Personaler aus kleineren Unternehmen (bis 10 Mitarbeitende) äußern sich ablehnender, während sich Entscheider in Großunternehmen offener für E-Sport-Talente zeigen.
Dies deutet darauf hin, dass größere Organisationen bereits weiter bei der Anerkennung digitaler Kompetenzen sind und den Wandel der Arbeitswelt aktiver mitgestalten.

E WIE EINFACH wirbt gezielt um Gamer-Talente
E WIE EINFACH engagiert sich bereits seit Jahren für Gaming und E-Sports, um Energie nicht nur versorgungssicher, sondern auch erlebbar zu machen. Mit einem eigenen E-Sports-Team, dessen Spieler in der höchsten deutschen League of Legends-Liga, der Prime League, antreten, verbindet das Kölner Unternehmen seine Kernkompetenz Energieversorgung mit der Lebensrealität digitaler Natives.
Konsequent hat E WIE EINFACH auch seine Ansprache an Bewerber erweitert und wirbt gezielt um Gamer – getrieben von der Überzeugung, dass gerade diese digitalen Natives einzigartige Stärken einbringen. Das Unternehmen zeigt damit einen progressiven Ansatz, der im Kontrast zu den Studienergebnissen steht.

Gemeinnützigkeit als Chance für Imagewandel
Die politische Anerkennung von E-Sports als gemeinnützig könnte langfristig einen Imagewandel bewirken. Wenn E-Sport-Vereine ab 2026 von steuerlichen Privilegien und Fördermitteln profitieren, erhält die Branche eine offizielle Legitimation, die auch die Wahrnehmung in Personalabteilungen verändern könnte.
Nach jahrelangem Engagement der Spieler unterstreicht die Gemeinnützigkeit die wachsende gesellschaftliche Relevanz von Gaming und digitalen Wettkämpfen. Es bleibt abzuwarten, ob diese politische Aufwertung die in der Studie offengelegten Vorurteile mittelfristig entschärfen kann.
Die Diskrepanz zwischen politischer Anerkennung und beruflicher Realität zeigt: Der Weg zur vollständigen gesellschaftlichen Akzeptanz von Gaming als wertvolles Hobby und E-Sports als legitime Karriereoption ist noch nicht abgeschlossen. Die Gemeinnützigkeit könnte jedoch ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg sein.
Die vollständigen Studienergebnisse und weitere Informationen sind im Newsroom von E WIE EINFACH verfügbar.



