MindsEye

MindsEye im Test – Leslie Benzies‘ katastrophales Comeback nach GTA

Nach jahrelanger Wartezeit präsentiert Leslie Benzies, der ehemalige Präsident von Rockstar North und kreative Kopf hinter GTA III bis V, endlich sein Comeback-Projekt. MindsEye sollte zeigen, dass der Mann, der Grand Theft Auto zur Legende machte, auch ohne Rockstars Ressourcen Großes schaffen kann. Die Ankündigung löste enorme Vorfreude aus – nun ist das Spiel da. Die zentrale Frage: Hat Benzies es geschafft, oder bleibt MindsEye ein warnendes Beispiel dafür, wie schwer es ist, außerhalb bewährter Strukturen zu glänzen?

Ein wichtiger Hinweis vorab: Für MindsEye gab es keine Review-Codes – weder für uns noch für die meisten anderen Medien. Das kann verschiedene Gründe haben: zu viele Anfragen, schlechtes Timing oder logistische Probleme. In der Praxis ist das fehlende Vertrauen des Publishers jedoch oft ein Warnsignal. Wer bewusst darauf verzichtet, der Presse vorab Zugang zu gewähren, hat häufig etwas zu verbergen. Ob das bei MindsEye der Fall war, sei dahingestellt – Fakt ist: Ich habe das Spiel zeitgleich mit allen anderen gekauft und getestet.

Der GTA-Schatten – Fluch und Segen zugleich

Bevor wir ins Spiel selbst eintauchen, muss ich den Elefanten im Raum ansprechen: MindsEye wird unausweichlich mit Grand Theft Auto verglichen. Und das ist kein Zufall.

Leslie Benzies war nicht irgendein Entwickler bei Rockstar – er war der kreative Motor hinter der 3D-Ära von GTA. Von GTA III über Vice City und San Andreas bis hin zu GTA IV und V prägte er das Genre wie kaum ein anderer. Als er 2016 nach einem Rechtsstreit das Studio verließ und Build a Rocket Boy gründete, waren die Erwartungen astronomisch.

Das Marketing hat diese Verbindung schamlos ausgeschlachtet. Überall wurde Benzies‘ Vergangenheit betont, Trailer suggerierten GTA-ähnliche Action, und die Community verglich jedes Detail mit Rockstars Meisterwerk. MindsEye wollte diesen Vergleich – es hat ihn provoziert, eingeladen, für sich genutzt.

Oberflächlich gibt es tatsächlich Parallelen: Third-Person-Action in einer urbanen Spielwelt, Schießereien, Verfolgungsjagden, eine kriminelle Unterwelt. Die Grundformel stimmt. Doch MindsEye ist kein Open-World-Sandbox wie GTA. Es ist ein lineares Story-Spiel mit Pseudo-Open-World – eine „Fake Open World“, wie die Entwickler selbst zugeben. Die Kampagne dauert 14-15 Stunden, dann ist Schluss. Keine Nebenaktivitäten, keine Sammelgegenstände, kein Chaos auf Knopfdruck.

Das Setting unterscheidet sich ebenfalls fundamental: Statt satirischer Gegenwart bietet MindsEye eine nah-futuristische Welt mit neuralen Implantaten, KI-Dominanz und Cyberpunk-Ästhetik.

Ist der Vergleich also fair? Teils-teils. MindsEye hat die Erwartungen selbst geschürt und muss sich nun daran messen lassen. Aber ich will das Spiel trotzdem an seinen eigenen Maßstäben bewerten – und da zeigen sich die Probleme schnell.

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Redrock City – Schöne Fassade, leerer Kern

MindsEye spielt in Redrock, einer futuristischen Wüstenmetropole, die unverkennbar an Las Vegas angelehnt ist. Wolkenkratzer, Neonlichter, eine riesige Kuppel im Zentrum – visuell macht die Stadt einiges her. Technologie ist allgegenwärtig: Roboter arbeiten an jeder Ecke, neurale Implantate sind Standard, und Megakonzerne kontrollieren Politik und Wirtschaft.

Die Hauptfigur Jacob Diaz ist ein ehemaliger Elite-Soldat mit dem titelgebenden MindsEye – einem neuralen Implantat, das ihm fragmentierte Erinnerungen an eine katastrophale Mission beschert. Er nimmt einen Job bei Silva Corp an, dem Unternehmen hinter dem Implantat, offiziell um Sicherheitsprobleme zu lösen. Sein wahres Ziel: Herausfinden, was damals schiefging.

Die Prämisse klingt nach einem spannenden Techno-Thriller – Verschwörungen, KI-Konflikte, Identitätskrisen. Leider scheitert MindsEye daran, daraus eine fesselnde Geschichte zu formen. Die Handlung fühlt sich an wie eine lieblose Aneinanderreihung von Sci-Fi-Klischees. Charaktere bleiben austauschbar, Dialoge klingen oft peinlich, und die großen Wendungen sieht man meilenweit kommen.

Was mich besonders gestört hat: Der Großteil der Story wird über Telefongespräche erzählt. Statt cineastischer Cutscenes, die Benzies‘ Stärken ausspielen würden, höre ich endlos lange, monotone Dialoge während Autofahrten. NPCs rufen ständig an, unterbrechen mich bei jeder Gelegenheit und machen das Spiel zu einem audiovisuellen Geduldsspiel.

Redrock selbst ist enttäuschend leblos. Die versprochene Open-World entpuppt sich als Mogelpackung. Es gibt keine Geschäfte, keine Polizei, kein Fahndungssystem. Die meisten Fahrzeuge kann ich nicht stehlen. NPCs reagieren kaum auf meine Aktionen. Nach der Hauptstory gibt es buchstäblich nichts zu tun – die Stadt ist reines Beiwerk für ein lineares Spiel.

Kampf und Fahrzeuge – Rückschritt auf ganzer Linie

Das Kampfsystem ist ein generischer Cover-Shooter, wie man ihn vor 15 Jahren gespielt hat. Ich ducke mich hinter Objekten, warte, bis Gegner nachladen, schieße, wiederhole. Keine Innovation, keine Raffinesse, kein Spaß.

Die Waffen fühlen sich gewichtslos an. Es gibt kaum Rückstoß, kein befriedigendes Feedback. Die Auswahl ist überschaubar – Pistolen, Gewehre, Schrotflinten, Scharfschützengewehre – ohne jegliche Anpassungsmöglichkeiten oder Progression. Was mich wirklich fassungslos macht: Es gibt keinen Nahkampf. In einem Action-Spiel von 2025 kann ich Gegner nicht schlagen oder treten. Das ist so absurd, dass es schon wieder beeindruckt.

Auch Stealth fehlt komplett. Obwohl manche Missionen suggerieren, ich könnte mich anschleichen, existiert kein entsprechendes System. Gegner entdecken mich sofort, und es endet immer in einer Schießerei.

Die KI ist katastrophal. Gegner rennen direkt auf mich zu, verhaken sich in der Umgebung, schießen durch Wände oder stehen regungslos da, während ich ihre Kameraden erledige. Manchmal hängen Waffen in 90-Grad-Winkeln an ihren Händen – ein Bug, der jede Immersion zerstört.

Das Fahren ist nicht besser. Die Autos sehen zwar gut aus, aber die Physik schwankt zwischen viel zu arcadig und komplett kaputt. Fahrzeuge reagieren träge, Kollisionen schleudern mich unkontrolliert durch die Luft, und der KI-Verkehr verhält sich völlig erratisch.

Die Verfolgungsjagden, die so spektakulär aussehen sollten, sind frustrierend. Ich fahre auf vorgegebenen Routen, ballere aus dem Fenster auf respawnende Gegner und frage mich, warum das überhaupt Spaß machen sollte.

Technik – Visuell beeindruckend, technisch verheerend

Visuell zeigt MindsEye, was die Unreal Engine 5 kann. Charaktermodelle sind detailliert, Gesichter sehen realistisch aus, und Redrock bietet stellenweise atemberaubende Ausblicke. Die Skyline bei Sonnenuntergang, neonbeleuchtete Straßen bei Nacht – es gibt Momente, in denen das Spiel wirklich gut aussieht.

Aber die technische Umsetzung war zum Launch eine Katastrophe. Selbst auf High-End-Hardware gab es massive Framerate-Einbrüche, Stottern und komplette Freezes. NPCs liefen durch Wände, Fahrzeuge explodierten ohne Grund, Missionen brachen wegen Scripting-Fehlern ab. Ein Memory-Leak führte nach 30-60 Minuten zu Crashes.

Die Performance-Probleme trafen alle Plattformen. PS5-Spieler berichteten von FPS-Drops in den einstelligen Bereich, PC-Spieler kämpften trotz moderner Systeme um stabile 60 FPS. Die Systemanforderungen sind absurd – 19GB RAM auf mittleren Settings, obwohl 16GB noch Standard sind.

Verschenktes Potenzial – Das MindsEye-Implantat

Das titelgebende MindsEye-Implantat spielt spielerisch kaum eine Rolle. Es triggert gelegentlich Flashbacks oder visuelle Glitches, aber das sind scripted Events ohne Interaktion. Stattdessen nutze ich ein „Lenz“ – eine Kontaktlinse mit HUD-Funktion, die Minimap und Wegpunkte zeigt. Das war’s.

Keine Zeitlupe, kein Hacking, keine kreativen Mechaniken. Vollkommen verschenktes Potenzial. Man hätte so viel aus diesem Konzept machen können – stattdessen ist es bloße Kulisse.

Missions-Design – Endlose Wiederholungen

Fast jede Mission folgt demselben Schema: Fahre zu Ort X, erschieße Wellen von Gegnern, fahre zu Ort Y, wiederhole. Gelegentliche Autojagden unterbrechen die Monotonie, aber auch die sind mechanisch identisch. Varianz? Fehlanzeige.

Nach 14-15 Stunden hatte ich genug gesehen – und zwar buchstäblich alles, was das Spiel zu bieten hat. Es gibt kein Endgame, keine Motivation, Redrock weiter zu erkunden. Der geplante Free-Roam-Modus wurde gestrichen und durch ARCADIA ersetzt – eine Content-Creation-Plattform, die nur auf PC verfügbar ist. Konsolen-Spieler zahlen 60€ für ein lineares Spiel ohne Wiederspielwert.

ARCADIA – Nischenprojekt statt Selling-Point

ARCADIA sollte MindsEye mit Everywhere, Build a Rocket Boys ambitionierter Game-Creation-Plattform, verbinden. In der Praxis ist es ein Baukasten-System für nutzergenerierte Missionen und Arenas – nur auf PC verfügbar.

Die Tools sind mächtiger als erwartet, aber auch kompliziert und schlecht dokumentiert. Die Tutorial-Mission ist so banal (Roboter platzieren, zusehen wie sie Räuber töten), dass sie eher abschreckt. Und wenn das Hauptspiel schon enttäuscht, warum sollte ich dann Content dafür erstellen?

Sound und Lokalisierung

Die Sprachausgabe ist inkonsistent. Jacob wird solide vertont, aber Nebencharaktere schwanken zwischen akzeptabel und peinlich. Eine deutsche Lokalisierung fehlt komplett – ich muss mit englischen Texten vorliebnehmen.

Immerhin: In diesem Punkt hat MindsEye tatsächlich etwas mit GTA gemeinsam – die fehlende deutsche Sprachausgabe. Nach über 25 Jahren verzichtet Rockstar immer noch darauf, ihre Spiele ins Deutsche zu vertonen, und Build a Rocket Boy scheint diese „Tradition“ gerne fortzuführen. Ob das nun eine bewusste Hommage an Benzies‘ alte Heimat ist oder schlicht Budgetmangel, sei dahingestellt. Zumindest bei GTA passt die englische Vertonung perfekt zur satirischen US-Kultur – bei MindsEyes generischen Dialogen wäre eine deutsche Synchronisation vermutlich auch keine große Hilfe gewesen.

Musikalisch bleibt MindsEye unauffällig. Der Soundtrack ist generischer Action-Einheitsbrei ohne prägnante Themen. Soundeffekte sind okay, aber mehr auch nicht.

Kontroversen und Hintergründe

MindsEyes Launch war nicht nur spielerisch katastrophal. Build a Rocket Boy geriet in mehrere Kontroversen rund um MindsEye:

Co-CEO Mark Gerhard behauptete, die negativen Reviews seien Teil einer bezahlten Kampagne – vermutlich von Rockstar finanziert. Eine absurde Verschwörungstheorie ohne jegliche Beweise.

Positive Steam-Reviews stellten sich als gefälscht heraus – identische Texte von verschiedenen Accounts.

Innerhalb von Wochen erhielten über 100 Mitarbeiter Kündigungen, im Juli waren es 300. Die IWGB verklagte das Studio wegen Misshandlung.

Im Oktober veröffentlichten Entwickler einen offenen Brief, der Benzies und Gerhard Fehlmanagement, Crunch und toxisches Verhalten vorwarf. Laut Aussagen habe Benzies nie entschieden, welches Spiel er eigentlich machen wolle.

Diese Hintergründe erklären viel. MindsEye wirkt wie ein Projekt ohne klare Vision.

Metacritic-Desaster

Die Kritiker-Rezeption war verheerend. Zum Testzeitpunkt (zwei Wochen nach Launch):

  • Metacritic: 43 (PC), 28 (PS5), 33 (Xbox)
  • OpenCritic: 34, nur 6% Empfehlungen
  • Steam: Mixed (47% positiv)

MindsEye ist das schlechteste Spiel von 2025 – schlechter als Ambulance Life: A Paramedic Simulator. Nur Gollum (2023) war vergleichbar desaströs.

Mein Fazit (Stand: Juni 2025)

MindsEye ist eine kolossale Enttäuschung. Es verspricht ein modernes Action-Erlebnis vom GTA-Mastermind, liefert aber ein technisch kaputtes, inhaltlich leeres und spielerisch veraltetes Produkt. Die Story ist flach, das Gameplay repetitiv, die Performance katastrophal.

Benzies‘ Reputation rettet das Spiel nicht – im Gegenteil. MindsEye zeigt, dass GTA-Brillanz nicht ohne Rockstars Infrastruktur, Budgets und Entwicklungszeit funktioniert.

Für 60€ ist das eine Frechheit. Selbst mit zukünftigen Patches bleiben fundamentale Designprobleme. MindsEye hat keine Identität, keine Vision, keinen Mehrwert.


Update Dezember 2025 – Die Patches haben gewirkt

Nach dem desaströsen Launch hat Build a Rocket Boy massiv nachgebessert – ähnlich wie es auch andere Studios nach schwierigen Launches geschafft haben. Über sechs Monate und zahlreiche Patches später sieht MindsEye deutlich besser aus:

Hotfix #1 & #2 (Juni 2025): Behebung des kritischen Memory Leaks, erste Performance-Optimierungen, Bug-Fixes. Das Spiel wurde stabiler, aber nicht grundlegend besser.

Title Update 4 (September 2025): Shader- und Asset-Optimierungen, bessere Performance auf schwacher Hardware. Die Entwickler entfernten „ambient rubbish“ zur Leistungssteigerung – ein verzweifelter Schritt, der aber half.

Title Update 5 (Oktober 2025): Bugfixes für Stuck-Probleme, LOD-Verbesserungen, Environmental-Korrekturen. Solide Qualitätsarbeit, aber nichts Spektakuläres.

Title Update 6 (November 2025) – Der Game-Changer:

Mit über 150 Änderungen hat dieses Update MindsEye transformiert:

  • Kampfsystem: Ausweichrolle hinzugefügt (endlich!), bessere Waffen-Präzision, neue Animationen, anpassbare Kamera
  • KI: Intelligentere Gegner, kontextabhängiges Verhalten, natürlichere Reaktionen
  • Fahrzeuge: Physikalisches Modell für Flugautos, verbesserte Kollisionen
  • Grafik: Textur-/Beleuchtungsfixes, Gesichtsausdrücke für NPCs, bessere Wettereffekte
  • QoL: Mehr Speicherpunkte, weniger Wiederholungen, UI-Verbesserungen

Zusätzlich gibt es jetzt eine kostenlose Demo mit einer Story-Mission und ARCADIA-Zugang – clever für die Spieler-Akquise.

Das Resultat: MindsEye ist heute ein funktionierendes, spielbares Spiel. Die Performance ist stabil, Crashes sind selten, das Kampfsystem fühlt sich kompetent an. Die Steam-Reviews der letzten 30 Tage zeigen es: 78% positiv – „Mostly Positive“.

Aber: Ein funktionierendes Spiel ist nicht automatisch ein gutes Spiel. Die Story bleibt generisch, Charaktere flach, Missionen repetitiv. Die Pseudo-Open-World ist immer noch sinnlos – keine Shops, keine Polizei, kein Leben. ARCADIA bleibt PC-exklusiv.

Build a Rocket Boy verdient Anerkennung für die Patch-Arbeit. Sie haben aus einem Desaster ein spielbares Produkt gemacht. Aber die fundamentalen Designprobleme kann kein Patch lösen.

Mein aktuelles Fazit: Für 20€ im Sale oder via kostenloser Demo ist MindsEye mittlerweile einen Blick wert – als kurioses Beispiel für gescheiterte Ambitionen und überraschende Redemption. Als 60€-Vollpreis-Titel bleibt es nicht empfehlenswert.


Bewertung Launch (Juni 2025): 3/10

Bewertung Update-Stand (Dezember 2025): 6/10

Stärken (nach Patches):

  • Deutlich verbesserte Performance und Stabilität
  • Überarbeitetes Kampfsystem mit Ausweichrolle
  • Smartere KI-Gegner
  • Visuell beeindruckende Momente in Redrock
  • Kostenlose Demo verfügbar
  • Solide Charaktermodelle und Gesichtsanimationen

Schwächen (auch nach Patches):

  • Generische, vorhersehbare Story mit flachen Charakteren
  • Repetitives Missions-Design ohne Variation
  • Pseudo-Open-World ohne Leben oder Aktivitäten
  • Kein Polizei-/Fahndungssystem, kaum stehlbare Fahrzeuge
  • Kein Nahkampf, keine Stealth-Mechaniken
  • ARCADIA PC-exklusiv, Konsolen-Content fehlt
  • Keine deutsche Lokalisierung
  • MindsEye-Implantat mechanisch irrelevant
  • Zu teuer für gebotenen Content (60€)

Empfehlung:

Wartet auf Sale-Preise unter 20€ oder testet die kostenlose Demo. Als Vollpreis-Kauf ungeeignet, selbst nach massiven Verbesserungen. Für Fans von Redemption-Geschichten interessant, aber GTA-Qualität erreicht MindsEye nie.

Getestet auf: PC (RTX 4080, Ryzen 9 7950X, 32GB RAM) und PlayStation 5
Spieldauer: ca. 14 Stunden Hauptkampagne, 3 Stunden ARCADIA
Erhältlich für: PC (Steam, Epic Games Store), PlayStation 5, Xbox Series X|S

Häufig gestellte Fragen zu MindsEye

Lohnt sich MindsEye nach den Updates?
Nach 6 Monaten intensiver Patches ist MindsEye von einem 3/10 Desaster zu einem spielbaren 6/10 Titel geworden. Die Performance ist stabil, viele Bugs wurden behoben, und das Kampfsystem funktioniert nun. Allerdings bleiben die fundamentalen Designprobleme: generische Story, repetitive Missionen und eine leere Pseudo-Open-World. Zum Sale-Preis unter 20€ kann man einen Blick riskieren, zum Vollpreis von 60€ bleibt es nicht empfehlenswert.

Muss ich GTA gespielt haben, um MindsEye zu verstehen?
Nein, MindsEye hat inhaltlich nichts mit Grand Theft Auto zu tun. Die Verbindung besteht nur durch Entwickler Leslie Benzies, der früher bei Rockstar GTA III bis V leitete. MindsEye ist ein eigenständiges Sci-Fi-Spiel mit Cyberpunk-Setting in der fiktiven Stadt Redrock. Der GTA-Vergleich entstand durch das Marketing und die Community-Erwartungen.

Wie lange dauert MindsEye?
Die Hauptkampagne bietet 14-15 Stunden Spielzeit in einem linearen Story-Verlauf. Es gibt keine Nebenaktivitäten, Sammelgegenstände oder Endgame-Content. Die versprochene Open-World ist eine Fake-Open-World ohne Leben. Nach der Story ist das Spiel vorbei – außer auf PC, wo der ARCADIA-Editor verfügbar ist.

Was ist ARCADIA und ist es auf Konsolen verfügbar?
ARCADIA ist ein Content-Creation-Tool, mit dem Spieler eigene Missionen und Arenas erstellen können. Es ist ausschließlich auf PC verfügbar – PS5 und Xbox Series Spieler haben keinen Zugang dazu. Die Tools sind mächtig, aber kompliziert und schlecht dokumentiert. Für Konsolen-Spieler bedeutet das: 60€ für ein 15-Stunden-Spiel ohne Wiederspielwert.

Gibt es eine deutsche Sprachausgabe?
Nein, MindsEye bietet keine deutsche Synchronisation – ähnlich wie Grand Theft Auto. Das Spiel ist komplett auf Englisch vertont, deutsche Untertitel sind vorhanden. Die englische Sprachausgabe ist qualitativ gemischt: Protagonist Jacob wird solide vertont, aber viele Nebencharaktere klingen hölzern oder übertrieben.

Für welche Plattformen ist MindsEye erhältlich?
MindsEye ist für PC (Steam, Epic Games Store), PlayStation 5 und Xbox Series X/S erhältlich. Eine Version für ältere Konsolen (PS4, Xbox One) wurde nie angekündigt. Die Systemanforderungen sind hoch: Auf PC werden mindestens 16GB RAM empfohlen, auf mittleren Settings sogar 19GB. Die Performance wurde durch Patches verbessert, bleibt aber anspruchsvoll.

Wie unterscheidet sich MindsEye von GTA?
Trotz Leslie Benzies‘ Vergangenheit ist MindsEye kein GTA-Klon. Die größten Unterschiede: MindsEye ist ein lineares Story-Spiel ohne echte Open-World-Freiheit, es gibt kein Polizei-System oder Fahndungslevel, die Stadt Redrock ist reine Kulisse ohne Aktivitäten, Nahkampf und Stealth fehlen komplett, und die Kampagne dauert nur 15 Stunden statt 40-60 bei GTA. MindsEye ist eher ein mittelmäßiger Action-Shooter mit Pseudo-Open-World.

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