The Casting of Frank Stone erweitert das beliebte Dead by Daylight-Universum um eine cinematische Einzelspieler-Erfahrung.
Das Spiel stammt aus der Feder von Supermassive Games, den Machern von Until Dawn, The Quarry und The Dark Pictures: House of Ashes. Kann das Horror-Studio die Erwartungen der Dead by Daylight-Community erfüllen?
Story: Cedar Hills und Frank Stones Vermächtnis
Die Geschichte spielt in Cedar Hills, einer Stadt, die für immer durch Frank Stones gewalttätige Vergangenheit geprägt wurde.
Eine Gruppe junger Freunde entdeckt, dass Stones blutiges Erbe tiefe Narben hinterlassen hat – nicht nur in Familien und Generationen, sondern im Gefüge der Realität selbst.
Prequel zu Dead by Daylight
Das Spiel fungiert als Prequel und erzählt die Entstehungsgeschichte des ikonischen Killers Frank Stone. Ein Mysterium kosmischen Ausmaßes, bei dem jede Entscheidung zählt.
Mehrere Zeitebenen
Die Handlung erstreckt sich über mehrere Zeitebenen und folgt verschiedenen Charakteren, deren Schicksale miteinander verwoben sind. Supermassive nutzt ihre bewährte Erzählstruktur mit verzweigten Handlungssträngen und multiplen Enden.

Gameplay: Vertraute Mechaniken
Frank Stone spielt sich wie Supermassives bisherige Spiele seit Until Dawn (2015). Eine gameplay-leichte, filmähnliche Erfahrung:
- Verschiedene Charaktere kontrollieren
- Beziehungen formen
- Charaktere am Leben halten
Die bewährte Mischung
- Quick-Time-Events
- Erkundung
- Entscheidungsfindung
- Hinweise sammeln
Besonders hervorzuheben sind die Kamera-Sequenzen, die zusätzliche Spannung erzeugen.
Keine großen Änderungen
Das Spiel nimmt keine großen Änderungen an der Until Dawn/Dark Pictures-Formel vor, verbindet sie aber effektiv mit dem Dead by Daylight-Universum.
Horror-Atmosphäre: Spannung statt Jump-Scares
Das Spiel bietet nicht so viele Jump-Scares, wie man sich wünschen würde. Aber es ist voller Spannung mit herzklopfenden Momenten, in denen man vor Mr. Stone flieht.
Psychologischer Horror
- Bewusst atmosphärische Dichte statt billiger Schockeffekte
- Bedrohung durch Frank Stone konstant aufgebaut
- Beklemmende Grundstimmung durchgehend
Dead by Daylight-Verbindung
Die Verbindung zeigt sich in:
- Figurenauswahl
- Visueller Gestaltung
- Horror-Elementen
- Vertraute Motive und Referenzen
Grafik: Technischer Glanz
The Casting of Frank Stone sieht unglaublich aus:
- Großartige Charaktermodelle
- Atmosphärische Umgebungen
- Detailreiche Gesichtsanimationen
- Stimmungsvolle Beleuchtung
Die Mühle als Highlight
Besonders gelungen ist die Atmosphäre der Mühle – jeder Schauplatz erzählt durch visuelle Details seine eigene Geschichte.
Cinematische Inszenierung
Die filmische Inszenierung erreicht ein hohes Niveau. Von verlassenen Industrieanlagen bis zu düsteren Wohnhäusern – jede Location verstärkt das Gefühl der Bedrohung.
Kritikpunkte: Zwischen Routine und Innovation
Vorhersehbare Handlung
Die größte Schwäche liegt in der vorhersehbaren Handlungsführung und Genre-typischen Klischees. Das Spiel wirkt teilweise schablonenhaft.
Wenig Innovation
The Casting of Frank Stone wird als unglaublich hübsche, aber derivative Erweiterung beschrieben. Es fehlt an innovativen Elementen, die es von anderen Supermassive-Produktionen abheben würden.
Steam-Bewertungen
- 64% positiv (über 2.400 Bewertungen)
- Letzte 30 Tage: 72% positiv
Für Dead by Daylight-Fans
Für eingefleischte Fans, die täglich spielen, Streams schauen und die Lore kennen, ist das Spiel ein besonderes Erlebnis:
- Zahlreiche Referenzen
- Hintergrundgeschichten zum Universum
- Subtile Anspielungen
- Erweiterung der Lore
Das Spiel funktioniert aber auch für Neueinsteiger.
Wiederspielwert
Ein Pluspunkt: Multiple Handlungsstränge und Enden. Spieler werden motiviert, verschiedene Entscheidungswege zu erkunden.
Die moralischen Dilemmata fühlen sich größtenteils bedeutsam an – auch wenn manche Konsequenzen vorhersehbar ausfallen.
Fazit
The Casting of Frank Stone ist ein typisches Supermassive Games-Produkt mit allen Vor- und Nachteilen.
Positiv:
- Cinematische Präsentation hervorragend
- Verbindung zu Dead by Daylight gelungen
- Technische Umsetzung überzeugt
- Atmosphärisch dicht
Negativ:
- Vorhersehbare Handlungsverläufe
- Genre-Klischees
- Wenig innovative Gameplay-Mechaniken
- Schablonenhaft
Das Spiel bietet solide Horror-Unterhaltung für Fans des Genres und der Dead by Daylight-Serie. Wer Until Dawn, The Quarry und The Dark Pictures mochte und sich für Frank Stones Hintergrundgeschichte interessiert, wird hier auf seine Kosten kommen.
Ein atmosphärisch dichtes Horror-Abenteuer, das durch bewährte Mechaniken überzeugt, aber wenig Neues bietet.
Bewertung: 7/10
Stärken:
- Cinematische Präsentation hervorragend
- Großartige Charaktermodelle
- Atmosphärische Umgebungen
- Stimmungsvolle Beleuchtung
- Detailreiche Gesichtsanimationen
- Verbindung zu Dead by Daylight gelungen
- Frank Stone Ursprungsgeschichte
- Zahlreiche Referenzen für Fans
- Multiple Enden
- Verzweigte Handlungsstränge
- Wiederspielwert durch Entscheidungen
- Kamera-Sequenzen spannend
- Psychologischer Horror
- Beklemmende Atmosphäre
- Technisch auf hohem Niveau
Schwächen:
- Vorhersehbare Handlung
- Genre-Klischees
- Schablonenhaft
- Wenig Innovation
- Kaum Änderungen zur Until Dawn-Formel
- Zu wenig Jump-Scares für manche
- Gameplay-light
- Manche Konsequenzen vorhersehbar
Technische Daten:
- Entwickler: Supermassive Games
- Publisher: Behaviour Interactive
- Genre: Interactive Drama / Horror
- Plattformen: PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S
- Release: 3. September 2024
- Universum: Dead by Daylight
- Spielzeit: 6-8 Stunden (pro Durchgang)
- Altersfreigabe: USK 16






