Zelda-Film

Zelda-Film: Dreharbeiten nach sechs Monaten abgeschlossen, Kinostart Mai 2027

Sony Pictures hat auf der CinemaCon 2026 in Las Vegas bekanntgegeben, dass die Dreharbeiten zum The Legend of Zelda Live-Action-Film offiziell abgeschlossen sind. Nach sechs Monaten Produktion in Neuseeland geht das Projekt nun in die Postproduktion über. Der Film, produziert von Nintendo und Sony Pictures unter der Regie von Wes Ball, soll am 7. Mai 2027 weltweit in die Kinos kommen. In Deutschland ist der Starttermin für den 6. Mai 2027 geplant. Benjamin Evan Ainsworth spielt Link, Bo Bragason übernimmt die Rolle von Prinzessin Zelda. Mit über einem Jahr Zeit für die Postproduktion dürfte in den kommenden Monaten der erste Trailer erscheinen.

Sechs Monate Drehzeit in Neuseeland

Die Dreharbeiten begannen im November 2025 in Neuseeland, jenem Land, das bereits als Kulisse für Peter Jacksons Herr der Ringe-Trilogie diente. Genau wie Mittelerde wird auch Hyrule in den atemberaubenden Landschaften Neuseelands zum Leben erweckt. Konkret wurde in Otago gedreht, einer Region, die für ihre dramatischen Berglandschaften und Täler bekannt ist. Die Wahl des Drehorts signalisiert, dass Sony Pictures und Nintendo eine ähnlich epische Inszenierung anstreben wie die legendäre Fantasy-Trilogie.

Erste Set-Fotos und Videos tauchten bereits im November 2025 auf und zeigten die beiden Hauptdarsteller in ihren Kostümen. Nintendo und Sony veröffentlichten später offizielle Bilder, die Link und Zelda in einem Feld zeigen. Die Reaktionen waren gemischt. Einige Fans lobten die detailgetreuen Kostüme, andere äußerten Bedenken über den Live-Action-Ansatz. Die Kombination aus echten Schauspielern und CGI-Effekten gilt als riskant, weil der Look schnell trashig wirken kann, wenn die digitalen Elemente nicht gut in die reale Umgebung integriert werden.

Besetzung: Benjamin Evan Ainsworth und Bo Bragason

Benjamin Evan Ainsworth übernimmt die Rolle des Link. Der britische Schauspieler ist vor allem durch seine Arbeit in The Haunting of Bly Manor bekannt. Bo Bragason spielt Prinzessin Zelda. Die isländische Schauspielerin bringt internationale Erfahrung mit. Beide Darsteller wurden von Nintendo und Sony offiziell bestätigt, nachdem zunächst nur Gerüchte kursierten.

Darüber hinaus gibt es Spekulationen über weitere Besetzungen. Dichen Lachman soll angeblich Impa verkörpern, die treue Dienerin und Beschützerin von Zelda. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Wer Ganondorf spielt, falls dieser überhaupt im Film vorkommt, ist ebenfalls unbekannt. Angesichts der Tatsache, dass sich das Projekt stark an Breath of the Wild orientieren könnte, besteht die Möglichkeit, dass Calamity Ganon als CGI-Bedrohung auftritt statt in seiner humanoiden Gerudo-Form. Das könnte manche Fans enttäuschen, die sich einen charismatischen Schurken erhofft haben.

Regie und Produktion: Wes Ball und Shigeru Miyamoto

Regisseur Wes Ball ist vor allem durch die Maze Runner-Trilogie bekannt. Seine Erfahrung mit actionreichen Jugend-Abenteuern macht ihn zu einer nachvollziehbaren Wahl für Zelda. Ball hat bewiesen, dass er packende Verfolgungsjagden und emotionale Charaktermomente in Einklang bringen kann. Allerdings fehlt ihm die Erfahrung mit großen Fantasy-Epen. Einige Fans sind skeptisch, ob er der Verantwortung gerecht werden kann, eine der wichtigsten Gaming-Franchises aller Zeiten zu verfilmen.

Produziert wird der Film von Nintendo und Sony Pictures in Zusammenarbeit mit Arad Productions. Shigeru Miyamoto, der Schöpfer von Zelda, arbeitet eng mit Produzent Avi Arad zusammen. Miyamoto ist bekannt für seine Haltung, dass Gameplay vor Story kommt. Das wirft die Frage auf, wie viel narrative Tiefe der Film bieten wird. Zelda-Spiele haben zwar eine reichhaltige Lore und solides Worldbuilding, aber die Handlungen sind oft eher simpel. Es bleibt abzuwarten, ob das Drehbuch von Derek Connolly und T.S. Nowlin eine überzeugende Filmstory daraus entwickeln kann.

Postproduktion: Über ein Jahr bis zum Kinostart

Mit dem Abschluss der Dreharbeiten beginnt nun die Postproduktion. Bis zum Kinostart am 7. Mai 2027 bleiben über 13 Monate Zeit. Das ist deutlich mehr, als viele Blockbuster zur Verfügung haben. Diese lange Zeitspanne deutet darauf hin, dass der Film aufwendige visuelle Effekte benötigt. CGI-Monster, magische Effekte, möglicherweise ganze Fantasy-Landschaften müssen digital erstellt und nahtlos in die realen Aufnahmen integriert werden.

Erfahrungsgemäß ist bei solchen Projekten mit einem ersten Teaser-Trailer etwa sechs bis neun Monate vor Kinostart zu rechnen. Das würde bedeuten, dass im Spätsommer oder Herbst 2026 erste Bewegtbilder erscheinen könnten. Nintendo wird vermutlich eine eigene Präsentation dafür nutzen, ähnlich wie beim Super Mario-Film. Die Direct-Formate haben sich als ideale Plattform für solche Ankündigungen etabliert. Alternativ könnte der Trailer auch bei einer Gaming-Messe wie den Game Awards im Dezember 2026 debütieren.

Netflix-Streaming nach Kino-Auswertung

Nach der Kinoauswertung und dem Home Entertainment Release wird der Film exklusiv bei Netflix gestreamt. Dieser Deal wurde bereits im Vorfeld bekannt gegeben. Netflix sichert sich damit einen prestigeträchtigen Titel, während Sony und Nintendo von der Reichweite der Streaming-Plattform profitieren. Für Fans, die den Film im Kino verpassen, bedeutet dies, dass sie nicht lange auf eine legale Heimkino-Option warten müssen.

Der Netflix-Deal ist Teil einer größeren Strategie von Nintendo, seine Franchises über verschiedene Medien hinweg zu verwerten. Nach dem enormen Erfolg des Super Mario-Films, der weltweit über eine Milliarde Dollar einspielte, ist Nintendo davon überzeugt, dass auch Zelda im Kino funktionieren kann. Der Super Mario Galaxy-Film, die Fortsetzung, spielte in den ersten fünf Tagen bereits über 190 Millionen Dollar in den USA ein. Wenn Zelda auch nur annähernd diese Zahlen erreicht, wäre der Film ein Erfolg.

Erwartungen und Bedenken der Community

Die Reaktionen der Fans sind gespalten. Einige freuen sich darauf, Link und Zelda endlich auf der großen Leinwand zu sehen. Die Tatsache, dass es ein Live-Action-Film wird und kein Animationsfilm wie Super Mario, wird von vielen als positiv gewertet. Ein realistischer Ansatz könnte dem epischen Charakter von Zelda besser gerecht werden als bunte Cartoon-Ästhetik.

Andere äußern Bedenken. Die größte Sorge: Was genau will der Film erzählen? Zelda-Spiele leben von Gameplay, Dungeons, Rätseln und Erkundung. Eine lineare Filmhandlung kann diese Elemente nicht einfach übernehmen. Niemand will 90 Minuten Link dabei zusehen, wie er Schlüssel in Dungeons sammelt oder Gras schneidet. Das Drehbuch muss eine eigenständige Geschichte erzählen, die gleichzeitig dem Geist der Spiele treu bleibt. Das ist keine leichte Aufgabe.

Ein weiterer Diskussionspunkt: Wird Link sprechen? In den Spielen ist Link traditionell stumm. Fans identifizieren sich mit ihm als stiller Protagonist. Ein sprechender Link könnte diese Magie zerstören. Andererseits ist es schwer vorstellbar, wie ein Film ohne Dialoge des Hauptcharakters funktionieren soll. Mad Max: Fury Road hat gezeigt, dass es möglich ist, aber das war eine Ausnahme.

Vergleich mit anderen Gaming-Verfilmungen

Der Zelda-Film kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Videospielverfilmungen endlich ernst genommen werden. Jahrelang galten sie als Garant für schlechte Kritiken und enttäuschte Fans. Doch mit dem Erfolg von Filmen wie Sonic the Hedgehog, Detective Pikachu und vor allem Super Mario hat sich das Blatt gewendet. Studios haben gelernt, dass man die Quellmaterialien respektieren muss und nicht versuchen sollte, sie für ein vermeintlich breiteres Publikum zu verwässern.

Der Minecraft-Film war 2025 ebenfalls erfolgreich und zeigte, dass selbst abstrakte Spiele funktionieren können. Zelda hat den Vorteil, bereits eine klare Mythologie, ikonische Charaktere und eine emotionale Kerngeschichte zu haben. Die Beziehung zwischen Link, Zelda und Ganondorf ist archetypisch und universell verständlich. Wenn der Film diese Dynamik einfängt, hat er gute Chancen.

Allerdings gibt es auch Warnzeichen. Die Helldivers-Verfilmung mit Jason Momoa wurde ebenfalls angekündigt und befindet sich in der Vorproduktion. Sony scheint aggressiv auf Gaming-IPs zu setzen. Das Risiko: Wenn zu viele Verfilmungen gleichzeitig auf den Markt kommen und einige davon floppen, könnte das Genre wieder in Verruf geraten. Zelda muss liefern.

Was kommt als Nächstes?

Mit abgeschlossenen Dreharbeiten richten sich alle Augen auf den ersten Trailer. Wann dieser erscheint, ist unklar. Einige spekulieren auf einen Überraschungsdrop bei den Game Awards 2026 oder bei einer Nintendo Direct im Herbst. Andere glauben, dass Sony und Nintendo den Trailer erst im Frühjahr 2027 zeigen werden, kurz vor dem Kinostart. Das würde das Risiko minimieren, dass negative Reaktionen monatelang im Internet brodeln.

Parallel zur Filmproduktion hoffen Fans auf neue Zelda-Spiele. Ein Re-Release von Minish Cap oder anderen klassischen Titeln für die Nintendo Switch 2 wäre eine willkommene Ergänzung zur Filmveröffentlichung. Nintendo ist bekannt dafür, Synergien zwischen verschiedenen Medien zu schaffen. Rund um den Super Mario-Film gab es zahlreiche Game-Releases und Merchandise-Aktionen. Es wäre überraschend, wenn Zelda nicht ähnlich behandelt würde.

Link und Zelda auf der Leinwand

Der Zelda-Film ist eines der ambitioniertesten Gaming-Projekte der kommenden Jahre. Nach sechs Monaten Dreharbeiten in Neuseeland geht das Projekt nun in die entscheidende Phase der Postproduktion. Über ein Jahr bleibt Zeit, um die Vision von Regisseur Wes Ball und Produzent Shigeru Miyamoto zum Leben zu erwecken. Der Kinostart am 7. Mai 2027 rückt näher, und mit ihm die Frage, ob der Film den enormen Erwartungen gerecht werden kann. Erste Bewegtbilder werden zeigen, ob die Kombination aus Live-Action und CGI überzeugt und ob Link und Zelda auf der großen Leinwand funktionieren.

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