Elf Jahre nach dem Release von Bloodborne hat Sony endlich etwas mit der IP gemacht — und es ist nicht das Remaster, auf das Millionen Fans seit Jahren warten. Bei CinemaCon 2026 in Las Vegas kündigte Sony Pictures einen animierten Spielfilm an: R-Rated, co-produziert von PlayStation Productions, und mit einem der größten Gaming-Creator der Welt als Producer.
Was bekannt ist
Sanford Panitch, President der Sony Pictures Entertainment Motion Picture Group, bestätigte die Produktion und machte dabei eine klare Ansage zur Tonalität: Der Film werde „very true“ zum verdrehten, blutigen Geist von Bloodborne bleiben. Ein R-Rating — die US-Entsprechung von FSK 18 — ist damit gesetzt, und das ist eine bewusste Entscheidung: Sony will die düstere, beklemmende Atmosphäre des Action-RPGs nicht für ein breiteres Publikum weichspülen.
Die Animation übernimmt Lyrical Animation, ein noch junges Studio unter dem Dach von Lyrical Media — bisher ohne fertiggestellte Filme, aber mit mehreren Projekten gleichzeitig in Produktion. Als Co-Producer ist Seán McLoughlin dabei — bekannt als Jacksepticeye, einer der größten Gaming-YouTuber der Welt mit über 48 Millionen Followern, der Bloodborne seit Jahren ausgiebig bespielt und kommentiert hat. Seine Beteiligung ist kein reines Marketing-Manöver: McLoughlin kennt die Lore, die Community und das, was Fans an dem Spiel lieben.
Was noch fehlt: kein Regisseur, kein Drehbuchautor, kein Sprechcast, keine Handlungsdetails, kein Release-Datum. Die Ankündigung war ein erstes „Es passiert“ — mehr nicht.
Der Kontext: Ein Remaster stirbt, ein Film entsteht
Die Ankündigung fällt in eine emotionale Phase für die Bloodborne-Community. Im März 2026 hatte PlayStation Bluepoint Games geschlossen — das Studio, das für seine Remakes von Shadow of the Colossus und Demon’s Souls bekannt ist und von Fans seit Jahren als natürlicher Kandidat für ein Remaster oder Remake von Bloodborne gehandelt wurde. Mit Bluepoint ist auch diese Hoffnung offiziell begraben.
Stattdessen kommt ein Film. Für viele Fans ist das ein zweischneidiges Schwert: Einerseits Anerkennung, dass Sony das Franchise nicht vergessen hat. Andererseits die Frage, ob Bloodborne als animierter Film dieselbe Wirkung entfalten kann wie das Spiel — dessen Horror und Atmosphäre so tief mit dem interaktiven Erleben verknüpft sind, dass eine passive Adaption grundsätzlich schwieriger ist als bei anderen Franchises.
Wie gut Lyrical Animation das umsetzen kann, ist noch offen — das Studio hat bisher keinen fertigen Film veröffentlicht. Ob Miyazakis Welt in Bewegtbild funktioniert, wird sich zeigen.

