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PlayStation Store: Sony entfernt 551 gekaufte Filme aus Nutzerkonten

Sony informiert derzeit PlayStation-Nutzer in Großbritannien und weiteren europäischen Märkten darüber, dass ab dem 1. September 2026 insgesamt 551 zuvor gekaufte Filme und Serien des Studios StudioCanal aus dem PlayStation Store und aus den persönlichen Videobibliotheken entfernt werden. Eine Rückerstattung ist laut den bisher bekannten Mitteilungen nicht vorgesehen.

Bekannt wurde die Aktion, nachdem der X-Nutzer @somatyk eine E-Mail von Sony veröffentlichte. Darin heißt es wörtlich: „Ab dem 1. September 2026 können Sie aufgrund unserer Content-Lizenzvereinbarungen nicht mehr auf Ihre zuvor erworbenen Inhalte von Studio Canal zugreifen, und diese werden aus Ihrer Videobibliothek entfernt.“ Sony selbst nennt als Grund ausschließlich auslaufende beziehungsweise geänderte Lizenzvereinbarungen mit dem französischen Rechteinhaber. Eine vollständige Liste der betroffenen Titel wurde inzwischen auf der offiziellen PlayStation-Website veröffentlicht. Zu den bekannteren Titeln zählen unter anderem Terminator 2: Tag der Abrechnung, Total Recall, die ersten drei Rambo-Filme, Paddington, Hot Fuzz, Apocalypse Now: The Final Cut sowie mehrere Staffeln der Serien Versailles und Baron Noir.

Für Betroffene bedeutet das konkret: Wer die entsprechenden Filme in der Vergangenheit über den PlayStation Store gekauft hat, kann sie nach dem Stichtag über die My-Videos-App nicht mehr abrufen – unabhängig davon, ob sie einmalig oder vor Jahren erworben wurden. Sony hatte den Verkauf und Verleih von Filmen und Serien im PlayStation Store bereits am 31. August 2021 eingestellt, bereits gekaufte Inhalte sollten laut damaliger Ankündigung aber dauerhaft verfügbar bleiben. Ein ähnlicher Fall ereignete sich bereits 2022, als StudioCanal-Inhalte für Käufer in Deutschland und Österreich entfernt wurden. Im Dezember 2023 kündigte Sony zudem die Entfernung von Discovery-Inhalten an, ruderte nach heftiger Kritik der Community jedoch zurück und verwies auf „aktualisierte Lizenzvereinbarungen“.

Der aktuelle Fall dürfte die Debatte um digitales Eigentum erneut befeuern: Wer online einen Film „kauft“, erwirbt in der Regel keine dauerhafte Kopie, sondern lediglich eine Nutzungslizenz, die an bestehende Verträge zwischen Plattform und Rechteinhaber gebunden ist und häufig in den Endnutzer-Lizenzverträgen der Anbieter geregelt ist. Läuft ein solcher Vertrag aus, kann der Zugriff auch auf bereits bezahlte Inhalte erlöschen – ein Prinzip, das strukturell ebenso für digital gekaufte Spiele gilt, wie zuletzt bei diversen Server-Abschaltungen zu beobachten war.

Wer unsicher ist, ob eigene Käufe betroffen sind, sollte die persönliche Videobibliothek im PlayStation Store vor dem 1. September 2026 prüfen. Eine Kompensation für betroffene Titel hat Sony bislang nicht angekündigt.

Quelle: Pressemitteilung von Sony Interactive Entertainment / offizielle PlayStation-Mitteilung an Nutzer

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