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Sony Interactive Entertainment hat im offiziellen PlayStation Blog angekündigt, den PlayStation Store auf PS3 und PS Vita endgültig einzustellen. Die Schließung erfolgt gestaffelt: In einzelnen Märkten beginnt sie bereits in diesem Jahr, weltweit soll der Store bis Juli 2027 vollständig vom Netz gehen.

Konkret nennt Sony folgenden Zeitplan: In Mexiko, Honduras und Nicaragua schließt der PS3-Store bereits ab August 2026. In weiteren Ländern Lateinamerikas und des Nahen Ostens folgt die Schließung Ende 2026. In allen übrigen Märkten – darunter auch Deutschland und der Rest Europas – bleibt der Store für PS3 und PS Vita noch bis Juli 2027 nutzbar. Als Begründung nennt Sony technische Gründe: Der PlayStation Store entwickle sich kontinuierlich weiter, um moderne Commerce-Systeme und aktualisierte Zahlungsstandards zu unterstützen – Anforderungen, die PS3 und PS Vita nicht mehr im nötigen Umfang erfüllen könnten.

Für Spielerinnen und Spieler bedeutet das konkret: Sobald der Store auf den jeweiligen Geräten schließt, lassen sich keine neuen Inhalte mehr kaufen. Bereits erworbene Käufe sollen laut Sony „bis auf Weiteres“ weiterhin herunterladbar bleiben – eine zeitliche Zusicherung, die das Unternehmen bewusst offenlässt und die in der Community bereits für Kritik sorgt, da unklar bleibt, wie lange dieser Zugriff tatsächlich gewährleistet wird.

Die Ankündigung trifft eine Konsolengeneration, die inzwischen fast zwei Jahrzehnte alt ist: Die PS3 erschien 2006, die PS Vita 2011. Beide Plattformen besitzen bis heute exklusive Titel, die bislang auf keiner neueren PlayStation-Konsole spielbar sind. Die Schließung des Stores dürfte deshalb auch die Debatte um Spieleerhaltung neu befeuern, da mit dem Store-Ende der digitale Erstkauf vieler Titel unwiderruflich endet und nur noch Emulation oder gebrauchte physische Datenträger als Zugangswege bleiben.

Die Meldung fällt zudem auf denselben Tag, an dem Sony auch das Ende der physischen Disc-Produktion für neue PlayStation-Spiele ab Januar 2028 bekanntgegeben hat. Beide Ankündigungen zusammen unterstreichen den klaren Kurs des Unternehmens, Ressourcen zunehmend auf aktuelle Plattformen und digitale Vertriebswege zu konzentrieren, während ältere Systeme und Formate schrittweise abgeschaltet werden – ein Muster, das sich zuletzt auch bei diversen Server-Abschaltungen älterer Online-Titel gezeigt hat. Ganz neu ist der Vorstoß dabei nicht: Bereits im März 2021 hatte Sony eine Schließung der Stores für PS3, PS Vita und PSP für den Sommer desselben Jahres angekündigt. Nach heftigen Protesten aus der Community und dem Hinweis, dass mehr als 100 ausschließlich digital vertriebene Titel dadurch komplett unzugänglich geworden wären, ruderte das Unternehmen damals zurück – nur der PSP-Store schloss wie ursprünglich geplant. Der damalige SIE-Chef Jim Ryan räumte öffentlich ein, man habe die Entscheidung noch einmal überdacht und für falsch befunden. Fünf Jahre später hält Sony nun an seinem Plan fest, was in ersten Reaktionen aus der Community bereits für Unmut sorgt – diesmal scheint ein vergleichbarer Rückzieher deutlich unwahrscheinlicher.

Wer noch Guthaben oder offene Käufe auf PS3 oder PS Vita hat, sollte die jeweiligen regionalen Fristen im Blick behalten. Für Fans des Retro-Gaming dürfte die Ankündigung ein weiterer Anlass sein, digitale Sammlungen frühzeitig zu sichern, statt sich auf den dauerhaften Zugriff über den Store zu verlassen. Weitere Details zum genauen Ablauf will Sony nach eigenen Angaben zu gegebener Zeit nachreichen.

Quelle: Pressemitteilung von Sony Interactive Entertainment (PlayStation Blog)

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