Frogwares hat auf der Future Games Show: Summer Showcase 2026 (6. Juni) den Releasetermin für The Sinking City 2 bekannt gegeben: Das Survival-Horror-Spiel erscheint am 18. August 2026 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Begleitet wurde die Ankündigung vom Trailer „Welcome to Arkham“ und einem Überraschungs-Shadow-Drop: Eine einstündige Demo ist ab sofort kostenlos auf Steam verfügbar.
Arkham unter Wasser: Setting und Geschichte
The Sinking City 2 verlässt die Schauplätze des Vorgängers und siedelt die Handlung im Amerika der 1920er-Jahre an – in der berüchtigten Stadt Arkham, die H.P. Lovecrafts Horror-Kosmologie als zentraler Schauplatz dient. Eine übernatürliche Flut hat Arkham nahezu vollständig entvölkert; nur die Wahnsinnigsten sind geblieben, die Straßen gehören verrottenden Ruinen und unheimlichen Kreaturen.
Spielende übernehmen die Rolle von Calvin Rafferty, einem Okkultisten, dessen leichtfertiger Umgang mit einem Traumritual fatale Folgen hat: Seine Freundin Faye fällt in einen rätselhaften Schlaf, aus dem sie nicht erwacht. Um sie zu retten, muss Rafferty durch das überflutete, monsterverseuchte Arkham navigieren – ohne zu wissen, welche Kräfte er damit weiter in Bewegung setzt.

Gameplay: Survival Horror statt Open-World-Detektiv
Der erste Teil war ein Open-World-Detektivspiel mit Lovecraft-Atmosphäre. The Sinking City 2 schreibt dieses Konzept bewusst um: Frogwares setzt diesmal auf klassisches Survival Horror mit Inventarmanagement, begrenzten Ressourcen und einer halboffenen Welt. Statt Rätsel vorrangig durch Recherche zu lösen, stehen nun Kampf, Erkundung und das Überleben im Vordergrund – Untersuchungen sind weiterhin Teil des Spiels, aber tiefer ins übrige Gameplay eingebettet.
Gegner sind die sogenannten Slither: übernatürliche Wesen, die Leichen befallen und als lethale lebende Puppen durch die Straßen schicken. Bekämpft werden sie mit Waffen im Stil der 1920er-Jahre. Die Welt von Arkham lässt sich zu Fuß und per Boot erkunden; verfällende Herrensitze, überflutete Märkte und verlassene Krankenhäuser bilden die Kulisse. Optionale Fälle und Puzzles ergänzen die Hauptgeschichte und schalten Upgrades sowie Hintergrundwissen frei.
Entwicklung unter Kriegsbedingungen
Frogwares ist ein ukrainisches Studio; der Großteil des mehr als 90-köpfigen Teams arbeitet und lebt in der Ukraine. Die Entwicklung von The Sinking City 2 begann im Januar 2023 – mitten in Russlands Angriffskrieg auf das Land. Stromausfälle, Luftalarm, Produktionsunterbrechungen und beschädigte Wohnungen gehörten zum Arbeitsalltag; mehrfach musste der Release verschoben werden, zuletzt von Ende 2025 in den Sommer 2026.
Sergiy Oganesyan, Head of Publishing bei Frogwares, schreibt dazu: „Noch in der Woche, in der wir intern ein Releasedatum festgelegt haben, wurden unsere freudigen Gefühle jäh gedämpft, als Sonntags mehrere Städte unter einigen der schlimmsten Angriffe seit Beginn des Krieges litten. Aber trotz allem halten wir die Köpfe oben.“ Das Spiel erscheint als selbstverlegter Titel; Frogwares hatte sich die Publishingrechte an der Marke zuvor selbst gesichert – eine Voraussetzung, die dem Studio auch ermöglicht hatte, zuletzt ein Remaster des ersten Teils zu veröffentlichen.
Demo jetzt auf Steam
Die kostenlose Steam-Demo umfasst die erste Spielstunde und ermöglicht einen direkten Eindruck von Gameplay und Atmosphäre. Preise und Vorbestellungsdetails wurden noch nicht kommuniziert; das Spiel ist auf allen Plattformen zur Wunschliste hinzufügbar. Weitere Informationen finden sich auf der offiziellen Website von Frogwares.
Quelle: Frogwares (Pressemitteilung, 6. Juni 2026)
