Quarantine Zone: The Last Check ist ab dem 15. Juli 2026 für Xbox Series X|S erhältlich. Die Zombie-Checkpoint-Simulation von Entwickler Brigada Games und Publisher Devolver Digital ist zum Konsolen-Start direkt im Xbox Game Pass enthalten und unterstützt Xbox Play Anywhere — wer das Spiel kauft, kann es also plattformübergreifend auf Konsole und PC spielen. Rund sechs Monate nach dem PC-Release schließt sich damit die Lücke für Konsolenspieler.
Papers, Please trifft Zombie-Apokalypse
In Quarantine Zone: The Last Check übernehmen Spieler die Leitung eines Kontrollpunkts inmitten eines Zombie-Ausbruchs. Die Kernaufgabe: Überlebende auf Anzeichen einer Infektion untersuchen und entscheiden, wer eingelassen wird — und wer nicht. Dafür stehen verschiedene Untersuchungswerkzeuge bereit, mit denen sich Symptome, Schmuggelware und verbotene Gegenstände aufspüren lassen. Verdächtige Personen landen in Quarantäne oder im Labor, gesunde Überlebende im Wohnblock. Das Spielprinzip erinnert an den Indie-Klassiker Papers, Please, verlegt die Grenzkontrolle aber in ein Horror-Szenario mit 3D-Optik.
Neben der Kontrollarbeit verlangt die Simulation auch Basis-Management: Mit wachsender Zahl an Überlebenden müssen Strom, Nahrung und Medikamente bereitgestellt werden. Bei Alarm wehren Spieler anrückende Horden mit bewaffneten Drohnen ab. Wer seine Basis gut verwaltet, schaltet neue Ressourcen, Werkzeuge und Waffen-Upgrades frei — und verwandelt sich ein Überlebender in der Quarantäne doch noch in einen Untoten, lassen sich Proben für langfristige Verbesserungen gewinnen. Die Kampagne bietet zwei unterschiedliche Enden, darüber hinaus gibt es einen Endlosmodus sowie eine Twitch-Integration, mit der Zuschauer ins Spielgeschehen eingebunden werden können.

Was bedeutet das für Spieler?
Auf dem PC hat sich der Titel seit dem Release am 12. Januar 2026 zu einem Überraschungserfolg entwickelt — Devolver Digital spricht in der Ankündigung von einem „Mega-Hit“. Die Zahlen stützen das durchaus: Vor dem Launch sammelte das Spiel über 1,3 Millionen Steam-Wunschlisten-Einträge, laut Branchenmagazin GamesMarkt wurden in den ersten drei Tagen mehr als 300.000 Exemplare verkauft. Auf Steam steht die Wertung bei „Sehr positiv“, befeuert wurde der Hype vor allem durch zahlreiche Streamer und virale Clips. Bereits zum PC-Launch war der Titel Day One im PC Game Pass enthalten; Konsolenspieler mussten dagegen ein halbes Jahr warten.
Für Game-Pass-Abonnenten ist der Einstieg jetzt ohne Zusatzkosten möglich, alle anderen zahlen im Xbox Store 19,99 Euro. Dank Play-Anywhere-Unterstützung gilt ein Kauf für Xbox und Windows-PC gleichermaßen, inklusive geteilter Spielstände. Interessant ist der Titel vor allem für Spieler, die von klassischen Zombie-Shootern gelangweilt sind: Statt auf Action setzt Quarantine Zone auf Beobachtungsgabe, Ressourcenplanung und moralisch unbequeme Entscheidungen — ein falsches Urteil kann die Seuche hinter die eigenen Mauern bringen. Brigada Games hat zudem weitere Inhalte, Patches und Erweiterungen in Aussicht gestellt, konkrete Details dazu stehen aber noch aus.
Der Erfolg passt ins Portfolio von Devolver Digital: Der US-Publisher hat sich seit Jahren auf ungewöhnliche Indie-Konzepte spezialisiert und mit Titeln wie Inscryption oder Cult of the Lamb wiederholt bewiesen, dass sperrig klingende Spielideen ein Millionenpublikum finden können. Für Brigada Games, zuvor vor allem als Outsourcing-Dienstleister für andere Entwickler tätig, ist Quarantine Zone das erste eigene Spiel — und direkt ein kommerzieller Volltreffer. Ob nach der Xbox-Version auch Fassungen für PlayStation 5 oder Nintendo Switch 2 folgen, ist derzeit nicht angekündigt.
Quelle: Pressemitteilung von Devolver Digital









