Star Wars Jedi Survivor

Star Wars Jedi: Survivor im Test – Die Macht ist stärker denn je

Die Macht ist stark in diesem einen. Fünf Jahre nach den Ereignissen von Star Wars Jedi: Fallen Order kehrt Cal Kestis zurück und liefert nicht nur eines der besten Star Wars-Spiele aller Zeiten ab, sondern auch einen würdigen Nachfolger. Respawn Entertainment hat die Zeit seit 2019 genutzt, um nahezu jeden Aspekt zu verfeinern und zu erweitern. Das Ergebnis ist ein Action-Adventure, das sowohl Fans der ersten Stunde als auch Neueinsteiger in seinen Bann zieht.

Die Story: Cal Kestis‘ dunkelste Stunde

Fünf Jahre sind seit den dramatischen Ereignissen von Fallen Order vergangen. Das Galaktische Imperium hat seinen Griff um die Galaxis weiter verstärkt, und die überlebenden Jedi leben im Verborgenen. Cal hat sich zu einem erfahrenen Jedi-Ritter entwickelt – doch die Last seiner Vergangenheit wiegt schwer.

Die Ausgangslage: Cal arbeitet inzwischen mit Saw Gerrera und seinen Partisanen zusammen. Nach einer fehlgeschlagenen Mission auf Coruscant, bei der die meisten Verbündeten sterben, crasht Cal auf dem Planeten Koboh – und entdeckt dabei ein Geheimnis aus der Zeit der Hohen Republik.

Die Crew:

  • Greez Dritus: Der Pilot betreibt nun eine Cantina auf Koboh
  • Cere Junda: Die ehemalige Jedi hat einen neuen Pfad gefunden
  • Merrin: Die Dathomirische Nachtschwester ist zurück
  • BD-1: Der treue Droide ist natürlich wieder dabei
  • Bode Akuna: Ein charismatischer Söldner, neu im Team

Das Herzstück der Geschichte: Die Suche nach Tanalorr, einem paradiesischen Planeten, der als sicherer Hafen für die letzten Jedi dienen könnte. Doch ein mysteriöser Jedi aus der Vergangenheit namens Dagan Gera – der aus einem Bacta-Tank erweckt wird – hat eigene Pläne.

Die Charakterentwicklung steht mehr im Fokus als zuvor. Cal kämpft nicht nur gegen äußere Bedrohungen, sondern auch gegen innere Dämonen. Die Wendungen in der zweiten Spielhälfte werden selbst hartgesottene Star Wars-Fans überraschen und emotional berühren.

Die fünf Lichtschwert-Stile

Die größte Gameplay-Neuerung: Fünf vollwertige Kampfstile, die jederzeit gewechselt werden können!

Einzelklinge (Single):

  • Der klassische Stil aus dem Vorgänger
  • Ausbalanciert zwischen Angriff und Verteidigung
  • Perfekt für präzise Paraden

Doppelklinge (Double-Bladed):

  • Darth-Maul-Stil mit zwei Klingen
  • Ideal gegen Gegnergruppen
  • Schnelle Combo-Angriffe

Zwei Klingen (Dual Wield):

  • Jetzt ein vollwertiger Stil (war in Fallen Order nur Special Move)
  • Extrem schnelle, aggressive Kombos
  • Niedriger Schaden pro Treffer, hohe DPS

Kreuzwächter (Crossguard):

  • Kylo-Ren-Stil mit schwerem Lichtschwert
  • Langsam, aber verheerend
  • Bricht Blöcke und Rüstungen

Blaster-Stil (Blaster):

  • NEU: Lichtschwert + Blaster gleichzeitig!
  • Fernkampf-Option für Jedi
  • „Eine elegantere Waffe… und eine für Notfälle“

Jeder Stil hat eigene Skill-Trees und fühlt sich völlig anders an. Man kann zwei Stile gleichzeitig ausrüsten und im Kampf wechseln. Die taktische Tiefe ist enorm – verschiedene Gegner erfordern verschiedene Ansätze.

Gameplay: Größer, besser, vielfältiger

Das Kern-Gameplay bleibt vertraut: Soulslike-Kämpfe, Metroidvania-Erkundung, Rätsel und Plattforming. Aber alles wurde erweitert:

Macht-Fähigkeiten:

  • Bekannte: Push, Pull, Slow
  • Neu: Confusion (Feinde gegeneinander aufhetzen)
  • Neu: Dash (schneller Ausweichsprint)
  • Kombination mit Lichtschwert-Angriffen möglich

Erkundung:

  • Welten sind deutlich größer als in Fallen Order
  • Reittiere (Nekko, Relter, Spamel) für schnellere Fortbewegung
  • Fast Travel zwischen Meditationspunkten
  • Versteckte Bereiche, optionale Bosse, Sammelobjekte

Der Planet Koboh:

  • Haupt-Hub des Spiels
  • Dutzende Stunden Erkundung möglich
  • Greez‘ Cantina als Basis
  • Nebenquests für NPCs, die sich in der Cantina ansiedeln

Rätsel:

  • Cleverer und abwechslungsreicher
  • Nutzen alle Fähigkeiten Cals
  • Ruinen der Hohen Republik besonders faszinierend

Das Upgrade-System wurde überarbeitet: Skill-Trees für jeden Lichtschwert-Stil, allgemeine Macht-Upgrades und Perks. Man kann unmöglich alles in einem Durchgang freischalten – enormer Wiederspielwert.

Die Welten

Neben Koboh bereist Cal weitere Planeten:

Koboh:

  • Wüsten, Oasen, Ruinen der Hohen Republik
  • Der größte und detaillierteste Planet
  • Zahlreiche Nebenquests

Jedha:

  • Heiliger Mond der Jedi
  • Tempel und versteckte Archive
  • Verbindung zu Rogue One

Shattered Moon:

  • Zerstörter Mond über Koboh
  • Industrielle Ruinen
  • Plattforming-fokussiert

Coruscant:

  • Prolog auf der Hauptwelt des Imperiums
  • Untergrund und Senatsviertel

Weitere Orte (ohne Spoiler): Dunkle Geheimnisse warten in der zweiten Spielhälfte…

YouTube player

Grafik: Next-Gen-Schönheit

Star Wars Jedi: Survivor ist visuell ein Augenschmaus – aber nur auf Current-Gen (PS5, Xbox Series X/S, PC). PS4 und Xbox One werden nicht unterstützt.

Stärken:

  • Unreal Engine 4 am Limit
  • Atemberaubende Landschaften
  • Detailreiche Charaktermodelle
  • Cameron Monaghans Gesichtsanimationen herausragend
  • Lichtschwert-Effekte spektakulär
  • Ray-Tracing für realistische Beleuchtung

Performance-Modi:

  • Performance: 60 FPS (empfohlen für Kämpfe)
  • Quality: Bessere Grafik, aber instabilere Framerate

Kritik: Zum Launch gab es Performance-Probleme auf PC (Stuttering, Crashes). Patches haben vieles verbessert, aber nicht alles.

Sound: Orchestrale Meisterklasse

Der Soundtrack von Stephen Barton und Gordy Haab verbindet klassische John-Williams-Themen mit neuen Melodien:

  • Emotionale Kompositionen in ruhigen Momenten
  • Dynamische Kampfmusik
  • Das charakteristische Lichtschwert-Summen perfekt

Cameron Monaghan (bekannt aus Gotham, Shameless) liefert als Cal Kestis eine überzeugende Performance – sowohl stimmlich als auch per Motion Capture. Die Nebendarsteller (Debra Wilson als Cere, Daniel Roebuck als Greez) bringen ihre Figuren zum Leben.

Die deutsche Synchronisation ist hervorragend. BD-1’s Piep- und Klicklaute sorgen weiterhin für herzerwärmende Momente.

Bosskämpfe und Herausforderung

Die Bosskämpfe sind spektakulär:

  • Jeder Boss hat einzigartige Angriffsmuster
  • Duelle mit Machtnutzern fühlen sich wie choreografierte Tänze an
  • Dagan Gera, Rayvis und weitere warten
  • Optionale Bosse für Hardcore-Spieler

Der Schwierigkeitsgrad ist einstellbar – von Story-Modus bis Jedi-Großmeister. Die Soulslike-Mechaniken (Respawn bei Tod, Erfahrung zurückholen) bleiben erhalten.

Technische Probleme

Fairerweise: Zum Launch hatte Survivor Probleme:

  • PC-Version mit Stuttering und Crashes
  • Gelegentliche Framerate-Einbrüche auf Konsolen
  • Seltene Clipping-Fehler

Patches haben vieles verbessert, aber das Spiel ist technisch nicht so poliert wie der Vorgänger. Auf PS5 mit Performance-Modus läuft es mittlerweile sehr gut.

Umfang

Spielzeit:

  • Hauptstory: 20-25 Stunden
  • Mit Nebenquests: 35-45 Stunden
  • 100% Completion: 50-60 Stunden
  • Alle Stile meistern: 70+ Stunden

Der Wiederspielwert ist hoch dank der fünf Lichtschwert-Stile und der vielen Build-Möglichkeiten.

Fazit

Star Wars Jedi: Survivor ist nicht nur eine würdige Fortsetzung – es ist eine deutliche Verbesserung in nahezu allen Bereichen. Respawn Entertainment hat bewiesen, dass sie verstehen, was ein großartiges Star Wars-Spiel ausmacht: eine emotionale Geschichte eingebettet in die größere Mythologie, spektakuläre Lichtschwert-Kämpfe und das Gefühl, wirklich ein Jedi zu sein.

Die fünf Kampfstile revolutionieren das Gameplay. Die riesigen Welten laden zum stundenlangen Erkunden ein. Die Story um Cal Kestis‘ weitere Entwicklung ist packend erzählt und bietet echte Überraschungen. Visuell und akustisch setzt das Spiel neue Maßstäbe für Star Wars-Games.

Ja, es gibt technische Macken – besonders auf PC zum Launch. Aber diese Schwächen fallen angesichts der vielen Stärken kaum ins Gewicht.

Für Fans von Fallen Order ist Survivor ein Pflichtkauf. Für Star Wars-Fans sowieso. Und für alle anderen: Hier ist einer der besten Einstiege in eine fantastische Spielereihe.

Die Macht ist stark in diesem Spiel – und das spürt man von der ersten bis zur letzten Minute.


Bewertung: 8.8/10 ⭐

Stärken:

  • Fünf einzigartige Lichtschwert-Stile
  • Emotionale, überraschende Story
  • Riesige, detailreiche Welten
  • Cameron Monaghans Performance
  • Hervorragender Soundtrack
  • Spektakuläre Bosskämpfe
  • Enormer Wiederspielwert
  • Fast Travel und Reittiere
  • Tiefes Upgrade-System
  • Hervorragende deutsche Synchronisation

Schwächen:

  • Performance-Probleme zum Launch (besonders PC)
  • Gelegentliche Framerate-Einbrüche
  • Keine Last-Gen-Unterstützung (PS4/Xbox One)
  • Einige Gebiete können überwältigend wirken

Technische Daten:

  • Entwickler: Respawn Entertainment
  • Publisher: Electronic Arts
  • Plattformen: PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S
  • Release: 28. April 2023
  • Genre: Action-Adventure / Soulslike
  • Engine: Unreal Engine 4
  • Setting: Star Wars (9 Jahre vor Schlacht von Yavin)
  • Spielzeit: 20-25 Stunden (Story), 50-60 Stunden (100%)
  • Altersfreigabe: USK 16

Hat dir dieser Beitrag gefallen?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil du diesen Beitrag nützlich fandest...

Teile ihn doch gerne in sozialen Netzwerken!

Es tut uns leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Was können wir verbessern?

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.