VW ID Update

VW ID. Software 5.6.4: Das Update ist da — aber wann kommt es bei dir an?

Volkswagen hat ID. Software 5.6.4 als aktuelles Update für Fahrzeuge mit 5.x-Software veröffentlicht. Inhaltlich bringt das Update einige sinnvolle Verbesserungen mit: Das Lade- und Thermomanagement wurde überarbeitet, die Hochvolt-Batterie soll sich künftig bereits während der Fahrt gezielter auf bevorstehende Ladestopps vorbereiten. Die Routenplanung kann jetzt vorab über die Volkswagen App auf dem Smartphone erledigt und dann direkt ins Fahrzeug importiert werden. Dazu kommen ein überarbeitetes Infotainment mit Car Control Center, eine In-Car-App für Fahrzeugservice-Erinnerungen sowie Verbesserungen bei der Schnellladen-Vorkonditionierung — auch bei niedrigen Außentemperaturen.

Klingt solide. Die entscheidende Frage lautet wie immer: Wann landet das auf dem eigenen Auto?

Kurze Antwort: Niemand weiß es. VW kommuniziert keine Rollout-Zeitpläne für OTA-Updates. Welche Fahrzeuge wann in einer Verteilungswelle berücksichtigt werden, bleibt intransparent — so wie seit Jahren. Wer nicht warten möchte, kann alternativ einen Termin beim VW-Partnerhändler vereinbaren und das Update dort in der Werkstatt aufspielen lassen.

Zur Einordnung: Unser ID.3 wurde erst kürzlich per OTA auf Version 3.7 aktualisiert — einem Update, das seit über einem Jahr verfügbar war. Was bei Volkswagens Updatepolitik systemisch schiefläuft und warum manche Kunden jahrelang auf verfügbare Software warten, während andere Fahrzeuge bevorzugt bedient werden, haben wir ausführlich dokumentiert.

Was der ADAC fordert — und was VW liefert

Der ADAC hat sich in einer aktuellen Untersuchung gemeinsam mit der Zeitschrift c’t die Preisstrukturen und Updatepolitiken von zwölf Fahrzeugherstellern vorgenommen und dabei klare Forderungen formuliert: OTA-Sicherheitsupdates müssen über die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeugs kostenlos verfügbar sein — und das bei Autos, die im Schnitt zehn bis fünfzehn Jahre in Betrieb bleiben. Außerdem mahnt der ADAC volle Preistransparenz ohne Login-Zwang an: Welche Updates wann für welches Fahrzeug verfügbar sind, muss öffentlich einsehbar sein — nicht erst nach Eingabe der Fahrgestellnummer.

Wer unsere Berichterstattung kennt, weiß: VW erfüllt beide Forderungen aktuell nicht. Rollout-Zeitpläne werden nicht kommuniziert, nach welchen Kriterien Fahrzeuge priorisiert werden, bleibt ein Rätsel. Und die schlechte Nachricht für alle, die auf größere Sprünge hoffen: Wer ein älteres ID.-Modell fährt, wird die ID. Software 6 nie bekommen — das haben wir in unserem aktuellen Artikel zur offiziellen Abkopplung der Bestandskunden aufgedröselt.

5.6.4 ist also für viele ID.-Fahrer das vorerst letzte nennenswerte Update. Wann es ankommt, entscheidet VW — nicht der Kunde.

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