Marvel 1943: Rise of Hydra

Marvel 1943: Rise of Hydra erscheint frühestens 2027 – Paramount bestätigt: kein Cancel, Spiel ist spielbar

Im Rahmen der Gründung von Paramount Games Studio hat Shawn Kittelsen, SVP Head of Creative & Production, gegenüber IGN den aktuellen Stand von Marvel 1943: Rise of Hydra kommentiert. Das Ergebnis: Das Spiel lebt, ist bereits in einem spielbaren Zustand — aber einen Release in diesem Jahr wird es nicht geben. Kittelsen sagte wörtlich, er glaube nicht, dass es 2026 noch erscheinen werde. Frühestens 2027 ist das neue Ziel.

Eine lange Entwicklungsgeschichte

Marvel 1943: Rise of Hydra hat eine turbulente Vergangenheit hinter sich. Das Spiel wurde erstmals 2021 angekündigt, damals noch ohne Titel, als Teil einer Partnerschaft zwischen Marvel Games und Skydance New Media — dem Studio von Amy Hennig, bekannt als Schöpferin und Autorin der Uncharted-Reihe. Erste substanzielle Details folgten 2024 mit einem cinematischen Story-Trailer auf der GDC, der Schauplatz, Besetzung und Spielkonzept vorstellte.

Ursprünglich für 2025 geplant, wurde das Spiel im Mai 2025 zunächst auf Anfang 2026 verschoben. Im November 2025 folgte die nächste Verschiebung: Skydance New Media erklärte, den Release über den frühen 2026er Zeitrahmen hinaus zu schieben, nannte aber kein neues Datum. Jetzt, ein halbes Jahr später, kommt die Klarstellung: 2026 wird es nichts mehr.

Was das Spiel ist – und warum es so lange dauert

Marvel 1943: Rise of Hydra ist ein narrativ getriebenes Action-Adventure, das im Zweiten Weltkrieg spielt. Vier spielbare Figuren stehen im Mittelpunkt: Captain AmericaAzzuri — der Black Panther der 1940er Jahre und Großvater von T’Challa —, Gabriel Jones von den Howling Commandos und Nanali, eine wakandische Agentin im besetzten Paris. Gemeinsam sollen sie eine Verschwörung aufdecken, die den Krieg als Deckmantel für den Aufstieg von Hydra nutzt.

Das Team bei Skydance New Media ist für ein Projekt dieser Größenordnung vergleichsweise klein. Kittelsen räumte ein, dass der ursprüngliche Entwicklungsplan zu ambitioniert war — dass man aber bewusst entschieden habe, Qualität über Zeitplan zu stellen. Das Spiel sei kein gefährdetes Projekt, sondern eines, das mehr Zeit brauche als geplant.

Amy Hennig bleibt, Star Wars wartet

Amy Hennig, die als Co-Präsidentin von Skydance New Media fungierte und nun nach der Umstrukturierung als Creative Director des Studios verbleibt, steht weiterhin hinter dem Projekt. Auch das parallel laufende, noch nicht offiziell angekündigte Star-Wars-Spiel des Studios ist nach wie vor nicht gecancelt — allerdings liegt der Fokus derzeit klar auf dem Abschluss von Rise of Hydra. Über den Star-Wars-Titel soll erst gesprochen werden, wenn das Marvel-Projekt fertig ist.

Neues Bild- oder Videomaterial wurde im Zuge des Updates nicht veröffentlicht. Für Fans, die seit Jahren auf Rise of Hydra warten, ist die Botschaft zweischneidig: Das Spiel existiert und ist spielbar — aber die Wartezeit verlängert sich erneut, diesmal ohne konkreten Endpunkt.

Quelle: IGN-Interview mit Shawn Kittelsen, Paramount Games Studio (5. Juni 2026)

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