Arkane Lyon

Marvel’s Blade: Neuer Bericht enthüllt Mega-Budget von Arkane Lyon

Die Zukunft von Arkane Lyon und „Marvel’s Blade“ beschäftigt die Branche schon seit Wochen. Jetzt liefert ein neuer Bericht erstmals konkrete Zahlen zum tatsächlichen Ausmaß des Projekts. Laut einem offiziellen Dokument des französischen Finanzausschusses wurde für die Entwicklung des Vampirjäger-Spiels bereits 2023 ein Budget von rund 94 Millionen Euro bewilligt. Allein 91 Millionen Euro davon waren für direkte Ausgaben in Frankreich im Zeitraum von 2023 bis 2026 vorgesehen.

Bemerkenswert dabei: Diese Summe deckt laut dem Bericht noch nicht einmal die finalen Produktionskosten ab. Da „Marvel’s Blade“ intern bereits auf Ende 2027 verschoben wurde, dürfte das Gesamtbudget am Ende deutlich über die Marke von 100 Millionen US-Dollar steigen.

Ein gewaltiger Sprung für Arkane

Zum Vergleich zieht der Bericht Arkanes eigenes Debüt heran: „Arx Fatalis“, das 2002 erschienene Rollenspiel und der allererste Titel des Studios, kostete laut Gründer Raphael Colantonio gerade einmal 1,3 Millionen US-Dollar. Zwischen dem bescheidenen Start und den heutigen Ausmaßen von „Marvel’s Blade“ liegen also nicht nur gut zwei Jahrzehnte, sondern auch ein Budget-Sprung um das rund 70-Fache.

Die neuen Zahlen fügen sich nahtlos in ein größeres Bild ein, das sich seit Anfang Juli abzeichnet: Im Zuge der von Xbox-Chefin Asha Sharma angekündigten Restrukturierung geriet Arkane Lyon unter genaue Beobachtung, nachdem das Studio interne Verzögerungen und Budgetüberschreitungen bei „Marvel’s Blade“ gemeldet hatte. Wir hatten bereits Anfang Juli über die drohende Schließung berichtet: Laut Microsofts eigener Mitteilung befindet sich das Management von Arkane inzwischen in den vorgeschriebenen Konsultationen mit dem Betriebsrat, um strategische Optionen für das Studio zu prüfen – von einem Verkauf bis zu einer möglichen Schließung ist dabei alles im Gespräch.

Wer würde Arkane Lyon übernehmen?

Passend zur Ungewissheit meldete sich auch Arkane-Mitgründer Raphael Colantonio zu Wort, der das Studio inzwischen verlassen hat. Auf die Ankündigung der Konsultationen reagierte er mit einer augenzwinkernden Nachfrage, wie viel ein Rückkauf des Studios wohl kosten würde. Ganz ernst gemeint dürfte die Frage nicht gewesen sein, doch sie trifft den Kern der aktuellen Unsicherheit: Sollte Arkane Lyon tatsächlich verkauft werden, müsste vermutlich auch Marvel-Eigentümer Disney in die Verhandlungen um die Rechte an „Blade“ eingebunden werden.

Offiziell hat Microsoft bislang keine der bereits angekündigten First-Party-Produktionen für gestrichen erklärt. Was das für „Marvel’s Blade“ konkret bedeutet, bleibt damit vorerst offen. Fest steht: Mit einem Budget in dieser Größenordnung wird eine Absage für Microsoft finanziell schmerzhafter, je länger sich die Entscheidung hinzieht.

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