Mahershala Ali hat im Interview mit dem GQ Magazine bestätigt, dass er die geplante Rolle des Marvel-Helden Blade nicht mehr spielen wird. Der zweifache Oscar-Preisträger sprach mit dem Magazin eigentlich über seinen neuen Film „Your Mother Your Mother Your Mother“, wurde dabei aber auch auf die Zukunft des Blade-Projekts angesprochen.
Ali machte deutlich, dass die Entscheidung nicht von ihm ausgegangen sei: Hätte Marvel Studios den Film machen wollen, wäre er zustande gekommen. Stattdessen habe er sich mittlerweile innerlich von dem Projekt gelöst und wolle sich künftig auf originäre Stoffe statt auf Neuverfilmungen konzentrieren. Auf konkrete Nachfragen zu den Gründen für das Scheitern verwies der Schauspieler an Marvel Studios selbst.
Die Aussage folgt auf ein kürzliches Eingeständnis von Marvel-Studios-Chef Kevin Feige, der die gescheiterte Entwicklung von Blade öffentlich als persönliches Versagen bezeichnet hatte. Ali war bereits 2019 auf der Comic-Con als neuer Darsteller des Vampirjägers vorgestellt worden. Seitdem durchlief das Projekt sieben Jahre lang eine der turbulentesten Entwicklungsphasen der jüngeren MCU-Geschichte: Zunächst sollte Bassam Tariq Regie führen und die Handlung in die 1920er-Jahre verlegen, diese Version scheiterte jedoch. Anschließend übernahm Yann Demange die Regie, verließ das Projekt aber noch während der Bauarbeiten für die Sets. Mehrere Drehbuchautorinnen und -autoren, darunter Beau DeMayo und Nic Pizzolatto, arbeiteten zwischenzeitlich an Fassungen des Skripts, ohne dass daraus ein fertiges Projekt wurde. Marvel strich den Film schließlich vollständig aus seinem Zeitplan.
Zu sehen war Ali als Blade bislang nur in einem kurzen Stimm-Cameo im Abspann von „Eternals“. In „Deadpool & Wolverine“ kehrte stattdessen Wesley Snipes noch einmal als der ursprüngliche Filmversion des Charakters zurück. Ob und wann Marvel einen neuen Anlauf für eine Blade-Verfilmung unternimmt, ist derzeit offen.
Quelle: GQ Magazine, zitiert nach Nerdist


