NACON und das chilenische Studio ACE Team haben The Mound: Omen of Cthulhu veröffentlicht. Das Koop-Horrorspiel ist ab dem 15. Juli 2026 digital für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erhältlich und unterstützt Crossplay über alle Plattformen hinweg. Die physischen Versionen folgen am 6. August im Handel.
Konquistadoren treffen auf kosmischen Horror
The Mound: Omen of Cthulhu versetzt Spielerinnen und Spieler in die Zeit der Konquistadoren. Eine Expedition aus zwei bis vier Mitgliedern bricht auf einen unerforschten Kontinent auf, um eine legendäre Stadt zu finden, die enorme Reichtümer bergen soll. Die Vorlage liefert H. P. Lovecrafts Kurzgeschichte The Mound, an die sich das Spiel lose anlehnt – und damit reiht es sich in die lange Tradition von Videospielen ein, die den kosmischen Horror des Cthulhu-Mythos aufgreifen. Wer tiefer in die Ursprünge des Mythos einsteigen möchte, findet in unserem Überblick zu Call of Cthulhu weiteren Kontext.
Vor jedem Aufbruch wählt das Team einen Auftrag, der die Ziele der Expedition festlegt. Anschließend geht es in den Dschungel, um Schätze und Ressourcen zu sammeln – vorbei an feindseligen Kreaturen und unerklärlichen Phänomenen.
Geistige Gesundheit als zentrale Mechanik
Das Besondere: Der eigentliche Gegner ist nicht immer sichtbar. Mit jeder Expedition schwindet die geistige Gesundheit der Charaktere, was die Wahrnehmung verzerrt. Visuelle und akustische Halluzinationen wirken sich direkt auf das Gameplay und die Koordination im Team aus. Auch der Tod ist im Dschungel nicht das Ende – gefallene Mitglieder können korrumpiert werden und sich gegen die eigene Gruppe wenden.
Kommunikation läuft über ein Nahbereichs-Voice-Chat-System, das Absprachen nur in unmittelbarer Nähe erlaubt. Zum Start stehen vier von insgesamt acht spielbaren Charakteren zur Verfügung: Alonso de la Torre, Leonor, Don Rodrigo de Medina und Fray Gaspar. Alle teilen dieselben Kernmechaniken. Verteidigt wird sich mit zeitgemäßer Ausrüstung wie Bögen, Armbrüsten und frühen Feuerwaffen wie der Arkebuse – Munition ist knapp, die Ausrüstung zerbrechlich. Insgesamt umfasst das Spiel zum Launch 18 Karten, die laut NACON vollständig von Hand gestaltet wurden. Neue Bereiche des Dschungels schalten sich frei, indem Logbücher vergangener Expeditionen gefunden und geborgen werden.
Was bedeutet das konkret?
The Mound: Omen of Cthulhu bedient eine Nische, die zuletzt stark gewachsen ist: Koop-Horror mit Extraction-Elementen, bei dem das Team gemeinsam loszieht, Beute sichert und lebend zurückkehren muss. Anders als bei vielen Genre-Vertretern steht hier jedoch keine moderne Kulisse im Fokus, sondern ein historisches Setting mit Lovecraft-Unterbau. Wer die Closed Beta im Juni oder die Demo beim Steam Next Fest ausprobiert hat, kann nun in die Vollversion einsteigen – dank Crossplay auch plattformübergreifend mit Freunden.
Bemerkenswert ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung: Publisher NACON steckt derzeit in einer schweren Finanzkrise und hat Insolvenz angemeldet. Der Release eines neuen Titels dürfte für das Unternehmen damit mehr sein als nur ein weiterer Eintrag im Portfolio – kommerzielle Erfolge sind für den französischen Publisher aktuell wichtiger denn je.
Verfügbarkeit
The Mound: Omen of Cthulhu ist ab sofort digital für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erhältlich. Die physischen Versionen erscheinen am 6. August 2026 im Handel. Einen Preis nennt NACON in der Pressemitteilung nicht.

Quelle: Pressemitteilung von NACON




