Fast 30 Jahre nach dem ersten Teil zählt Resident Evil noch immer zu den einflussreichsten Marken im Survival-Horror. Was 1996 mit einem verlassenen Herrenhaus begann, ist heute eine der erfolgreichsten Videospielreihen aller Zeiten. Hier bekommt ihr den kompletten Überblick — von den Anfängen bis zum aktuellen neunten Teil.
Was ist Resident Evil?
Resident Evil ist eine Survival-Horror-Reihe von Capcom, die in Japan unter dem Originaltitel Biohazard erscheint. Im Zentrum steht die Umbrella Corporation: offiziell ein Pharmakonzern, in Wahrheit ein Unternehmen, das heimlich an hochgefährlichen Viren und Biowaffen forscht.
Die Reihe ist als Third-Person-Survival-Horror angelegt: Spieler erkunden abgeschlossene Schauplätze, kämpfen gegen infizierte Gegner und müssen mit begrenzter Munition und knappen Ressourcen haushalten. Spätere Teile erweitern dieses Grundprinzip um dynamischere Action oder wechseln in die Egoperspektive. Am Ende geht es jedoch immer um eines: Überleben.
Wer tiefer ins Horror-Genre einsteigen will, findet bei uns eine ausführliche Erklärung — Resident Evil gilt dort als eines der prägendsten Franchises überhaupt.
Die Hauptreihe im Überblick
Seit 1996 ist die Resident Evil-Reihe für verlassene Herrenhäuser, infizierte Städte, gruselige Zombies und andere Monster bekannt. Die Hauptreihe besteht heute aus neun nummerierten Teilen — dazu kommen mehrere Remakes und Spin-offs.
Resident Evil 1–3 (1996–1999): Die klassische Ära mit fixer Kameraperspektive und Tank-Steuerung. Raccoon City, das Spencer-Anwesen, S.T.A.R.S. — hier wurden alle wichtigen Grundlagen gelegt.
Resident Evil 0 & 4 (2002–2005): Teil Null füllt die Vorgeschichte des ersten Teils. Teil 4 markiert dann die größte Kehrtwende der Serie: Weg vom klassischen Horror, hin zu Over-the-Shoulder-Action in Spanien. Ein Meilenstein — und bis heute einer der meistgespielten Teile überhaupt.
Resident Evil 5 & 6 (2009–2012): Die actionlastigste Phase der Reihe. Teil 6 wagte gleich vier miteinander verwobene Storykampagnen — in dem zum ersten Mal Chris Redfield und Leon S. Kennedy gemeinsam auftraten. Nicht unumstritten, aber kommerziell erfolgreich.
Resident Evil 7 & Village (2017–2021): Capcom vollzog mit Teil 7 eine radikale Rückkehr zum Horror — diesmal in der Egoperspektive. Village setzte diesen Kurs fort und wurde mit fast 15 Millionen verkauften Einheiten zum bis dahin erfolgreichsten Teil der Reihe.
Resident Evil Requiem (2026): Capcom führt die Geschichte nach den Ereignissen von Resident Evil Village fort und schlägt zugleich eine Brücke zurück zu den Ursprüngen der Serie. Das Spiel wurde in der ersten Woche mehr als fünf Millionen Mal verkauft und löste damit Village als schnellstverkauften Teil der Serie ab. Unser Resident Evil Requiem Test liefert die detaillierte Einschätzung.
Alle Resident Evil Spiele auf einen Blick
Hauptreihe
| Titel | Jahr | Plattform(en) |
|---|---|---|
| Resident Evil | 1996 | PlayStation, PC, Saturn |
| Resident Evil 2 | 1998 | PlayStation, PC, N64 |
| Resident Evil 3: Nemesis | 1999 | PlayStation, PC |
| Resident Evil Code: Veronica | 2000 | Dreamcast, PS2 |
| Resident Evil 0 | 2002 | GameCube |
| Resident Evil 4 | 2005 | GameCube, PS2, PC |
| Resident Evil 5 | 2009 | PS3, Xbox 360, PC |
| Resident Evil 6 | 2012 | PS3, Xbox 360, PC |
| Resident Evil 7: Biohazard | 2017 | PS4, Xbox One, PC |
| Resident Evil Village | 2021 | PS4/5, Xbox, PC |
| Resident Evil Requiem | 2026 | PS5, Xbox Series, Switch 2, PC |
Remakes
| Titel | Jahr | Plattform(en) |
|---|---|---|
| Resident Evil (Remake) | 2002 | GameCube |
| Resident Evil 2 Remake | 2019 | PS4/5, Xbox, PC |
| Resident Evil 3 Remake | 2020 | PS4/5, Xbox, PC |
| Resident Evil 4 Remake | 2023 | PS4/5, Xbox Series, PC |
Wichtige Spin-offs
| Titel | Jahr | Plattform(en) |
|---|---|---|
| Resident Evil Outbreak | 2003 | PS2 |
| Resident Evil Revelations | 2012 | 3DS, später Multi |
| Resident Evil Revelations 2 | 2015 | PS3/4, Xbox, PC |
| Resident Evil Operation Raccoon City | 2012 | PS3, Xbox 360, PC |
Die Remakes — Klassiker neu gedacht
Seit 2019 veröffentlicht Capcom hochwertige Remakes der klassischen Teile. Was den Unterschied zwischen einem Remaster und einem Remake ausmacht, haben wir bei Gamefinity ausführlich erklärt — bei Resident Evil ist die Grenze eindeutig: Es sind echte Neuinterpretationen.
Das Resident Evil 2 Remake (2019) gilt als Blaupause für gelungene Neuauflagen und steht inzwischen bei über 18 Millionen verkauften Einheiten. Das Resident Evil 4 Remake (2023) setzte nochmals einen drauf und beweist, dass Capcoms Remake-Strategie kein Selbstläufer ist — sondern echte Handwerkskunst.
Spin-offs und Nebenreihen
Neben der Hauptreihe gibt es zahlreiche Spin-offs, die das Universum erweitern: die Revelations-Reihe, Outbreak, Operation Raccoon City oder das asymmetrische Multiplayer-Experiment Resistance. Qualität und Relevanz dieser Ableger schwanken stark — wer einsteigen will, sollte sich auf die Hauptreihe konzentrieren.
Zahlen, die für sich sprechen
Die Resident Evil-Serie hat inzwischen als erste Capcom-Marke überhaupt die Grenze von 200 Millionen verkauften Einheiten überschritten. In Deutschland dominierte Requiem die Verkaufscharts gleich zwei Monate in Folge und knackte die 200.000-Einheiten-Marke.
Wo einsteigen?
Wer neu in die Reihe kommt: Resident Evil 2 Remake ist der ideale Einstieg — modernes Gameplay, eigenständige Geschichte, bestes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer danach mehr will, greift zu RE4 Remake oder direkt zu Requiem, das einen guten Job macht, auch ohne lückenlose Serienkenntnis zugänglich zu sein.
Für alle, die die komplette Timeline verstehen wollen: Die Reihe spielt zwar in einer zusammenhängenden Welt, lässt sich aber gut in Blöcken erleben — klassische Ära (1–3), Action-Ära (4–6) und Horror-Renaissance (7–Village–Requiem).

