Senua

Senua angekündigt: Ninja Theory macht kein Hellblade 3 – sondern etwas Größeres

Ninja Theory hat beim Xbox Games Showcase 2026 ihr nächstes Spiel enthüllt – und gleich klargestellt, was es nicht ist: Senua ist kein Hellblade 3. Was stattdessen kommt, klingt wie die größte spielerische Neupositionierung, die das Studio je gewagt hat.

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Vom Walking Simulator zum vollwertigen Action-Adventure

Wer die Hellblade-Reihe kennt, weiß, was die häufigste Kritik war: zu wenig spielerische Freiheit, zu linearer Kampf, zu wenig Tiefe in den Mechaniken. Ninja-Theory-Studiochef Dom Matthews hat das Feedback offenbar ernst genommen. Senua – so schlicht der Titel – ist laut Matthews ein vollständiges Action-Adventure: mit einem tiefgreifenderen Kampfsystem, das erstmals Kämpfe gegen mehrere Gegner gleichzeitig ermöglicht, mit Schleichmechaniken, mehr Rätselpassagen und einer interconnected Open Map, die rund doppelt so groß sein soll wie die Welt von Hellblade 2. Klettern, Hangeln, Springen – vertikale Erkundung wird ein zentrales Element.

Gleichzeitig betont Matthews, dass Senua kein Open-World-Spiel ist: „Es ist eine lineare Geschichte, die euch durch eine Karte aus miteinander verbundenen Gebieten führt.“ Das klingt nach dem goldenen Mittelweg zwischen dem engen Schlauchdesign der Vorgänger und einer offenen Welt ohne Richtung – ein Format, das zuletzt häufig als Action-Adventure eingeordnet wird.

Fegefeuer, Psychose und ein Studio, das erstmals als Ganzes arbeitet

Inhaltlich setzt Senua nach den Ereignissen beider Hellblade-Spiele an. Die keltische Kriegerin steckt zwischen Leben und Tod fest – gefangen in einer fragmentierten Vision des Fegefeuers, auf der Suche nach dem Weg ins Jenseits und nach den Menschen, die sie geliebt und verloren hat. Das psychologische Fundament der Reihe bleibt damit erhalten: Senuas innere Stimmen, ihre Psychose, die Grenze zwischen Wahrnehmung und Realität. Was sich ändert, ist die spielerische Sprache, mit der diese Geschichte erzählt wird.

Bemerkenswert ist auch ein Blick hinter die Kulissen: Matthews beschreibt Senua als das erste Projekt seit über einem Jahrzehnt, an dem das gesamte 85-köpfige Ninja-Theory-Studio gemeinsam arbeitet. Hellblade 1 und 2 waren bewusst auf Kernteams von 20 bis 30 Personen beschränkt. Die Vergrößerung des Scope und der Teamgröße spiegeln sich erkennbar im Trailer wider: Die Szenen wirken weitläufiger, die Animationen flüssiger, die Kamera weniger klaustrophobisch als in den Vorgängern.

Plattformen und Release-Fenster

Senua erscheint 2027 für Xbox Series X|S, PC und PlayStation 5 – ein konkretes Datum nannte Ninja Theory noch nicht. Das Spiel wird ab Day One im Xbox Game Pass enthalten sein und unterstützt Xbox Play Anywhere. Angesichts des Scope-Sprungs gegenüber Hellblade 2 ist ein Release in der zweiten Jahreshälfte 2027 wahrscheinlich.

Was das Horror-Genre ausmacht und warum Senua sich bewusst an dessen Grenzen bewegt, lässt sich bei Gamefinity nachlesen.

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