Gestern war ein historischer Tag für die Warhammer-40.000-Community: Games Workshop streamte zwölf Stunden lang live aus dem Esports Stadium Arlington in Texas — die ersten öffentlichen Partien der 11. Edition in Aktion. Drei Spiele, sechs Spieler, und ein Release-Datum, das sich heute immer deutlicher abzeichnet.
Die drei Exhibition-Games im Überblick
Den Auftakt machte eine Partie, die vielen Fans direkt ins Herz traf: Adrian Phillips mit Blood Angels gegen Paul Murphy mit Orks — beide Armeen aufgebaut rund um die Modelle der Armageddon Launch Box, auf 2.000 Punkte erweitert. Es war das erste Mal überhaupt, dass diese Modelle in einem vollständigen Regelspiel der 11. Edition öffentlich zu sehen waren — inklusive beider Armeelisten, die GW vorab veröffentlicht hatte, um zu zeigen, wie der Weg von der Box zu einer vollständigen Strike-Force-Armee aussieht.
Das zweite Spiel lieferte einen Community-Clash der besonderen Art: PlayOnTabletops Nick mit T’au unter Commander Shadowsun gegen den Death Guard unter Typhus. Ein Match, das die narrative Seite der neuen Edition in den Vordergrund rückte — mit Spielern aus der Community statt professionellen Turnierspielern.
Den Abschluss bildete das mit Abstand meisterwartete Match des Tages: ein Rematch des Weltmeisterschaftsfinales 2025. Richard Siegler, amtierender Warhammer-40.000-Weltmeister, pilotierte seine Adeptus Mechanicus gegen Liam VSLs Aeldari — dieselben Fraktionen, die bereits das WM-Finale entschieden hatten, nun angepasst an die Regeln der 11. Edition. Beide Spieler hatten ihre Listen für die neue Edition leicht überarbeitet, Liam VSL brachte erneut drei Phoenix Lords mit.
Was die Spiele zeigten
Für alle, die die Regeländerungen bisher nur auf dem Papier kannte, lieferte der Livestream die entscheidende Antwort: Die 11. Edition spielt sich tatsächlich flüssiger. Das überarbeitete Detachment-System mit Punktebudget, die Force Dispositions als Verbindung zwischen Missionswahl und Armeezusammenstellung, und die bereinigten Universal Special Rules — all das funktionierte in der Praxis so, wie es auf dem Papier versprochen wurde. Kein harter Regelbruch mit der 10. Edition, sondern ein gezieltes Tuning bestehender Systeme.
Die wichtigste Beruhigung für Bestandsspieler wurde einmal mehr bestätigt: Bestehende Codexes bleiben vollständig gültig. Die Armeelisten und Fraktionsregeln aus der 10. Edition werden nahtlos übernommen.
Das Release-Datum zeichnet sich ab
Noch ist nichts offiziell — aber die Indizien verdichten sich. Die Warhammer-Community-Seite Spikey Bits hat heute auf Basis von GWs bisherigem Release-Muster, dem Zeitplan der Armageddon-Vorschauen und einem auffälligen Buchungsstopp bei Warhammer World am Wochenende des 20./21. Juni den wahrscheinlichsten Launch-Termin errechnet: Armageddon-Box am 20. Juni 2026, Vorbestellungen ab 6. Juni. GW hat das nicht bestätigt — aber es würde exakt ins Muster passen.
Wer die Armageddon Box ins Auge gefasst hat, sollte den 6. Juni im Kalender markieren.
Die offiziellen Streams
Die drei Partien sind weiterhin auf den offiziellen Warhammer-Kanälen auf YouTube und Twitch verfügbar.
