Google schaltet die Möglichkeit, den Teil einer Gmail-Adresse vor dem @-Zeichen zu ändern, jetzt auch für Nutzer in Deutschland frei. Die Funktion war zunächst in den USA gestartet und wird laut Google-Support schrittweise für alle Konten ausgerollt. Wer sie noch nicht sieht, muss demnach etwas warten, bis sie auch für das eigene Konto aktiviert wird.
Bislang ließ sich bei einem Google-Konto nur der angezeigte Name anpassen, nicht aber die eigentliche Adresse vor „@gmail.com“. Wer eine unpassend gewordene Adresse loswerden wollte, kam bisher nicht um ein komplett neues Google-Konto samt Datenumzug herum. Über die Kontoeinstellungen unter „Persönliche Daten“ und „E-Mail“ lässt sich die neue Option finden, sofern sie für das jeweilige Konto bereits aktiviert ist.
Nach Angaben von Google bleibt bei einer Änderung die bisherige Adresse als alternative Anmeldeadresse erhalten. E-Mails an die alte wie an die neue Adresse landen weiterhin im selben Postfach, gespeicherte Inhalte wie Drive-Dateien, Fotos oder der YouTube-Verlauf bleiben unverändert am Konto. Nutzer können laut Google-Support zudem jederzeit wieder zur vorherigen Adresse zurückwechseln, ohne dass die neue Adresse dadurch verloren geht.
Die Funktion ist an klare Grenzen geknüpft: Pro Konto lässt sich die Adresse nur einmal innerhalb von zwölf Monaten ändern, und insgesamt sind höchstens drei neue Adressen zusätzlich zur ursprünglichen möglich. Die gewünschte neue Adresse muss außerdem noch frei sein, was bei Gmail angesichts der schieren Zahl bestehender Konten nicht immer gegeben ist. Einmal vergebene Adressen lassen sich zudem nicht dauerhaft löschen – das geht laut Google nur über die Löschung des kompletten Kontos.
Was bedeutet das konkret für Nutzer? Wer seit Jahren mit einer peinlichen Jugend-Adresse oder einem längst überholten Spitznamen lebt, kann sich künftig ohne neuen Account einen passenderen Nutzernamen zulegen. Ein sauberer Neuanfang ist die Funktion aber nicht: Die alte Adresse bleibt erreichbar und verknüpft, und wegen der Zwölf-Monats-Sperre lohnt es sich, den neuen Namen vorher gut zu überlegen. Bei verknüpften Drittanbieter-Diensten kann es laut Google zudem vorkommen, dass diese vorübergehend weiterhin die alte Adresse verwenden, bis sie die Änderung nachvollzogen haben.
Ob und wann die Option für das eigene Konto sichtbar wird, lässt sich derzeit nur über die Kontoeinstellungen prüfen – ein festes Datum für die vollständige Verfügbarkeit in Deutschland nennt Google nicht.
Quelle: Google-Konto-Hilfe.








