Was ist die Metro-Reihe?
Die Metro-Reihe ist ein postapokalyptisches Medienfranchise, das 2002 mit dem gleichnamigen Roman des russischen Autors Dmitry Glukhovsky begann und sich seitdem zu einem der bekanntesten Sci-Fi-Universen Osteuropas entwickelt hat. Im Mittelpunkt steht eine Welt, in der ein nuklearer Krieg die Erdoberfläche unbewohnbar gemacht hat und die letzten Überlebenden in den Tunneln der Moskauer U-Bahn Zuflucht gefunden haben. Aus dieser Prämisse entstanden drei Romane, eine umfangreiche Anthologiereihe anderer Autoren, mehrere Videospiele und ergänzendes Material wie Graphic Novels und Kurzgeschichten.
Das Franchise verbindet literarische Gesellschaftskritik mit atmosphärischen Ego-Shootern — ein relativ seltenes Zusammenspiel, bei dem Romanautor Glukhovsky von Anfang an aktiv in die Spielentwicklung eingebunden war.
Die Bücher: Glukhovskys Romantrilogie
Das Fundament der Metro-Reihe bilden drei Romane, die alle von Dmitry Glukhovsky stammen. Sie erzählen zusammen die Geschichte des jungen Artjom, der in der Moskauer Metro aufgewachsen ist und sich im Laufe der drei Bände vom einfachen Tunnel-Bewohner zum Überlebenskämpfer auf der Suche nach einer besseren Welt entwickelt.
Metro 2033 (Roman, 2002 online / 2005 gedruckt)
Glukhovsky veröffentlichte Metro 2033 zunächst ab 2002 als kostenlosen Online-Roman und entwickelte ihn gemeinsam mit seinen Lesern weiter — ein damals ungewöhnliches Crowdsourcing-Projekt. 2005 erschien der fertige Roman in gedruckter Form in Russland, 2007 folgte die deutschsprachige Ausgabe beim Heyne Verlag.
Das Buch spielt im Jahr 2033, zwanzig Jahre nach einem nuklearen Krieg. Artjom lebt auf der Station WDNCh im Norden der Moskauer Metro. Als mysteriöse Wesen — die sogenannten Schwarzen — seine Station bedrohen, bricht er auf einer lebensgefährlichen Reise quer durch die gesamte Metro auf, um die legendäre Ranger-Einheit der Spartaner und schließlich den Polis-Rat zu erreichen und vor der Bedrohung zu warnen. Die Reise wird zum Spiegel der Gesellschaft in der Metro: Artjom begegnet kommunistischen und faschistischen Fraktionen, religiösen Fanatikern, Händlern und einfachen Überlebenden. Glukhovsky nutzt die apokalyptische Kulisse als Metapher für politische Ideologien und menschliche Schwäche.
Das Ende des Romans ist eindeutig: Artjom startet eine Rakete, die das Nest der Schwarzen — den Ostankino-Turm — zerstört. Erst danach wird klar, dass die Schwarzen keine Feinde, sondern entwickelte, telepathisch begabte Wesen waren, die Kontakt aufnehmen wollten. Eine düstere Auflösung, die die Romanserie von Anfang an von simplem Endzeitabenteuer abhebt.
Metro 2034 (Roman, 2009)
Der zweite Band spielt im Jahr 2034 — also ein Jahr nach den Ereignissen des ersten Buches. Er ist jedoch kein direktes Sequel zu Artjoms Geschichte: Artjom selbst tritt kaum auf, die Hauptfigur ist diesmal der legendäre Stalker Hunter sowie das Mädchen Sascha. Die Handlung dreht sich um eine Expedition durch die Metro und thematisiert Einsamkeit, Musik und die Frage, was den Menschen als Zivilisation ausmacht.
Metro 2034 ist unter Lesern der umstrittenste Band der Trilogie. Er ist deutlich lyrischer und philosophischer als der erste Roman, verzichtet auf die Reisestruktur und ist enger in einer Handvoll Stationen und Tunneln angesiedelt. Wer reine Actionunterhaltung erwartet, wird überrascht — wer Glukhovskys literarischen Ambitionen folgt, findet hier den erzählerisch eigenwilligsten Teil der Reihe.
Metro 2035 (Roman, 2015)
Der dritte Band schließt Artjoms Reise ab und ist eng mit den Videospielen verbunden. Metro 2035 setzt nach den Ereignissen von Metro: Last Light (dem zweiten Videospiel, erschienen 2013) an. Artjom ist desillusioniert, lebt mit seiner Frau Anna in der Polis und ist davon überzeugt, dass es draußen in der Welt noch andere Überlebende gibt — und dass über Kurzwelle Signale empfangen werden können. Die Metro-Führung will das unterdrücken.
Der Roman ist politisch der expliziteste der drei Bände und lässt sich als Kommentar auf das heutige Russland lesen: Propaganda, Kontrolle über Information und die Unterdrückung unbequemer Wahrheiten sind zentrale Themen. Glukhovsky, der seit Jahren im Exil lebt, hat sich nie gescheut, diese Parallelen offen anzusprechen.
Metro 2035 endet damit, dass Artjom und eine Gruppe Überlebender die Metro verlassen und gen Osten aufbrechen — direkt in die Handlung des dritten Videospiels Metro Exodus übergehend.
Das Evangelium nach Artjom (Kurzgeschichte)
Neben der Trilogie hat Glukhovsky eine Kurzgeschichte mit dem Titel Das Evangelium nach Artjom verfasst, die in der Metro-Welt spielt und thematisch an die Fragen des ersten Romans anschließt. Sie ist in Sonderausgaben und als eigenständige Veröffentlichung erhältlich.
Das Metro 2033 Universum: Geschichten anderer Autoren
Glukhovsky lud früh andere Schriftsteller ein, im Rahmen des sogenannten Metro 2033 Universums (russisch: Vselennaya Metro 2033) eigene Romane und Kurzgeschichten in seiner Welt zu verfassen. Inzwischen umfasst diese Anthologiereihe über hundert Bände, geschrieben von verschiedenen Autoren aus Russland und anderen Ländern.
Diese Bücher spielen nicht zwingend in Moskau — einige sind in der Moskauer Metro angesiedelt, andere erkunden, wie Menschen in anderen Städten und Regionen die Apokalypse überlebt haben: Sankt Petersburg, Nowosibirsk, Kiew und weitere Schauplätze wurden von unterschiedlichen Autoren ausgebaut. Der Kanonstatus dieser Bücher ist unter Fans umstritten: Glukhovsky hat sie offiziell genehmigt und unterstützt, aber sie wurden nicht von ihm geschrieben und weichen gelegentlich vom Ton der Haupttrilogie ab. Sie gelten als sogenannter Suspect Canon — genehmigt, aber nicht im selben Rang wie die drei Hauptromane.
Im deutschsprachigen Raum sind einige dieser Bände ebenfalls beim Heyne Verlag erschienen.
Die Videospiele: Artjoms Geschichte interaktiv
Parallel zur Romantrilogie entstand eine Videospielreihe, die vom ukrainischen Studio 4A Games entwickelt und zunächst von THQ, später von Deep Silver (Koch Media) verlegt wurde. Alle drei Hauptspiele sind Ego-Shooter mit starkem Erzählfokus, die Artjom als Protagonisten verwenden — allerdings ohne Dialoge seiner Figur, was dem Spieler erlaubt, sich selbst in ihn hineinzuversetzen.
Ein zentrales Merkmal der Spiele ist das Moralitätssystem: Bestimmte Entscheidungen und Verhaltensweisen im Spielverlauf beeinflussen, welches Ende der Spieler erlebt. Die Spiele belohnen keine maximale Gewalt, sondern Aufmerksamkeit, Mitgefühl und moralische Achtsamkeit — ein Konzept, das mit RPG-Elementen verwandt ist, auch wenn Metro kein klassisches Rollenspiel ist.
Metro 2033 (Videospiel, 2010)
Das erste Spiel ist die direkteste Adaption unter allen Teilen: Es folgt der Handlung des gleichnamigen Romans sehr eng. Artjom bricht von seiner Heimatstation WDNCh auf, reist quer durch die Metro und begegnet denselben Fraktionen, Orten und Schlüsselereignissen wie im Buch. Die Autoren der Spielhandlung arbeiteten mit Glukhovsky zusammen, um sicherzustellen, dass Ton und Welt konsistent bleiben.
Es gibt jedoch wichtige Unterschiede: Das Spiel ist in der Ich-Perspektive erzählt und gibt Artjom keine gesprochene Stimme — Handlungsentscheidungen liegen beim Spieler. Außerdem existieren zwei Enden, die im Roman so nicht vorkommen: Das sogenannte Erleuchtet-Ende, in dem Artjom erkennt, dass die Schwarzen friedlich sind und die Rakete nicht abfeuert, ist nur durch bestimmte moralische Entscheidungen im Spielverlauf erreichbar. Im Roman gibt es diese Ambiguität nicht — dort zerstört Artjom das Nest. Das Erleuchtet-Ende des Spiels gilt als das kanonische Ende und bildet die Grundlage für die weiteren Spiele.
Metro 2033 erschien 2010 für PC und Xbox 360. 2014 erschien Metro 2033 Redux, eine überarbeitete Fassung mit verbesserter Grafik und überarbeitetem Spielgefühl, die auch für PlayStation 4 veröffentlicht wurde. Was ein Remaster von einem Remake unterscheidet, erklären wir im Artikel Remaster vs. Remake.
Metro: Last Light (Videospiel, 2013)
Das zweite Spiel ist ein Sonderfall im Verhältnis zwischen Büchern und Spielen. Der ursprüngliche Arbeitstitel lautete Metro 2034, doch 4A Games entwickelte die Handlung weitgehend unabhängig von Glukhovskys gleichnamigem Roman. Metro: Last Light ist kein Spiel zu Metro 2034 (dem Buch) — es ist eine direkte Spielfortsetzung zu Metro 2033 (dem Spiel).
Es gibt thematische Überschneidungen: Wie im Buch Metro 2034 steht erneut die Auseinandersetzung mit den Schwarzen im Mittelpunkt. Aber die Handlung folgt einer eigenen Logik: Artjom wurde bestraft, weil er das Nest zerstört hat, und erfährt, dass ein junger Schwarzer überlebt hat. Er bricht auf, um diesen letzten Schwarzen zu finden — und gerät dabei in den Machtkampf zwischen der faschistischen Vierten Reichs-Fraktion und den kommunistischen Roten. Last Light ist atmosphärisch dichter als der Vorgänger, mit mehr Setpiece-Momenten und einem stärkeren Fokus auf menschliche Antagonisten.
Auch hier gibt es zwei Enden, die vom Verhalten des Spielers abhängen. Das kanonische Ende — Artjom überlebt, der letzte Schwarze heilt ihn — bildet die Grundlage für den Roman Metro 2035. Die überarbeitete Fassung Metro: Last Light Redux erschien 2014 gemeinsam mit Metro 2033 Redux als Teil des Metro Redux Bundles.
Metro Redux (2014)
Metro Redux ist kein neues Spiel, sondern ein Bundle, das die überarbeiteten Fassungen von Metro 2033 und Metro: Last Light bündelt. Beide Spiele wurden grafisch aufgewertet und auf den technischen Stand von Last Light gebracht — insbesondere Metro 2033 Redux profitiert deutlich von verbesserten Animationen, KI-Verhalten und Steuerung. Metro Redux ist der empfohlene Einstiegspunkt für neue Spieler.
Metro Exodus (Videospiel, 2019)
Das dritte Hauptspiel ist das inhaltlich direkteste Sequel zum letzten Roman der Trilogie. Metro Exodus setzt nach den Ereignissen von Metro 2035 (dem Buch) an und führt aus, was am Ende des Romans angedeutet wird: Artjom verlässt mit seiner Frau Anna und einer Gruppe Spartaner die Moskauer Metro auf der Suche nach einem Leben an der Oberfläche.
Das Besondere an Exodus ist, dass es gleichzeitig Sequel zu Last Light (dem Spiel) und zur Buchvorlage Metro 2035 ist. Die Story wurde in enger Zusammenarbeit mit Glukhovsky entwickelt und gilt als kanonische Fortsetzung beider Stränge. Statt der linearen Tunnelwelt der Vorgänger bietet Exodus größere, semi-offene Karten in verschiedenen Regionen Russlands — die Wolga im Winter, die kasachische Wüste im Frühling, die sibirische Taiga im Sommer. Die Reise per Dampflokomotive namens Aurora erstreckt sich über ein Jahr.
Auch Exodus hat zwei Enden: Im guten Ende überlebt Artjom. Im schlechten Ende stirbt er an einer Strahlenvergiftung. Das kanonische Ende ist offen — Glukhovsky hat sich dazu nicht endgültig geäußert.
Metro Exodus erschien am 15. Februar 2019 für PC, PlayStation 4 und Xbox One. 2021 folgte eine Enhanced Edition für PlayStation 5 und Xbox Series X/S mit Raytracing-Unterstützung und verbesserter Performance.
Metro Awakening (VR-Spiel, 2024)
Metro Awakening ist das erste VR-Spiel der Reihe und wurde nicht von 4A Games, sondern von Vertigo Games entwickelt — in enger Kooperation mit 4A Games und erneut mit Glukhovsky als Story-Berater. Es erschien am 7. November 2024 für PlayStation VR2, Meta Quest 2 und 3 sowie SteamVR.
Das Spiel ist ein Prequel zu Metro 2033 und erzählt die Vorgeschichte einer zentralen Figur aus dem Metro-Kosmos: Spieler übernehmen nicht Artjoms Rolle, sondern die eines Arztes namens Serdar, der in den Jahren vor den Ereignissen des ersten Spiels durch die Metro reist. Die Handlung bewegt sich in psychologisch-surreales Terrain und verwebt Geschichtsreferenzen mit der Metro-Mythologie.
Metro Awakening gilt nicht als Hauptteil der Reihe, sondern als Spin-off — ein eigenständiges Werk, das die Welt erweitert, ohne die Haupthandlung zu berühren.
Metro 2039 (Videospiel, erscheint 2027)
Im April 2026 wurde Metro 2039 offiziell angekündigt — der vierte Hauptteil der Videospielreihe, entwickelt von 4A Games und verlegt von Deep Silver. Beim Xbox Games Showcase im Juni 2026 wurde ein erster Gameplay-Trailer gezeigt, der das Spiel für Februar 2027 auf PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC ankündigt.
Metro 2039 findet vier Jahre nach Exodus statt und führt eine neue Hauptfigur ein: The Stranger (Der Fremde), der im Konflikt mit dem sogenannten Fuhrer Hunter steht — einer Figur, die laut den Entwicklern die Metro durch Propaganda und Lügen unter ihre Kontrolle gebracht hat. Artjom ist nicht mehr der Protagonist, obwohl seine Geschichte Teil des Kontexts bleiben dürfte. 4A Games hat betont, dass das Spiel einen dunkleren Ton als alle Vorgänger anschlagen und sich stärker auf menschliche Konflikte als auf Mutanten konzentrieren soll. Glukhovsky selbst bezeichnete Metro 2039 als „dunkler als alles, was ihr bisher gesehen habt“.
Buch und Spiel: Wo sie sich überschneiden und unterscheiden
Das Verhältnis zwischen den Metro-Büchern und den Spielen ist ungewöhnlich eng, aber nicht deckungsgleich. Es lässt sich in drei Kategorien beschreiben:
Direkte Adaption
Metro 2033 (Spiel) adaptiert den Roman Metro 2033 sehr direkt. Haupthandlung, Stationen, Fraktionen und Schlüsselszenen sind eng angelehnt. Der wichtigste Unterschied ist das Moralsystem mit zwei möglichen Enden — im Roman gibt es nur das eine, tragische Ende.
Eigenständige Fortsetzung im gleichen Universum
Metro: Last Light hat keinen direkt zugehörigen Roman. Es ist eine spieleigene Fortsetzung, die im gleichen Kanon spielt, aber ihre eigene Geschichte erzählt. Der Roman Metro 2034 existiert parallel dazu, spielt jedoch mit anderen Figuren und berührt die Spielhandlung inhaltlich nur am Rand.
Gemeinsam entwickelte Fortsetzung
Metro Exodus und Metro 2035 (Buch) sind beide direkte Fortsetzungen von Last Light — und wurden bewusst so konzipiert, dass sie aufeinander aufbauen. Metro 2035 endet dort, wo Exodus beginnt. Glukhovsky arbeitete eng mit 4A Games an der Spielstory. Wer beide Medien kennt, bekommt das vollständige Bild.
Die Welt der Metro: Fraktionen und Setting
Die Moskauer Metro ist nicht einfach ein Fluchtraum — sie hat sich in zwanzig Jahren zur eigenen Gesellschaft entwickelt, mit Wirtschaft, Politik und Ideologie. Die wichtigsten Fraktionen prägen sowohl Bücher als auch Spiele:
- Hanse — ein Bund zentraler Stationen, der den Handel in der Metro kontrolliert und eine Art neutrale Ordnungsmacht darstellt.
- Rote Linie — eine kommunistisch-sowjetische Fraktion, die Stationen nach stalinistischem Muster führt und auf Expansion ausgerichtet ist.
- Viertes Reich — eine faschistische Fraktion, die im Norden der Metro herrscht und ethnische Säuberungen betreibt.
- Polis — die größte und neutralste Station, Sitz der Spartaner-Ranger und der gelehrtesten Menschen der Metro.
- Spartaner — eine Elite-Einheit von Rangern, die unabhängig von Fraktionen operiert und versucht, die Metro zu schützen.
Die Oberfläche ist nicht unbewohnbar, aber gefährlich: Strahlung, mutierte Kreaturen und die Nachwirkungen des nuklearen Kriegs machen längere Aufenthalte ohne Schutzausrüstung unmöglich. Im Laufe der Reihe zeigt sich jedoch, dass die Oberfläche sich langsam erholt — und dass es jenseits Moskaus möglicherweise noch intakte Siedlungen gibt. Das Horror-Element der Reihe speist sich dabei nicht nur aus Mutanten und Dunkelheit, sondern ebenso aus den menschlichen Fraktionen selbst.
4A Games: Das Studio hinter den Spielen
Die Videospiele der Metro-Reihe stammen vom ukrainischen Studio 4A Games, das 2006 in Kiew gegründet wurde. Viele der Gründer kamen zuvor vom Studio GSC Game World, den Entwicklern der S.T.A.L.K.E.R.-Reihe — thematisch ein naher Verwandter der Metro-Spiele.
4A Games entwickelte die hauseigene 4A Engine, die in allen Metro-Spielen zum Einsatz kommt und besonders für ihre atmosphärische Lichtsetzung, Partikeleffekte und die dichte Umgebungsgestaltung bekannt ist. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 verlegte das Studio seinen Hauptsitz nach Malta, arbeitet aber weiterhin an der Metro-Reihe. Was Game Engines grundsätzlich sind und wie sie funktionieren, erklären wir in einem separaten Artikel.
Häufige Fragen zur Metro-Reihe
In welcher Reihenfolge sollte man die Metro-Bücher lesen?
Die empfohlene Lesereihenfolge ist chronologisch: Metro 2033 (2005), Metro 2034 (2009) und Metro 2035 (2015). Wer die Spiele bereits kennt, kann Metro 2034 auch vor Metro 2035 überspringen, da es keinen direkten spielbezogenen Anschluss hat — allerdings verpasst man dann einen wichtigen Teil von Glukhovskys Weltaufbau.
Muss man die Bücher lesen, um die Spiele zu verstehen?
Nein. Die Spiele sind eigenständig zugänglich. Wer jedoch die Bücher kennt, versteht Hintergründe, Charaktermotivationen und Anspielungen deutlich besser — besonders Metro Exodus profitiert stark vom Vorwissen aus Metro 2035.
Welches Metro-Spiel ist am nächsten am Buch?
Metro 2033 (Spiel, 2010) ist die direkteste Umsetzung — es folgt der Romanvorlage enger als jeder andere Teil. Metro: Last Light dagegen ist das eigenständigste Spiel der Reihe und hat keinen direkt zugehörigen Roman.
Was ist das kanonische Ende von Metro 2033?
Das kanonische Ende der Spielreihe ist das sogenannte Erleuchtet-Ende, in dem Artjom die Schwarzen nicht zerstört. Dieses Ende — das nur durch moralische Entscheidungen im Spielverlauf erreicht wird — gilt als Basis für alle weiteren Spiele. Im Original-Roman gibt es dieses Ende nicht: Dort zerstört Artjom das Nest der Schwarzen.
Was ist Metro 2039?
Metro 2039 ist der vierte Hauptteil der Videospielreihe, entwickelt von 4A Games. Er wurde im April 2026 angekündigt und soll im Februar 2027 für PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC erscheinen. Erstmals spielt nicht Artjom die Hauptrolle, sondern eine neue Figur namens The Stranger. Alle bekannten Infos zur Ankündigung haben wir im News-Artikel zur Enthüllung zusammengefasst.
