Beim PlayStation State of Play am 2. Juni haben Great Ape Games und Publisher Annapurna Interactive The Lost Wild für PlayStation 5 angekündigt. Das Survival-Horror-Spiel erscheint 2027; ein konkretes Datum wurde noch nicht genannt. Der Kern des Spielkonzepts klingt ungewöhnlich für das Genre: Spieler kämpfen nicht gegen Dinosaurier — sie versuchen, um sie herum zu überleben.
Dinosaurier als Tiere, nicht als Monster
Game Director Gary Napper beschreibt die Designphilosophie hinter The Lost Wild als bewussten Bruch mit gängigen Dino-Spielen. Statt Schwachpunkte auszunutzen oder Angriffsmuster zu memorieren, dreht sich das Gameplay um Beobachtung, Geduld und Zurückhaltung. Spieler müssen darauf achten, wohin ein Dinosaurier blickt, bevor sie sich bewegen, stillhalten, wenn etwas Riesiges an ihnen vorbeizieht, und wissen, wann sie besser nicht rennen sollten.
Napper erklärt: Die Dinosaurier sollen keine Bösewichte sein, sondern glaubwürdige Tiere mit eigenen Instinkten und Verhaltensweisen. Die Spieler sind dabei die Außenseiter — verletzlich, schutzlos, am unteren Ende einer Nahrungskette, deren Spitze sie nicht einnehmen. Werkzeuge zur Verteidigung gibt es, aber keine, die das Töten der Kreaturen als vorgesehene Lösung erlauben. Stattdessen stehen Ausweichen, Verstecken, Ablenken und das Nutzen der Umgebung im Vordergrund.
Spannung durch Ungewissheit
Das Spielgefühl soll laut Napper von echter Anspannung durch Ungewissheit geprägt sein: Jede Begegnung entwickelt sich dynamisch — ein Allosaurus kann das Interesse verlieren, wenn man still genug bleibt, oder unvermittelt reagieren. Die Gefahr entsteht nicht durch übertriebene Spielmechaniken, sondern durch das Verhalten der Tiere selbst. Great Ape Games will damit sowohl Bedrohung als auch Ehrfurcht gegenüber den Kreaturen erzeugen — eine emotionale Mischung, die das Studio als Kern des Erlebnisses beschreibt.

Weitere Details hat Game Director Gary Napper auf dem deutschsprachigen PlayStation Blog veröffentlicht.




