Beim PlayStation State of Play am 2. Juni hat das Tokioter Studio UNSEEN Inc. erstmals ausführliches Gameplay zu Kemuri gezeigt. Das Yokai-Besessungs-Actionspiel war zuletzt bei den Game Awards 2023 zu sehen gewesen — seitdem war es still geblieben. 2027 soll Kemuri für PlayStation 5 erscheinen, ein konkretes Datum wurde noch nicht genannt.
Kemuri City: Eine Stadt zwischen den Welten
Kemuri City ist ein Ort an der Grenze zwischen Leben und Tod — gefährlich, aber seltsam verlockend, und längst zu einem Touristenziel für Menschen aus aller Welt geworden. In den Gassen, auf den Dächern und in den unterirdischen Ruinen der vertikal aufgebauten Stadt verschiebt sich ständig die Grenze zwischen Realität und Jenseits. Yokai — übernatürliche Wesen aus japanischer Folklore, aber auch ganz eigene Neuschöpfungen der Spielwelt — sind hier Teil des Alltags, geboren aus den verbleibenden Emotionen und Gedanken der Menschen.
Spieler übernehmen die Rolle eines Yokai-Jägers und erkunden die Stadt allein oder im Online-Koop mit bis zu zwei weiteren Spielern. Dabei gibt es keinen vorgeschriebenen Kampfstil: Manche Jäger setzen auf Nahkampf, andere auf Fernkampf, wieder andere auf übernatürliche Kräfte durch Gebete und Talismane.
Das Foxwindow und Possession Apparel
Kernmechanik des Spiels ist das sogenannte Foxwindow: Durch eine bestimmte Handgeste — einen Spalt zwischen den Fingern — werden verborgene Risse zwischen den Welten sichtbar, die Spieler direkt in Yokai-Reiche führen können. Diese Räume sollen laut Studio emotional vielschichtig sein: beängstigend, aber auch nostalgisch oder faszinierend schön.
Besiegte Yokai müssen nicht vernichtet werden. Über Verträge mit ihnen manifestieren sich deren Kräfte als Possession Apparel — besessene Kleidung, die sowohl das Aussehen als auch den Kampfstil des Jägers verändert. Das Tragen der Yokai-Kräfte ist dabei als kontinuierlicher Prozess angelegt, nicht als einmaliger Ausrüstungsslot.
Ikumi Nakamura: Erstes Spiel als vollwertige Direktorin
Kemuri ist das erste Projekt von UNSEEN und zugleich das erste Spiel, bei dem Ikumi Nakamura als vollwertige Creative Director tätig ist. Nakamura ist in der Gaming-Szene bekannt für ihre Arbeit als Artistin bei Tango Gameworks sowie als ursprüngliche Creative Director von Ghostwire: Tokyo, wobei sie das Projekt vor dem Launch verlassen hatte. Bei UNSEEN versammelt sie Entwickler aus verschiedenen Kulturen und Ländern in Tokio — ein Ansatz, der sich laut Nakamura direkt in der Weltgestaltung von Kemuri niederschlägt.

Weitere Details hat Ikumi Nakamura auf dem PlayStation Blog veröffentlicht.



