Gears of War E-Day

Gears of War: E-Day nutzt SSD der Series S als Extraspeicher

Damit Gears of War: E-Day auf der Xbox Series S ohne größere Abstriche läuft, hat The Coalition zu einem ungewöhnlichen Kniff gegriffen: Das Studio nutzt die interne SSD der Konsole als zusätzliche Speicherebene neben dem Arbeitsspeicher. Das erklärte Technikdirektorin Kate Rayner im Gespräch mit Digital Foundry.

So funktioniert der Trick

Die Series S verfügt über 10 GB GDDR6-Speicher, deutlich weniger als die Series X. Gerade bei detailreichen Umgebungen wird das schnell zum Flaschenhals. Statt die Grafikqualität stark herunterzuschrauben, haben The Coalition und Xboxs Advanced Technology Group einen Teil der Spieldaten auf die SSD ausgelagert. Ausgewählt wurden Daten, auf die das Spiel ohne spürbare Leistungseinbußen bei Bedarf zugreifen kann, etwa Details der Stadtumgebung. Erst wenn sie gebraucht werden, wandern sie in den Arbeitsspeicher.

Unterm Strich gewinnt das Spiel so rund 1 GB zusätzlich nutzbaren Systemspeicher. Der Preis dafür: ein paar Gigabyte zusätzlicher Platz auf der SSD. Laut Rayner gehört The Coalition zu den ersten Studios, die diese Methode einsetzen, und andere Teams hätten bereits Interesse an der Technik signalisiert.

Was das für Series-S-Besitzer bedeutet

Die Series S steht seit ihrem Start in der Kritik, weil ihr knapper Arbeitsspeicher Entwickler zu Kompromissen zwingt. Manche Studios haben Funktionen auf der kleineren Konsole gestrichen oder Veröffentlichungen verzögert, weil die Optimierung so aufwendig war. Ein Verfahren, das spürbar mehr Speicher freischaufelt, könnte dieses Problem entschärfen – vorausgesetzt, Microsoft stellt es auch anderen Entwicklern zur Verfügung.

Gerade gegen Ende der Konsolengeneration, wenn Spiele immer anspruchsvoller werden, ist das ein relevanter Hebel. Für E-Day selbst zahlt sich der Aufwand bereits aus: Erste Eindrücke heben hervor, dass die Series-S-Fassung die Spielwelt nicht sichtbar beschneidet. Ob und wann Microsoft die Lösung offiziell an Partnerstudios weitergibt, ist noch offen.

Wer tiefer in die Reihe einsteigen will, findet in unserer Geschichte der Gears-of-War-Reihe alle bisherigen Teile im Überblick.

Quelle: Digital Foundry (Interview mit Kate Rayner, The Coalition)

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