CD Projekt Red arbeitet an The Witcher IV – dem ersten Teil einer komplett neuen Trilogie rund um Ciri. Bei den Game Awards 2024 wurde das Spiel offiziell enthüllt, bei der Unreal Fest 2025 gab es eine ausführliche Tech-Demo. Seitdem ist einiges an neuen, offiziell bestätigten Details dazugekommen – von der Teamgröße über neue Gameplay-Mechaniken bis zur Entscheidung gegen DLCs für die komplette Trilogie. Wer sich für die Geschichte des Studios dahinter interessiert, findet sie in unserem ausführlichen Porträt von CD Projekt Red.
Release: Frühestens 2027
Ein konkretes Datum hat CD Projekt Red weiterhin nicht genannt. Laut Finanzbericht erscheint The Witcher 4 nicht vor Anfang 2027. Bei den Game Awards 2025 war das Studio anwesend – das Spiel war für „Most Anticipated Game“ nominiert – neue Inhalte wurden aber nicht gezeigt.
Die gesamte neue Trilogie soll innerhalb von sechs Jahren nach Release des ersten Teils erscheinen. Im optimistischsten Fall wären alle drei Spiele also bis 2033 erhältlich.
Plattformen: PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S
Keine DLCs für die neue Trilogie – eine bewusste Kurskorrektur
Eine der wichtigsten Neuigkeiten der letzten Monate: CD Projekt Red hat im Rahmen der Quartalszahlen für Q1 2026 bestätigt, dass die neue Witcher-Trilogie keine großen Story-Erweiterungen erhalten wird. Joint-CEO Michał Nowakowski erklärte dazu: „Die Pläne sind ziemlich ehrgeizig. Konkret geht es darum, innerhalb eines Zeitraums von sechs Jahren drei Witcher-Spiele zu veröffentlichen. Um ganz ehrlich zu sein, wäre es für uns schwierig, der kommenden Trilogie eine Erweiterung hinzuzufügen.“
Der Grund ist reine Kapazitätsplanung: Sobald ein Teil erscheint, beginnt praktisch sofort die Arbeit am nächsten. Für ein DLC im Umfang von Blood and Wine – bislang der Goldstandard der Reihe – bleibt in diesem Rhythmus schlicht kein Raum. Bevor die neue Ära beginnt, gibt es aber noch ein letztes Mal das vertraute Format: Mit „Songs of the Past“ erscheint 2027 eine dritte große Erweiterung für The Witcher 3, entwickelt von Fool’s Theory – demselben Studio, das parallel auch am Remake des ersten Witcher-Spiels arbeitet.
Ciri übernimmt die Hauptrolle
Nach drei Spielen mit Geralt von Riva wechselt die Perspektive. Ciri, Geralts Ziehtochter, wird zur Protagonistin der neuen Saga. Game Director Sebastian Kalemba: „Schon lange wussten wir, dass Ciri die Protagonistin sein sollte. Es war der natürliche Schritt.“
Das Spiel begleitet Ciri auf ihrem Weg zur Hexerin. Story Director Tomasz Marchewka beschreibt sie als „Geralt ähnlich – ehrenhaft, mutig, gerecht – aber auch mit einer Seite, die wir noch nicht erforscht haben: düster, rebellisch und wild.“
Neue Gameplay-Fähigkeiten für Ciri
Im AnsweRED-Podcast bestätigten die Entwickler mehrere Fähigkeiten, die es bei Geralt in The Witcher 3 in dieser Form nicht gab:
- Ciri kann tief unter Wasser tauchen und schwimmen
- Zaubersprüche lassen sich im Laufen und Rennen wirken
- Ein dedizierter Sprung-Knopf deutet auf deutlich mehr Vertikalität in der Fortbewegung hin
- Insgesamt verfügt Ciri über mehr Animationen als Geralt im Vorgänger
Das unterstreicht, dass Ciri spielmechanisch klar agiler und dynamischer angelegt ist als Geralts eher bodenständiger Kampf- und Bewegungsstil.
Neue Synchronsprecherin
Ciri wird nicht mehr von Jo Wyatt gesprochen, die sie in The Witcher 3: Wild Hunt verkörperte. Die irische Schauspielerin Ciara Berkeley („Normal People“) übernimmt die Rolle. CD Projekt Red begründete den Wechsel damit, dass Berkeley „die Figur auf eine Weise zum Leben erweckt, die sowohl dem Charakter treu bleibt als auch für Fans aufregend ist.“ Geralt-Sprecher Doug Cockle äußerte sich positiv über die neue Besetzung: „Sie wird einen großartigen Job machen. Sie hat eine fantastische Präsenz.“
Geralt kehrt zurück – in einer Nebenrolle
Geralt von Riva wird in The Witcher 4 auftreten – allerdings in einer Nebenrolle. Doug Cockle ist erneut als Sprecher dabei. Seine Stimme ist bereits am Ende des Ankündigungstrailers zu hören: „Zeit für eine neue Saga. Wir sehen uns auf dem Pfad.“
Story: Der Ankündigungstrailer
Der bei den Game Awards 2024 gezeigte Cinematic Trailer gibt einen ersten Einblick in die Handlung. Ciri lebt als Außenseiterin in einem abgelegenen Dorf. Als die Bewohner ein junges Mädchen für ein traditionelles Opferritual vorbereiten, greift sie ein. Im Kampf gegen ein Monster und die Vorurteile der Dorfgemeinschaft lernt sie eine bittere Lektion: Monster existieren in vielen Formen. Die Sequenz zeigt den düsteren, moralisch ambivalenten Ton, den Fans aus der Reihe kennen.

Neue Region: Kovir
Die Tech-Demo vom Juni 2025 enthüllte erstmals die Spielwelt. Kovir, eine bergige Region im Norden des Kontinents, wird zum ersten Mal in einem Witcher-Spiel begehbar sein. Die Demo zeigte:
- Valdrest: eine geschäftige Hafenstadt in Kovir
- Lan Exeter: eine Metropole, die größer wirkt als Novigrad aus The Witcher 3
- Kelpie: Ciris Pferd, das sie durch die Welt begleitet
Weitere Regionen wurden noch nicht bestätigt, aber Gebiete wie Poviss, Aedirn oder Cintra könnten ebenfalls eine Rolle spielen.
Technologie: Unreal Engine 5
CD Projekt Red hat die hauseigene REDengine aufgegeben und wechselt zur Unreal Engine 5 – ein strategischer Schritt, den auch unser Studio-Porträt als Teil der Neuausrichtung des Unternehmens einordnet. Die strategische Partnerschaft mit Epic Games wurde 2022 angekündigt; beide Unternehmen entwickeln gemeinsam neue Open-World-Tools, die später allen UE5-Entwicklern zur Verfügung stehen.
Bei der Unreal Fest im Juni 2025 präsentierte CD Projekt Red eine ausführliche Tech-Demo – laufend auf einer Standard-PlayStation 5 mit 60 FPS. Gezeigte Technologien: Nanite Foliage (extrem detaillierte Vegetation ohne Performance-Einbußen), MetaHuman (realistische Charaktermodelle), Mass AI (skalierbare Menschenmengen) und das neue Unreal Animation Framework. Joint-CEO Michał Nowakowski: „Das frühe Material auf einer PS5 mit 60 FPS zu zeigen, ist ein bedeutender Meilenstein.“
Anders als bei früheren Projekten entwickelt CD Projekt Red diesmal zuerst für Konsolen. Bei The Witcher 3 und Cyberpunk 2077 wurde zunächst die PC-Version fertiggestellt und dann für Konsolen angepasst – was zu technischen Problemen führte. Dieser Fehler soll sich nicht wiederholen.
Gameplay: Was wir erwarten können
CD Projekt Red beschreibt The Witcher 4 als „Single-Player-Open-World-RPG, das auf dem Vermächtnis von The Witcher 3: Wild Hunt aufbaut.“ Bestätigt sind bislang:
- Gwent kehrt zurück: Das beliebte Kartenspiel wird wieder integriert
- Keine Fetch-Quests: Narrative Director Philipp Weber betonte, dass repetitive Sammelaufgaben vermieden werden
- Fokus auf Quest-Design: Besonderer Wert auf die Qualität der Haupt- und Nebenquests
Weber erwähnte zudem, dass Elemente aus „Crossroads of Ravens“ – dem neuesten Witcher-Roman von Andrzej Sapkowski – ins Spiel einfließen könnten, ähnlich wie bereits bei The Witcher 3 Inhalte aus „Season of Storms“ integriert wurden. Interessant: Der Lead Gameplay Designer von Kingdom Come: Deliverance 2, bekannt für den Hardcore-Modus des Spiels, wechselte im November 2025 als Senior Quest Designer zu CD Projekt Red.
Das Team hinter dem Spiel: Von 160 auf 499 Entwickler
The Witcher 4 ist das bislang größte Projekt von CD Projekt Red – und wächst weiter deutlich. Laut Finanzbericht arbeiteten Ende Februar 2026 bereits 499 Entwickler direkt am Projekt, ein Zuwachs von über 220 Personen innerhalb eines Jahres. Zum Vergleich: 2022 waren nur 160 Entwickler beteiligt, in der Hochphase von The Witcher 3 rund 250. Insgesamt beschäftigte CD Projekt Red laut Finanzbericht vom März 2026 933 Mitarbeiter über alle Projekte hinweg – mehr als die Hälfte davon arbeitet also inzwischen an The Witcher 4.
Unter den prominenten Neuzugängen: Felix Padulla, zuvor Senior Cinematic Artist bei Larian Studios (Baldur’s Gate 3), übernimmt die Rolle des Cinematic Director. Weitere Verstärkung kam von ehemaligen Entwicklern der Teams hinter Horizon Zero Dawn, Horizon Forbidden West, God of War, God of War Ragnarök sowie Clair Obscur: Expedition 33.
Rückkehr von Kult-Komponist Marcin Przybyłowicz
CD-Projekt-Quest-Designer Paweł Sasko bestätigte auf X, dass Marcin Przybyłowicz – der gefeierte Komponist von The Witcher 3 und Cyberpunk 2077 – auch für The Witcher 4 zurückkehrt. Zusätzlich sicherte sich das Studio die Dienste von Russell Brower, einem mehrfach Emmy-prämierten früheren Blizzard-Komponisten und Sound Designer, der laut CD Projekt eine führende Rolle einnehmen und sowohl an The Witcher 4 als auch am Nachfolger von Cyberpunk 2077 arbeiten wird.
Budget: Nur eine Analystenschätzung, keine offizielle Zahl
Zur Größenordnung des Budgets kursiert eine Schätzung des Analysehauses Noble Securities (Januar 2026), wonach CD Projekt Red bis zu 800 Millionen US-Dollar in The Witcher 4 investieren könnte. Diese Zahl stammt von externen Marktbeobachtern und wurde von CD Projekt Red bislang nicht offiziell bestätigt.
Parallel-Projekte: Was CD Projekt Red sonst noch entwickelt
The Witcher 4 ist mit Abstand die höchste Priorität, aber nicht das einzige Projekt des Studios. Parallel entstehen:
- The Witcher Remake: Fool’s Theory entwickelt eine technologisch auf The Witcher 4 aufbauende Neuauflage des ersten Teils
- The Witcher: Sirius: Ein Multiplayer-Witcher-Spiel des 2021 akquirierten Studios The Molasses Flood – ein für CD Projekt Red völlig neuer Ansatz
- Cyberpunk 2 (Codename Orion): Das direkte Sequel zu Cyberpunk 2077 befindet sich in der Vorproduktion, Vollproduktion und größerer Teamausbau erst ab etwa 2027 geplant, Release realistisch nicht vor 2028/2030
- Project Hadar: Eine komplett neue, lizenzfreie IP – das ambitionierteste und geheimnisumwobenste der drei Großprojekte
Mehr zu Historie, Portfolio und den weiteren Projekten des Studios in unserem ausführlichen CD-Projekt-Red-Porträt.
Die neue Trilogie: Was nach The Witcher 4 kommt
The Witcher 4 ist erst der Anfang. CD Projekt Red plant eine komplette Trilogie mit Ciri als Protagonistin – alle drei Spiele sollen innerhalb von sechs Jahren nach Release des ersten Teils erscheinen. CEO Adam Kiciński bestätigte bei einem Earnings Call, dass die sechs Jahre erst mit dem Launch von The Witcher 4 beginnen, nicht ab heute. Realistisch betrachtet: Wenn The Witcher 4 2027 erscheint, könnte die Trilogie bis 2033 abgeschlossen sein.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann erscheint The Witcher 4?
Laut CD Projekt Red nicht vor Anfang 2027. Ein genaues Datum wurde noch nicht genannt.
Wer ist die Hauptfigur in The Witcher 4?
Ciri, Geralts Ziehtochter, übernimmt die Protagonistenrolle. Geralt kehrt in einer Nebenrolle zurück.
Kommt The Witcher 4 auf die Nintendo Switch?
Bisher wurden nur PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S als Plattformen genannt.
Welche Engine nutzt The Witcher 4?
Das Spiel wird mit der Unreal Engine 5 entwickelt, nicht mehr mit der hauseigenen REDengine.
Ist The Witcher 4 ein Multiplayer-Spiel?
Nein, The Witcher 4 ist ein reines Einzelspieler-Rollenspiel. Das separate Projekt „Sirius“ wird jedoch Multiplayer-Elemente enthalten.
Wer spricht Ciri in The Witcher 4?
Die irische Schauspielerin Ciara Berkeley ersetzt Jo Wyatt als Synchronsprecherin.
Wird es DLCs zu The Witcher 4 geben?
Nach aktuellem Stand nicht. CD Projekt Red hat im Rahmen der Q1-2026-Quartalszahlen bestätigt, dass für die neue Witcher-Trilogie keine großen Story-Erweiterungen geplant sind – der enge Sechs-Jahres-Takt lässt dafür keinen Raum.
Wie groß ist das Entwicklerteam von The Witcher 4?
499 von insgesamt 933 CD-Projekt-Red-Mitarbeitern arbeiten (Stand Februar/März 2026) direkt an The Witcher 4 – mehr als am Höhepunkt der Entwicklung von The Witcher 3 (rund 250 interne Entwickler).
Wer komponiert die Musik für The Witcher 4?
Marcin Przybyłowicz, bekannt von The Witcher 3 und Cyberpunk 2077, kehrt zurück. Zusätzlich verstärkt der mehrfache Emmy-Gewinner Russell Brower (zuvor Blizzard) das Sound-Team.
Kommt nach The Witcher 4 noch ein The Witcher 5 und 6?
Ja. CD Projekt Red hat eine vollständige Trilogie mit Ciri als Protagonistin angekündigt. Alle drei Teile sollen innerhalb von sechs Jahren nach dem Release des ersten Spiels erscheinen – im optimistischsten Szenario also bis 2033.
Technische Daten (soweit bekannt)
| Spezifikation | Details |
|---|---|
| Entwickler | CD Projekt Red |
| Publisher | CD Projekt |
| Engine | Unreal Engine 5 |
| Plattformen | PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S |
| Release | Frühestens 2027 |
| Genre | Open-World-Action-RPG |
| Spieleranzahl | Einzelspieler |
| Team-Größe (Feb. 2026) | 499 (Witcher-4-Team) von 933 (gesamt CD Projekt Red) |
Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald neue Informationen verfügbar sind.
Quellen:
- CD Projekt Red: The Witcher 4 Unreal Engine 5 Tech Demo at State of Unreal 2025 (3. Juni 2025)
- GamesRadar+, PC Gamer, TechRadar, TechSpot, TheGamer (diverse, 2025/2026)
- CD Projekt Red Quartalsbericht Q1 2026 (Nowakowski-Zitat zu DLCs)
- Finanzbericht März 2026 (Teamgröße 933/499)
- Paweł Sasko (X/Twitter), PSU.com, Tech4Gamers (Komponisten-Bestätigung)
- Noble Securities (Budget-Schätzung, nicht CDPR-bestätigt)





