Fast zehn Jahre nach dem ersten Versuch ist Valve zurück im Wohnzimmer: Die Steam Machine ist seit dem 29. Juni 2026 erhältlich. Der kompakte Gaming-PC läuft mit SteamOS und macht die komplette Steam-Bibliothek am Fernseher spielbar. Ganz einfach kaufen kann man sie allerdings nicht, Valve vergibt die Geräte über Reservierungen. Und mit einem Einstiegspreis von 1.039 Euro ist sie deutlich teurer geworden, als Valve selbst geplant hatte. Hier findest du alles zu Preis, Kauf, Technik und Leistung an einem Ort. Den Artikel aktualisieren wir laufend.
Status: erhältlich seit 29. Juni 2026, Verkauf nur über Reservierung
Preis: 1.039 Euro (512 GB) bis 1.428 Euro (2 TB mit Steam Controller)
Hardware: AMD Zen 4 mit 6 Kernen, RDNA-3-GPU mit 28 Compute Units, 8 GB GDDR6, 16 GB DDR5
Betriebssystem: SteamOS 3, Windows lässt sich nachinstallieren
Leistung: laut Valve mehr als sechsmal so schnell wie das Steam Deck
Lieferung: Valve will alle Reservierungen bis Ende 2026 abarbeiten
Preis: Was kostet die Steam Machine?
Valve hat die Preise am 22. Juni 2026 offiziell bekannt gegeben. Es gibt vier Konfigurationen:
| Variante | Preis |
|---|---|
| 512 GB | 1.039 Euro |
| 512 GB + Steam Controller | 1.108 Euro |
| 2 TB (mit zwei Frontplatten) | 1.359 Euro |
| 2 TB + Steam Controller | 1.428 Euro |
Die 2-TB-Modelle liefert Valve mit zwei austauschbaren Frontplatten aus, eine aus rotem Stoff und eine aus Walnussholz. Der Steam Controller kostet einzeln 99 Euro, im Bundle zahlst du effektiv 69 Euro dafür.
Geplant war ursprünglich ein Einstiegspreis von rund 650 bis 700 Euro. Die Speicherkrise hat diese Kalkulation zunichtegemacht: DRAM und SSD-Speicher sind massiv teurer geworden, weil KI-Rechenzentren riesige Mengen davon aufkaufen. Anders als Sony und Microsoft subventioniert Valve die Hardware nicht und gibt die Kosten direkt weiter. Selbst Valve ist mit dem Preis nicht glücklich, das hat das Unternehmen gegenüber Linus Tech Tips bestätigt. Was die Speicherkrise für die nächste Konsolengeneration bedeutet, liest du in PS6 und Xbox Project Helix: Analysten erwarten Preise über 1.000 Euro.
Kaufen: Reservierung und Warteliste
Einen klassischen Verkaufsstart gab es nicht. Bis zum 25. Juni 2026 konnten sich Interessierte registrieren, Voraussetzung war ein Steam-Konto mit mindestens einem Kauf vor dem 27. April 2026, pro Haushalt nur eine Anmeldung. Danach hat Valve per Los entschieden, wer zuerst kaufen darf. Wer ausgewählt wird, bekommt eine E-Mail und hat dann 72 Stunden Zeit für den Kauf, sonst geht der Platz an den Nächsten. Die ersten Geräte wurden ab dem 30. Juni ausgeliefert.
Ende Juli hat Valve ein Update gegeben: Bestellungen werden täglich abgearbeitet, alle Reservierungen sollen bis Ende 2026 bedient werden. Je nach Region und Variante kann es unterschiedlich lange dauern. Wer auf der Warteliste steht, rückt nach, sobald die Reservierungen für ein Modell in einer Region abgearbeitet sind.
Technik: Was steckt in der Steam Machine?
| Komponente | Ausstattung |
|---|---|
| CPU | Semi-Custom AMD Zen 4, 6 Kerne / 12 Threads, bis 4,86 GHz |
| GPU | AMD RDNA 3, 28 Compute Units (vergleichbar mit Radeon RX 7600M) |
| Grafikspeicher | 8 GB GDDR6 |
| Arbeitsspeicher | 16 GB DDR5 (SODIMM, aufrüstbar) |
| SSD | 512 GB oder 2 TB NVMe, austauschbar |
| Betriebssystem | SteamOS 3, Windows 11 installierbar |
| Gehäuse | Würfel mit rund 16 cm Kantenlänge, Netzteil integriert |
| Upscaling | AMD FSR 3 (kein FSR 4, da RDNA 3) |
Der Knackpunkt sind die 8 GB Grafikspeicher. PS5 und Xbox Series X können Spielen effektiv rund 10 GB zur Verfügung stellen, und aktuelle Spiele brauchen gerade in 4K und mit Raytracing oft mehr. Warum das wichtig ist, erklären wir in VRAM erklärt. Valve bewirbt 4K-Gaming mit 60 FPS, setzt dafür aber auf Upscaling per FSR.
Leistung: Was die Tests sagen
Die ersten Tests erschienen zum Marktstart Ende Juni. Laut Digital Foundry, IGN und Linus Tech Tips liegt die Grafikleistung zwischen einer Radeon RX 6600 und einer RX 7600, also grob zwischen Xbox Series S und PS5. Ältere oder gut optimierte Spiele laufen hervorragend, Shadow of the Tomb Raider etwa mit über 120 FPS in 4K. Bei aktuellen Schwergewichten wird es eng: Cyberpunk 2077 kommt in 1080p mit Raytracing nur auf rund 15 FPS, ohne Raytracing auf etwa 42 FPS.
Gelobt werden das kompakte Design, die leise und kühle Arbeitsweise und SteamOS. Hauptkritikpunkt ist der Preis. IGN nennt ihn den entscheidenden Faktor bei der Frage, wem man das Gerät empfehlen kann.
SteamOS: Konsole und PC in einem
Die Steam Machine läuft wie das Steam Deck mit SteamOS. Die Oberfläche ist auf Controller ausgelegt, über die Kompatibilitätsschicht Proton laufen auch Windows-Spiele. Spiele mit dem Prädikat „Steam Deck Verified“ gelten automatisch als kompatibel. Offizielle Unterstützung für die Steam Machine kam mit SteamOS 3.8, dem bisher größten Update des Systems.
Weil die Steam Machine technisch ein PC ist, kannst du auch andere Stores wie GOG oder den Epic Games Store installieren oder Windows 11 aufspielen, etwa für Spiele mit Anti-Cheat, die unter Linux nicht laufen. Und wer schon einen AMD-PC hat, braucht die Steam Machine nicht zwingend: SteamOS ist inzwischen offiziell für Desktop-PCs freigegeben.
Steam Frame und Steam Controller
Zusammen mit der Steam Machine hat Valve im November 2025 zwei weitere Geräte angekündigt. Der neue Steam Controller kostet einzeln 99 Euro, wer die erste Charge verpasst hat, muss laut Valve bis 2027 warten. Das VR-Headset Steam Frame ist seit dem 18. September 2026 erhältlich, ebenfalls über Reservierung. In Deutschland kostet es 1.049 Euro mit 256 GB und 1.279 Euro mit 1 TB, Half-Life: Alyx liegt bei. Das Frame läuft eigenständig mit einem Snapdragon 8 Gen 3 und SteamOS, ist aber vor allem für kabelloses Streaming vom PC gedacht. Alles zum Headset findest du in unserem Steam-Frame-Überblick.
Für Bastler: Valve gibt die Gehäusedaten frei
Ende Juli hat Valve die CAD-Dateien des Gehäuses auf GitHub veröffentlicht, unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0. Damit kannst du eigene Gehäuse und Frontplatten drucken oder fertigen lassen, allerdings nur für den privaten Gebrauch. Valve weist darauf hin, dass selbst verursachte Schäden nicht von der Garantie abgedeckt sind.
Lohnt sich die Steam Machine?
Das hängt vor allem von deiner Steam-Bibliothek ab. Wer viele Spiele auf Steam hat und sie bequem am Fernseher spielen will, ohne auf die Offenheit eines PCs zu verzichten, bekommt ein durchdachtes, leises und sehr kompaktes Gerät. Für reine Leistung pro Euro ist die Steam Machine dagegen kein gutes Angebot: Eine PS5 Pro ist günstiger und bei aktuellen Spielen oft schneller, und wer bereits einen AMD-PC besitzt, kann SteamOS einfach selbst installieren. Für die meisten ist die Steam Machine deshalb eher ein Gerät für überzeugte Steam-Fans als die neue Konsole für alle. Wie lange Valve schon mit eigener Hardware experimentiert, zeigt unsere Valve-Geschichte.
Zeitleiste: Die wichtigsten Steam-Machine-Meldungen
| Datum | Meldung |
|---|---|
| 12. November 2025 | Valve kündigt Steam Machine, Steam Frame und neuen Steam Controller an |
| Anfang 2026 | Geplanter Start im ersten Quartal wird wegen der Speicherkrise verschoben |
| 18. Juni 2026 | SteamOS 3.8 erscheint mit Unterstützung für die Steam Machine |
| 22. Juni 2026 | Preise ab 1.039 Euro, Reservierung bis 25. Juni, erste Tests erscheinen |
| 23. Juni 2026 | SteamOS offiziell für Desktop-PCs freigegeben |
| 29./30. Juni 2026 | Verkaufsstart über Reservierung, erste Auslieferungen |
| 29. Juli 2026 | Valve: alle Reservierungen bis Ende 2026, CAD-Dateien veröffentlicht |
| 14.–18. September 2026 | Steam Frame: Reservierung und Marktstart ab 1.049 Euro |
Häufig gestellte Fragen zur Steam Machine
Was kostet die Steam Machine?
Die Steam Machine kostet 1.039 Euro mit 512 GB und 1.359 Euro mit 2 TB. Mit Steam Controller im Bundle sind es 1.108 beziehungsweise 1.428 Euro.
Wann ist die Steam Machine erschienen?
Der Verkauf startete am 29. Juni 2026, die ersten Geräte wurden ab dem 30. Juni ausgeliefert. Gekauft werden kann sie nur über das Reservierungssystem von Valve.
Wie kann ich die Steam Machine kaufen?
Über die Steam-Hardware-Seite. Wer eine Reservierung hat, bekommt eine E-Mail und hat 72 Stunden für den Kauf. Valve will alle Reservierungen bis Ende 2026 abarbeiten, danach rückt die Warteliste nach.
Wie stark ist die Steam Machine?
Laut Tests liegt die Grafikleistung zwischen einer Radeon RX 6600 und RX 7600, also etwa zwischen Xbox Series S und PS5. Valve spricht von mehr als der sechsfachen Leistung eines Steam Decks.
Kann ich Windows auf der Steam Machine installieren?
Ja. Die Steam Machine ist technisch ein PC, Windows 11 lässt sich nachträglich installieren. Standardmäßig läuft SteamOS.
Warum ist die Steam Machine so teuer?
Wegen der Speicherkrise sind Arbeitsspeicher und SSDs stark im Preis gestiegen. Valve subventioniert die Hardware anders als Sony und Microsoft nicht und gibt die Kosten weiter. Geplant war ursprünglich ein Preis von etwa 650 bis 700 Euro.
Gibt es exklusive Spiele für die Steam Machine?
Nein. Die Steam Machine spielt die vorhandene Steam-Bibliothek. Auch das lange gemunkelte Half-Life 3 ist bislang weder angekündigt noch als Steam-Machine-Titel bestätigt.
Kann ich die Steam Machine aufrüsten?
Teilweise. Arbeitsspeicher (SODIMM) und SSD lassen sich tauschen, CPU und Grafikchip nicht.
Dieser Artikel wird laufend aktualisiert. Zuletzt aktualisiert am 6. Oktober 2026.
Quellen:
- Valve: offizielle Steam-Hardware-Seite (Preise, Reservierung)
- PC Gamer: Reservierungen bis Ende 2026 (29. Juli 2026)
- Tom’s Hardware: CAD-Dateien und Reservierungen (29. Juli 2026)
- Tom’s Guide: Review-Überblick (Digital Foundry, IGN, Linus Tech Tips)
- play3.de: Steam Frame Preise und Reservierung
- Eurogamer.de, The Verge, GamingOnLinux
