Rund um die PlayStation 6 kursieren derzeit viele Zahlen: 2027 als Launch-Jahr, ein Preis jenseits von 1.000 Euro. Offiziell bestätigt hat Sony davon nichts. Was der Konzern tatsächlich gesagt hat, verteilt sich auf drei Aussagen seit Mai. Wir ordnen sie ein und trennen sie von den Gerüchten.
Mai 2026: Weder Termin noch Preis entschieden
Bei der Vorstellung der Jahreszahlen Anfang Mai erklärte Sony-Chef Hiroki Totoki, man habe noch nicht festgelegt, wann und zu welchem Preis die neue Konsole erscheint. Als Grund nannte er die Speicherpreise, die auch im Geschäftsjahr 2027 sehr hoch bleiben dürften, weil das Angebot knapp sei. Sony wolle verschiedene Szenarien durchspielen, ausdrücklich auch geänderte Geschäftsmodelle.
Juni 2026: Keine Hardware mit großem Verlust
Die für den Preis wichtigste Aussage kam Ende Juni von Hideaki Nishino, CEO von Sony Interactive Entertainment. In einer Fragerunde mit Investoren zur Spielesparte stellte er klar: „Grundsätzlich beabsichtigen wir nicht, Hardware mit erheblichen Verlusten zu verkaufen.“ Gestiegene Bauteilkosten vollständig selbst zu tragen, sei nicht realistisch. Sony beobachte den Markt aber genau. Für die PS6 heißt das: Die Zeiten, in denen Konsolen zum Start deutlich unter den Herstellungskosten verkauft wurden, dürften vorbei sein. Die PS5 ist hierzulande bereits seit April 100 Euro teurer.
August 2026: Weiterhin kein Release-Termin
Mitte August bestätigte Totoki im Gespräch mit dem Wall Street Journal, dass es weiterhin keinen festen Release-Termin gibt. Die anhaltende Knappheit bei Bauteilen zwinge Sony zum Handeln.
Was nur Gerücht ist
Alles Weitere stammt aus inoffiziellen Quellen. Analysten rechnen wegen der Speicherkrise damit, dass PS6 und Xbox Project Helix über 1.000 Euro kosten könnten. Laut einem unbestätigten Insider-Bericht soll Foxconn die Massenproduktion im Mai 2027 starten, was einen Launch im Herbst 2027 ermöglichen würde. Zu Technik und Ausstattung gibt es ebenfalls nur Spekulationen, die wir in unserer Gerüchte-Übersicht zur PS6 sammeln.
Einordnung
Sonys Aussagen widersprechen den Gerüchten nicht, bestätigen sie aber auch nicht. Klar ist: Der Preis wird sich stärker an den Herstellungskosten orientieren als bei früheren Konsolengenerationen, und die Speicherpreise entscheiden mit über den Zeitpunkt. Wer mit einem PS6-Kauf rechnet, sollte sich auf einen höheren Einstiegspreis einstellen als beim Start der PS5.
Quellen: Sony-Investorenveranstaltungen (Mai und Juni 2026), Wall Street Journal
