PlayStation 6

PlayStation 6: Sony nennt weiterhin keinen Release-Termin

Sony-Chef Hiroki Totoki hat in einem Interview mit dem Wall Street Journal bestätigt, dass es für die PlayStation 6 weiterhin keinen festgelegten Release-Termin gibt. Als Grund nannte er die anhaltende globale Speicherkrise sowie Handelskonflikte, die mehrere Hardware-Sparten des Konzerns beträfen.

Ursprünglich hatten Analysten einen PS6-Marktstart für 2027 erwartet, ein Zeitraum, den auch das Wall Street Journal in seinem Bericht aufgriff. Laut Totoki sei intern jedoch noch kein konkreter Termin festgelegt worden. Ausschlaggebend sei die weltweite Knappheit bei Speicherchips, die vor allem durch die stark gestiegene Nachfrage aus dem Bereich KI-Rechenzentren getrieben werde. Bereits im Mai hatte Totoki auf die schwierige Planungslage hingewiesen und für das Geschäftsjahr 2027 mit besonders hohen Speicherpreisen gerechnet.

Laut Totoki müsse der Konzern angesichts der angespannten Lage aktiv gegensteuern, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Speicherkrise wirkt sich bereits jetzt spürbar aus: Sowohl PS5 als auch PS5 Pro wurden im April in mehreren Märkten, darunter Deutschland, um jeweils 100 Euro teurer. Sony sicherte jedoch zu, dass die RAM-Reserven für die laufende PS5-Produktion mindestens bis Ende März 2027 ausreichen und damit auch das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft samt dem für den 19. November 2026 geplanten Release von GTA 6 abdecken.

Einzelne Marktbeobachter, darunter Analyst David Gibson, hatten bereits vor Monaten vor einer deutlich späteren PS6-Veröffentlichung gewarnt, mit Prognosen, die bis ins Jahr 2029 reichen. Eine offizielle Bestätigung für ein derart spätes Release-Fenster gibt es von Sony bisher nicht. Erst im Januar hatte der Konzern zudem ein Patent zu einem vollständig tastenlosen PS6-Controller veröffentlicht, was zeigt, dass an der Hardware selbst offenbar bereits gearbeitet wird, auch wenn der Marktstart weiter offenbleibt.

Wann Sony einen offiziellen Termin und Preis für die PlayStation 6 nennen wird, ist derzeit unklar. Weitere Informationen will der Konzern nach eigenen Angaben liefern, sobald sich die Lage bei Speicherchips und Bauteilen stabilisiert hat.

Quelle: Wall Street Journal (Interview mit Hiroki Totoki)

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