Steam Machine

Steam Machine: Valve nennt Preise und Release-Termin – ab 1.039 Euro

Valve hat am 22. Juni 2026 die finalen Preise, Spezifikationen und den Verkaufsstart der Steam Machine bekannt gegeben. Der kompakte Wohnzimmer-PC startet bei 1.039 Euro für das Modell mit 512 GB Speicher – deutlich mehr als viele Spielerinnen und Spieler erwartet hatten. Valve räumt das offen ein: Ursprünglich war ein Einstiegspreis von 650 bis 700 Euro angepeilt worden. Die globale Speicherkrise hat die Kalkulation zunichte gemacht.

Die Steam Machine ist in vier Konfigurationen erhältlich:

  • 512 GB: 1.039 Euro
  • 512 GB + Steam Controller: 1.108 Euro
  • 2 TB: 1.359 Euro
  • 2 TB + Steam Controller: 1.428 Euro

Bei den 2-TB-Varianten legt Valve zwei austauschbare Frontplatten bei – eine in rotem Stoff, eine aus Walnussholz. Den Steam Controller gibt es im Bundle für effektiv 69 Euro, separat kostet er 99 Euro. Wer ihn einzeln kaufen wollte und die erste Charge verpasst hat, muss sich bis 2027 gedulden.

Unter der Haube arbeitet ein semi-custom AMD-Chip mit sechs Zen-4-Kernen (bis 4,86 GHz), einer RDNA-3-GPU mit 28 Compute Units und 8 GB GDDR6-VRAM. Der Arbeitsspeicher beträgt 16 GB DDR5. Valve bewirbt die Steam Machine mit mehr als der sechsfachen Leistung eines Steam Decks und spricht von 4K-Gaming mit FSR-Unterstützung. Als Betriebssystem kommt SteamOS 3 vor, Windows 11 lässt sich nachträglich installieren. Das Gehäuse ist würfelförmig, rund 16 Zentimeter Kantenlänge – kleiner als ein Nintendo GameCube. Was Upscaling wie FSR konkret bedeutet, haben wir in einem eigenen Artikel erklärt.

Einen klassischen Kaufstart gibt es nicht. Stattdessen setzt Valve auf ein Losverfahren: Interessierte konnten sich bis zum 25. Juni um 19:00 Uhr MESZ registrieren – Voraussetzung war ein Steam-Konto ohne negative Einträge und mindestens ein Kauf vor dem 27. April 2026. Pro Haushalt ist nur eine Anmeldung erlaubt. Ab dem 29. Juni erhalten ausgewählte Käuferinnen und Käufer eine E-Mail und haben dann 72 Stunden, um den Kauf abzuschließen. Wer leer ausgeht, landet auf einer Warteliste. Die erste Auslieferung beginnt am 30. Juni.

Warum ist die Steam Machine so teuer? Die Antwort liegt im Speichermarkt. DRAM- und NAND-Bausteine sind seit 2024 massiv im Preis gestiegen, weil KI-Rechenzentren riesige Mengen davon abgreifen. Anders als Sony und Microsoft subventioniert Valve die Hardware bewusst nicht. Das Unternehmen möchte kein geschlossenes Ökosystem aufbauen und gibt die tatsächlichen Produktionskosten direkt an die Käufer weiter. Was das für die nächste Konsolengeneration bedeutet, ist eine andere Frage – Analysten erwarten, dass PS6 und Xbox Project Helix unter denselben Kostendruck geraten.

Was bedeutet das für Spielerinnen und Spieler? Die Steam Machine richtet sich an alle, die ihre Steam-Bibliothek komfortabel am Fernseher spielen wollen – ohne auf die Offenheit einer PC-Plattform zu verzichten. Mit über 1.000 Euro ist die Einstiegshürde hoch. Wer mit einer PlayStation 5 Pro (aktuell ab 829 Euro) oder Xbox Series X liebäugelt, bekommt für weniger Geld eine ausgereifte Konsolen-Erfahrung. Die Steam Machine ist eher ein Gerät für überzeugte Steam-Nutzer mit großer Bibliothek. Im Kontext der Konsolengeschichte markiert das Gerät trotzdem einen interessanten Moment: Zum ersten Mal seit Jahren mischt Valve wieder ernsthaft im Wohnzimmer mit.

Quelle: Valve (offizielle Steam-Hardware-Seite), Eurogamer.de

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