Die 11. Edition von Warhammer 40.000 ist da. Seit dem 20. Juni 2026 steht die Startbox Armageddon in den Läden, eine Woche später folgten die übrigen Produkte zum Launch. Games Workshop krempelt das Spiel dabei nicht komplett um, sondern dreht an vielen kleinen und ein paar großen Stellschrauben. Am stärksten verändert sich der Armeeaufbau: Statt eines einzigen Detachments kombinierst du jetzt mehrere. Dazu kommen neue Regeln für Deckung, Missionsziele und den Nahkampf. Hier findest du alle wichtigen Änderungen im Vergleich zur 10. Edition, dazu Startersets, Preise und was mit deinen alten Codizes passiert.
Angekündigt: AdeptiCon 2026
Release: 20. Juni 2026 (Startbox Armageddon), 27. Juni 2026 (weitere Launch-Produkte)
Startbox: Armageddon, Blood Angels gegen Orks, 61 Miniaturen, UVP 240 Euro
Startersets: seit 25. Juli 2026, ab 61 Euro
Grundregeln: kostenlos als PDF und in der Warhammer-40.000-App
Codizes: Die Bücher der 10. Edition bleiben gültig
Release und Startbox Armageddon
Vorgestellt hat Games Workshop die neue Edition auf der AdeptiCon 2026. Die Startbox Armageddon ließ sich ab dem 6. Juni vorbestellen und erschien am 20. Juni 2026, Regelbücher, Missionskarten und weiteres Zubehör folgten am 27. Juni. Wie bei jeder neuen Edition ist die Startbox nur so lange erhältlich, wie der Vorrat reicht.
In der Box treffen Blood Angels auf Orks, passend zum Schauplatz: Die Edition erzählt vom Krieg um die Makropolwelt Armageddon. Insgesamt stecken 61 Steckbausatz-Miniaturen drin, 23 Space Marines und 38 Orks. Dazu kommen das Grundregelbuch, ein Hintergrundband, Missionskarten für Chapter Approved 2026/27, ein Kampagnendeck, Datenblattkarten und ein großer Abziehbildbogen. Die UVP liegt bei 240 Euro, im Handel bekommst du die Box oft schon für rund 190 Euro.
Die Startersets im Überblick
Wer keine 240 Euro ausgeben will oder nur eine Armee sucht, greift zu einem der vier Startersets. Sie sind seit dem 25. Juli 2026 erhältlich und setzen ebenfalls auf Space Marines und Orks.
| Set | Inhalt | Preis (UVP) |
|---|---|---|
| Einsteigerset | 12 Miniaturen (6 Space Marines, 6 Orks), Farben, Pinsel, Spielmatte aus Papier, Gelände aus Pappe | 61 € |
| Getting Started: Space Marines | 13 Space Marines, 11 Farben, Pinsel, Einsteigerheft | 135 € |
| Getting Started: Orks | 33 Orks, 11 Farben, Pinsel, Einsteigerheft | 135 € |
| Großes Starterset | Je eine komplette Combat Patrol Space Marines und Orks, Manufactorum-Ruinen, zwei Spielpläne aus Pappe, Regeln | 200 € |
Für den Einstieg mit einer einzelnen Armee lohnt auch ein Blick auf die Combat-Patrol-Boxen. Wer lieber Stück für Stück sammelt, findet im Guide zur Hachette-Sammelreihe alle 90 Ausgaben im Überblick.
Die wichtigsten Regeländerungen
Detachment-Punkte: Mehrere Detachments in einer Armee
Die größte Neuerung betrifft den Armeeaufbau. In der 10. Edition hast du dich für genau ein Detachment entschieden, das der ganzen Armee ihre Regeln, Stratagems und Enhancements gab. In der 11. Edition kostet jedes Detachment ein bis drei Detachment-Punkte, und du darfst mehrere kombinieren. Bei 1.000 Punkten stehen dir zwei Detachment-Punkte zur Verfügung, bei 2.000 Punkten drei. Zum Start gibt es über 70 neue Detachments.
| 10. Edition | 11. Edition | |
|---|---|---|
| Detachments pro Armee | genau eins | mehrere, je nach Detachment-Punkten |
| Kosten | keine | 1 bis 3 Detachment-Punkte pro Detachment |
| Wirkung | Bonus gilt für die ganze Armee | Mischung aus breiten und eng fokussierten Detachments |
| Beispiel bei 2.000 Punkten | ein Detachment | z. B. ein Detachment für 2 Punkte plus eins für 1 Punkt |
In der Praxis heißt das: Du kannst ein großes Detachment für die ganze Armee mit einem kleinen kombinieren, das gezielt eine bestimmte Einheitengruppe stärkt, zum Beispiel deine Infanterie oder deine Fahrzeuge.
Force Dispositions: Deine Armee bestimmt die Mission
Neu ist auch, wie Missionen entstehen. Jedes Detachment bringt eine oder mehrere Force Dispositions mit, also eine Art Einsatzprofil. Davon gibt es fünf: Take and Hold, Purge the Foe, Disruption, Reconnaissance und Priority Assets. Daraus ergeben sich die primären Missionsziele, und zwar für jeden Spieler einzeln. Zwei Armeen spielen in derselben Partie also nicht mehr zwingend um dieselben Ziele.
Charaktere: Leader und Support
Charaktere, die sich einer Einheit anschließen, sind jetzt entweder Leader oder Support. Eine Einheit kann je einen davon haben, also einen Anführer und einen Unterstützer. Festgelegt wird das bereits beim Armeeaufbau, nicht erst während der Partie. Außerdem bleiben die Fähigkeiten eines Leaders erhalten, wenn die Einheit, der er sich angeschlossen hat, vernichtet wird.
Auch bei den Enhancements tut sich etwas. Einige bekommen das neue Schlüsselwort Upgrade und dürfen dann bis zu drei Einheiten verstärken, die keine Charaktere sind. Starke Boni verteilen sich so auf mehrere Trupps statt nur auf einen einzelnen Helden.
Deckung, versteckte Einheiten und Missionsziele
Deckung funktioniert anders. Bisher hat sie deinen Rüstungswurf verbessert, jetzt verschlechtert sie stattdessen den Trefferwurf des Gegners. Neu ist außerdem der Zustand Hidden: Einheiten mit den Schlüsselwörtern Infanterie, Schwarm oder Bestie, die in einem Geländebereich stehen und im letzten Zug nicht geschossen haben, gelten als versteckt. Gegner, die mehr als 15 Zoll entfernt sind, können sie nicht beschießen.
Auch die runden Missionsmarker sind Geschichte. Missionsziele liegen jetzt in den Geländestücken selbst. Wer ein Ziel halten will, muss also ins Gelände, und genau dort profitieren Einheiten von Deckung und Hidden. Passend dazu bringt Games Workshop im Laufe der Edition neue, bereits bemalte Geländesets heraus.
Nahkampf: Neue Abläufe in der Kampfphase
Die Kampfphase ist deutlich überarbeitet. Die Nahkampfreichweite steigt auf 2 Zoll. Alle Nachrückbewegungen finden gesammelt zu Beginn der Kampfphase statt, alle Konsolidierungsbewegungen am Ende. Dazwischen aktivieren die Spieler ihre Einheiten abwechselnd, Einheiten mit „Kämpft zuerst“ sind vorher dran. Neu sind außerdem zwei Sonderregeln: Fahrzeuge können ihre Insassen direkt in den Nahkampf aussteigen lassen, und wer das Ziel seines Angriffs vernichtet, darf mit einer 3-Zoll-Bewegung den nächsten Gegner angehen.
Stratagems, Battle-shock und Kohärenz
- Stratagems: Pro Phase darfst du auf eine Einheit nur noch ein Stratagem einsetzen. Das Stapeln mehrerer Boni auf einen Trupp entfällt.
- Battle-shock: Eine erschütterte Einheit muss in deiner Kommandophase erneut testen, um den Zustand loszuwerden, auch wenn sie wieder über halber Stärke ist.
- Kohärenz: Jedes Modell muss höchstens 2 Zoll von einem anderen Modell seiner Einheit und höchstens 9 Zoll von allen Modellen seiner Einheit entfernt stehen.
- Reserven: Einheiten aus der Reserve werden weiterhin mit mehr als 8 Zoll Abstand zum Gegner aufgestellt.
- Schnelles Würfeln: Bei Schutzwürfen bestimmt der Verteidiger die Reihenfolge der Modelle, die niedrigsten Würfe werden zuerst zugeteilt.
Was bleibt gleich?
Die Grundstruktur des Spiels kennst du aus der 10. Edition: Bewegung, Schießen, Angriff und Nahkampf laufen weiterhin in Phasen ab, Datenblätter und Kommandopunkte bleiben. Vor allem musst du deine Bücher nicht wegwerfen. Fraktionen ohne neuen Codex spielen weiter mit ihrem Codex der 10. Edition, neue Detachments und angepasste Punktwerte kommen über das Munitorum Field Manual und die App. Die Grundregeln gibt es wie gewohnt kostenlos als PDF auf Warhammer Community und in der Warhammer-40.000-App.
Wer erst einmal verstehen möchte, wer im 41. Jahrtausend gegen wen kämpft, findet in unserer Übersicht der Fraktionen und Völker einen guten Einstieg. Mehr zu den Blood Angels und ihren Brüdern liest du in Space Marines erklärt.
Fazit: Lohnt sich der Umstieg?
Die 11. Edition macht Warhammer 40.000 nicht neu, aber an vielen Stellen taktischer. Mehrere Detachments geben dir beim Armeeaufbau deutlich mehr Freiheit, die Force Dispositions sorgen für abwechslungsreichere Partien, und Gelände wird durch Deckung, Hidden und die neuen Missionsziele so wichtig wie lange nicht. Da deine Codizes gültig bleiben und die Grundregeln kostenlos sind, kostet der Umstieg erst einmal nichts. Für Neueinsteiger ist jetzt ein guter Zeitpunkt: Mit Armageddon und den Startersets gibt es Einstiegsangebote in fast jeder Preisklasse.
Häufig gestellte Fragen zur 11. Edition
Wann ist die 11. Edition von Warhammer 40.000 erschienen?
Die Startbox Armageddon erschien am 20. Juni 2026, die übrigen Launch-Produkte am 27. Juni 2026. Die Startersets folgten am 25. Juli 2026.
Was kostet die Startbox Armageddon?
Die UVP liegt bei 240 Euro. Im Handel ist die Box oft für rund 190 Euro zu haben, solange der Vorrat reicht.
Kann ich meinen Codex der 10. Edition weiter nutzen?
Ja. Fraktionen ohne neuen Codex spielen weiter mit ihrem Buch der 10. Edition. Neue Detachments und Punktwerte kommen über das Munitorum Field Manual und die App.
Was sind Detachment-Punkte?
Jedes Detachment kostet ein bis drei Punkte. Bei 1.000 Punkten Armeegröße hast du zwei, bei 2.000 Punkten drei Detachment-Punkte und kannst so mehrere Detachments kombinieren.
Was sind Force Dispositions?
Einsatzprofile, die deine Detachments mitbringen. Es gibt fünf davon, und sie bestimmen, um welche primären Missionsziele du in einer Partie spielst.
Sind die Grundregeln kostenlos?
Ja, die Grundregeln gibt es kostenlos als PDF auf Warhammer Community und in der Warhammer-40.000-App.
Welches Starterset ist das richtige für mich?
Zum Reinschnuppern reicht das Einsteigerset für 61 Euro. Wer sich auf eine Armee festgelegt hat, nimmt ein Getting-Started-Set für 135 Euro, wer zu zweit spielen will, das große Starterset für 200 Euro oder die Startbox Armageddon.
Zuletzt aktualisiert am 6. Oktober 2026.
Quellen:



