Final-Fantasy-7-Director Naoki Hamaguchi hat neue Details zur langfristigen Ausrichtung der Remake-Trilogie genannt. Beim PAX-West-Panel „From Reunion to Resolve“ erklärte er, dass die Neuinterpretation des 1997er-Originals nicht als einmaliges Nostalgie-Projekt gedacht sei, sondern als Grundlage für eine eigenständige Marke, die über die kommenden zwei bis drei Jahrzehnte weiterentwickelt werden soll.
Statt einer reinen grafischen Überarbeitung des Originals baut Square Enix laut Hamaguchi ein umfassenderes System auf: angepasste Spielmechaniken, erweiterte Handlungsstränge und eine Neuinterpretation zentraler Figuren wie Sephiroth. Mit dem geplanten Abschluss der Trilogie in „Final Fantasy 7 Revelation“ soll das Franchise von einem einzelnen Kultspiel zu einer fortlaufenden Produktreihe werden.
Als Grund nannte Hamaguchi laut Panel die veränderte Zielgruppe: Ein Großteil der heutigen Spielerschaft habe das Original von 1997 nie selbst gespielt, entsprechend richte sich die Neuauflage stärker an aktuelle Spielgewohnheiten und technische Standards als an reine Erinnerungswerte. Die Aufteilung des Remakes in drei separate Vollpreis-Titel soll die Entwicklung über einen längeren Zeitraum finanziell tragen.
Die Neuausrichtung bedeutet zugleich eine Abkehr von einer möglichst originalgetreuen Umsetzung. Square Enix nimmt dabei laut den Panel-Aussagen bewusst in Kauf, dass Änderungen an Story und Gameplay bei Teilen der ursprünglichen Fangemeinde auf Kritik stoßen könnten. Zukünftige Veröffentlichungen im Final-Fantasy-7-Universum sollen demnach eigenständig als moderne Action-Rollenspiele konzipiert werden, unabhängig vom genauen Ablauf des PS1-Originals.
Das ursprüngliche Final Fantasy 7 von 1997 bleibt davon unberührt als historischer Bezugspunkt bestehen, während die Remake-Reihe laut Hamaguchis Aussagen künftig die aktive Basis des Franchise auf neuen Plattformen bilden soll. Einen konkreten Veröffentlichungstermin für „Final Fantasy 7 Revelation“ nannte Hamaguchi beim Panel nicht.
Quelle: PAX-West-Panel „From Reunion to Resolve“ mit Naoki Hamaguchi
