Nagoshi Studio

Nagoshi Studio angeblich geschlossen: Gang of Dragon wackelt

Das Nagoshi Studio von Yakuza-Schöpfer Toshihiro Nagoshi soll faktisch nicht mehr existieren. Das berichtet Andy Robinson von Video Games Chronicle in einem Podcast. Demnach sei das Studio im Grunde Geschichte, Nagoshi selbst soll sich zuletzt bei anderen Studios beworben haben. Weder NetEase noch Nagoshi Studio haben die Angaben bislang bestätigt.

Geldhahn schon im Frühjahr zugedreht

Die Berichte kommen nicht aus dem Nichts. Bereits im März 2026 meldete Bloomberg, dass der chinesische Mutterkonzern NetEase die Finanzierung für das Debütspiel des Studios bis Mai einstellen wolle. Hintergrund soll gewesen sein, dass Gang of Dragon zusätzliche 7 Milliarden Yen benötigt hätte, umgerechnet rund 44 Millionen US-Dollar. NetEase fährt seine Ausgaben im Spielebereich seit einiger Zeit spürbar zurück und hat sich bereits von mehreren Studios außerhalb Chinas getrennt.

Zusätzlich fällt auf, dass der YouTube-Kanal des Studios entfernt wurde und die offizielle Website nicht mehr erreichbar ist. Beides spricht dafür, dass zumindest der bisherige Betrieb eingestellt wurde.

Was wird aus Gang of Dragon?

Gang of Dragon wurde bei den The Game Awards im Dezember 2025 enthüllt und galt als weit fortgeschritten. Das Actionspiel im Stil der Yakuza-Reihe setzte unter anderem auf den Schauspieler Ma Dong-seok, der auch in Hideo Kojimas Physint mitwirkt. Ob NetEase das Projekt aufgibt, verkauft oder anderweitig fertigstellen lässt, ist unklar.

Einordnung

Nagoshi hatte Sega 2021 nach mehr als drei Jahrzehnten verlassen, um mit NetEases Unterstützung ein eigenes Studio in Tokio aufzubauen. Bei Sega prägte er die Yakuza-Reihe, heute als Like a Dragon bekannt, und arbeitete zuvor an Klassikern wie Super Monkey Ball und Daytona USA. Sollten sich die Berichte bestätigen, wäre sein Studio nach rund fünf Jahren ohne ein einziges veröffentlichtes Spiel Geschichte. Bis zu einer offiziellen Stellungnahme bleibt es jedoch bei einem Bericht.

Quellen: Video Games Chronicle (Andy Robinson), Bloomberg

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