Hachette bringt mit Warhammer Age of Sigmar: Spearhead die nächste große Partwork-Sammelserie nach Warhammer 40.000: Combat Patrol an den Start. Diesmal geht es nicht ins 41. Jahrtausend, sondern in die Reiche der Sterblichen — mit zwölf Armeen über 90 Ausgaben. Hier alle Infos zum Start, den Fraktionen, den Preisen und was sich davon tatsächlich lohnt.
Was ist Warhammer Age of Sigmar: Spearhead?
Spearhead ist Hachettes neue Sammelserie für Warhammer Age of Sigmar, offiziell lizenziert von Games Workshop. Jede Ausgabe liefert Miniaturen, Farben oder Hobbywerkzeug plus ein Magazin mit Hintergrundgeschichten und Bau- sowie Bemalanleitungen. Wer alle 90 Ausgaben sammelt, besitzt am Ende zwölf vollständige „Speerspitze“-Armeen für das Age-of-Sigmar-Tabletop.
Der Name bezieht sich auf das reguläre Spearhead-Regelwerk, das Games Workshop parallel zur aktuellen Age-of-Sigmar-Edition eingeführt hat — ein schnelleres, kleineres Spielformat als das klassische Age of Sigmar, gedacht als schneller Einstieg mit wenigen Modellen pro Seite. Die Magazin-Armeen orientieren sich an diesen Speerspitze-Kräften, sind laut ersten Community-Analysen aber größtenteils die älteren Vanguard-Sets aus der Zeit vor der offiziellen Spearhead-Einführung — teils mit aktualisierten Modellversionen, aber nicht identisch mit den aktuellen, einzeln erhältlichen Spearhead-Boxen von Games Workshop.
In Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz startet die Serie am 19. August 2026 mit Ausgabe 1. Ausgabe 2 folgt am 9. September, Ausgabe 3 am 23. September. Bis Ausgabe 7 erscheint Spearhead im 14-tägigen Rhythmus, immer mittwochs, ab Ausgabe 8 dann wöchentlich — derselbe Rhythmus-Wechsel, den auch Combat Patrol zu Beginn hatte.
Spearhead ist damit der Age-of-Sigmar-Nachfolger der Erfolgsserien Warhammer 40.000: Combat Patrol und Warhammer 40.000: Imperium — nur eben im Fantasy-Setting statt im Sci-Fi-Universum.

Die zwölf Fraktionen im Überblick
Die Sammlung deckt alle vier Grand Alliances von Age of Sigmar ab. Die folgenden Angaben stammen aus dem britischen Ausgaben-Rollout, das dem deutschen zeitlich voraus ist — welche Fraktion in welcher Reihenfolge in Deutschland kommt, könnte davon abweichen, wie es bei Combat Patrol ab Ausgabe 64 ja bereits passiert ist.
Auf der Seite der Ordnung sammelt man gleich sechs verschiedene Streitmächte. Die Stormcast Eternals bilden die Vigilant Brotherhood um einen Lord-Vigilant auf einem Gryph-Stalker und einen Lord-Veritant mit Gryph-Crow, ergänzt durch Prosecutors und Liberators. Die Cities of Sigmar treten als Castelite Company an, angeführt von einem Freeguild Cavalier-Marshal mit Ironweld-Great-Cannon, Freeguild Cavaliers und Freeguild Steelhelms. Die Seraphon bringen als Starscale Warhost einen Saurus-Oldblood auf einem Carnosaurus mit, dazu Kroxigor und Saurus Warriors. Bei den Lumineth Realm-Lords führt eine Scinari Cathallar die Glittering Phalanx an, bestehend aus Vanari Auralan Sentinels, Vanari Auralan Wardens und Vanari Bladelords. Die Sylvaneth sammeln sich als Bitterbark Copse um eine Branchwych und einen Treelord, verstärkt durch Kurnoth Hunters und Tree-Revenants. Und die Idoneth Deepkin komplettieren die Order-Fraktionen mit ihrer Soulraid Hunt: ein Isharann Soulscryer, ein Akhelian Allopex, Akhelian Morrsarr Guard und Namarti Thralls.
Auf der Chaos-Seite gibt es drei Fraktionen. Die Skaven bilden als Gnawfeast Pack die vermutlich beliebteste unter ihnen — mit einem Clawlord auf einem Gnaw-Beast, Grey Seer, Warlock Engineer, einer größeren Einheit Clanrats und Rat Ogres. Die Slaves to Darkness treten als Bloodwind Legion an, angeführt von einem Chaos Lord mit Chaos Warriors und Chaos Knights im Gefolge. Die Maggotkin of Nurgle runden Chaos als Bleak Host ab: ein Spoilpox Scrivener, Plaguebearers, Putrid Blightkings und die imposanten Pusgoyle Blightlords.
Death ist mit zwei Fraktionen vertreten. Die Soulblight Gravelords sammeln als Bloodcrave Hunt einen Vampire Lord, Vargheists, Blood Knights und Deathrattle Skeletons. Die Ossiarch Bonereapers bilden als Tithe-Reaper Echelon eine Streitmacht um einen Mortisan Soulreaper, einen Gothizzar Harvester, Kavalos Deathriders und Mortek Guard.
Destruction schließlich ist bislang nur mit einer einzigen Fraktion bestätigt: den Gloomspite Gitz, die als Bad Moon Madmob mit einem Loonboss, Rockgut Troggoths, Squig Hoppers und großen Mengen Moonclan Stabbas/Shootas antreten.
Dazu kommen laut UK-Ausgaben zwei Gelände-Sets: Ruinen aus der Skaventide-Box sowie Terrain aus dem Sand-and-Bone-Set der aktuellen Edition.
Preise und Ausgabenrhythmus in Deutschland
Die Preisstruktur folgt exakt dem Muster von Combat Patrol: Ausgabe 1 kostet 2,99 €, Ausgabe 2 kostet 6,99 €, ab Ausgabe 3 dann durchgehend 10,99 € pro Ausgabe. Innerhalb Deutschlands ist der Versand kostenlos, nach Österreich, Luxemburg und in die Schweiz fallen 0,50 € pro Ausgabe an.
Rechnet man das über alle 90 Ausgaben hoch, kommt man auf Gesamtkosten von rund 977 € für die komplette Sammlung im regulären Abo (2,99 € + 6,99 € + 88 × 10,99 €).
Lohnt sich das Abo? Ersparnis gegenüber dem Einzelkauf
Eine offizielle deutsche Ersparnis-Angabe von Hachette gibt es zum Start noch nicht — bei Combat Patrol wurde später mit rund 30 % geworben. Für Spearhead lässt sich aber schon jetzt eine grobe Hausnummer berechnen, gestützt auf die von der britischen Community ermittelten Einzelmodellwerte pro Fraktion (umgerechnet in Euro-Richtpreise):
| Fraktion | Geschätzter Einzelkaufwert |
|---|---|
| Stormcast Eternals | 165 € |
| Skaven | 200 € |
| Cities of Sigmar | 195 € |
| Seraphon | 180 € |
| Lumineth Realm-Lords | 185 € |
| Sylvaneth | 190 € |
| Idoneth Deepkin | 170 € |
| Slaves to Darkness | 185 € |
| Maggotkin of Nurgle | 195 € |
| Soulblight Gravelords | 190 € |
| Ossiarch Bonereapers | 185 € |
| Gloomspite Gitz | 175 € |
| Summe der zwölf Fraktionen | ca. 2.215 € |
Zusammen mit den beiden Gelände-Sets kommt die britische Community auf einen Gesamtwert von rund 2.340 € — die rund 125 € Differenz zur Fraktionssumme entfallen auf das Terrain. Farben, Pinsel und Werkzeug sind darin noch gar nicht eingerechnet, der reale Wert läge also noch etwas höher.
Setzt man diesen Gesamtwert von ca. 2.340 € den deutschen Magazinkosten von ca. 977 € gegenüber, ergibt sich eine rechnerische Ersparnis von rund 1.363 €, also etwa 58 %. Das liegt spürbar über der 48,9 %, die für den britischen Markt in Pfund ermittelt wurden — vermutlich, weil sich UK- und EU-Einzelmodellpreise bei Games Workshop nicht exakt 1:1 umrechnen lassen. Diese Zahl ist also eine Näherung auf Basis von UK-Modellwerten, keine offizielle, für Deutschland bestätigte Ersparnis-Angabe. Sobald Hachette Deutschland eine eigene Prozentzahl kommuniziert, wird das hier nachgetragen.
Premium-Abonnement
Für 2 € Aufpreis pro Ausgabe (12,99 € statt 10,99 €) gibt es im Premium-Abo vier zusätzliche große Modelle, verteilt auf die Lieferungen 4, 7, 11 und 15: Ionus Gruftgeboren, Wächter der verlorenen Seelen aus dem Death-Bereich; Rotigus, der Große Verpester der Nurgle-Anhänger; Katakros, Mortarch der Nekropole bei den Ossiarch Bonereapers; sowie ein Bestienplätter-Megagargant aus dem Destruction-Lager. Wie bei den Vorgängerserien ist das Premium-Upgrade nur für Neukunden buchbar, die mit Ausgabe 1 bis 4 einsteigen — später ist kein Wechsel mehr möglich.
Gratis-Geschenke für Direktabonnenten
Wer direkt bei Hachette abonniert, bekommt zum Einstieg mit der ersten Lieferung eine Gratis-Ausgabe (Magazin plus Modelle) sowie ein Modellier-Set dazu. Mit der zweiten Lieferung folgt ein Ringordner samt Trennblättern für die wachsende Magazinsammlung, mit der vierten ein Pinsel-Set aus Small-Layer-, Large-Base- und Small-Dry-Pinsel. Die sechste Lieferung bringt eine exklusive Spearhead-Tasse, und mit der siebten Lieferung gibt es das erste exklusive Bonusmodell der Serie. Auch diese Willkommens-Geschenke sind an einen frühen Einstieg gekoppelt: Nur wer mit Ausgabe 1 bis 4 startet, bekommt sie alle.
Was steckt in den ersten Ausgaben? (Stand: UK-Ausgaben, DE-Reihenfolge kann abweichen)
Die folgenden Inhalte sind aus dem britischen Rollout dokumentiert, das dem deutschen zeitlich vorausläuft. Da die deutsche Ausgabenreihenfolge — wie bereits bei Combat Patrol beobachtet — von der britischen abweichen kann, sind das vorerst Anhaltspunkte, keine bestätigten deutschen Ausgabeninhalte.
| Ausgabe | Inhalt (UK-Quelle) |
|---|---|
| 1 | Lord-Veritant mit Gryph-Crow, Grey Seer, Warlock Engineer, 6 Würfel |
| 2 | 3 Rat Ogres (Skaven) |
| 3 | 5 Liberators (Stormcast Eternals) |
| 4 | Farben: Retributor Armour, Abaddon Black + Starter-Pinsel |
| 5 | Exklusiv: Karnus the Seeker (Lord-Celestant, nur über das Magazin) |
| 6 | Farben: Kantor Blue, Rhinox Hide |
| 7 | 10 Clanrats Teil 1 (Skaven) |
| 8 | 10 Clanrats Teil 2 |
| 9 | Farben: Leadbelcher, Mephiston Red |
| 10 | 3 Prosecutors (Stormcast Eternals) |
| 11 | Lord-Vigilant auf Gryph-Stalker (Stormcast Eternals) |
| 12 | Farben: Agrax Earthshade, Corax White, Wraithbone + Schattierungspinsel |
| 13 | Clawlord auf Gnaw-Beast (Skaven) |
Auffällig ist gleich der Auftakt: Statt mit einer einzelnen Fraktion zu beginnen, mischt Ausgabe 1 direkt Stormcast Eternals und Skaven — man baut von Anfang an an beiden Lagern gleichzeitig, ähnlich wie es Imperium seinerzeit mit Space Marines und Necrons gemacht hat. Wie bei Combat Patrol gibt es außerdem ein exklusives Modell, das ausschließlich über das Magazin erhältlich ist: Karnus the Seeker, ein Lord-Celestant der Stormcast Eternals, kommt mit Ausgabe 5.
Spearhead im Vergleich zu Combat Patrol und Imperium
Alle drei Hachette-Warhammer-Serien folgen demselben Grundmuster: 90 Ausgaben, derselbe Einstiegspreis von 2,99 € und 6,99 €, danach durchgehend 10,99 € pro Ausgabe, ein Premium-Abo mit 2 € Aufpreis und ein exklusives, nur im Magazin erhältliches Modell. Der Unterschied liegt im Umfang der Sammlung: Combat Patrol liefert neun Fraktionen für Warhammer 40.000, Imperium konzentrierte sich im Kern auf zwei Hauptarmeen plus Unterstützungsfraktionen, und Spearhead bringt mit zwölf Fraktionen die bislang größte Fraktionsvielfalt einer Hachette-Warhammer-Serie mit — entsprechend rechnerisch auch die höchste Ersparnis gegenüber dem Einzelkauf.
Häufige Fragen zu Warhammer Age of Sigmar: Spearhead
Wann startet Spearhead in Deutschland?
Ausgabe 1 erscheint am 19. August 2026, Ausgabe 2 am 9. September, Ausgabe 3 am 23. September. Bis Ausgabe 7 im 14-Tage-Rhythmus, danach wöchentlich.
Wie viele Ausgaben umfasst die Serie?
90 Ausgaben, verteilt auf zwölf vollständige Speerspitze-Armeen.
Was kostet eine Ausgabe?
2,99 € für Ausgabe 1, 6,99 € für Ausgabe 2, ab Ausgabe 3 dann 10,99 € pro Ausgabe. Insgesamt kommt man im regulären Abo auf rund 977 € für alle 90 Ausgaben.
Wie viel spart man gegenüber dem Einzelkauf?
Eine offizielle deutsche Zahl gibt es noch nicht. Auf Basis britischer Modellwerte lässt sich eine Ersparnis von grob 55–58 % gegenüber dem Einzelkauf abschätzen — das ist aber eine Näherung, keine bestätigte Angabe für den deutschen Markt.
Sind die Modelle identisch mit den regulären Spearhead-Boxen von Games Workshop?
Nicht ganz. Nach ersten Community-Einschätzungen handelt es sich größtenteils um die älteren Vanguard-Sets aus der Zeit vor der offiziellen Spearhead-Einführung, teils mit aktualisierten Modellversionen — nicht um 1:1-Kopien der aktuellen, einzeln für rund 91 € erhältlichen Spearhead-Boxen.
Gibt es ein Modell, das es nur im Magazin gibt?
Ja — Karnus the Seeker, ein exklusiver Lord-Celestant der Stormcast Eternals, erscheint mit Ausgabe 5.
Fazit: Lohnt sich der Einstieg?
Spearhead setzt exakt da an, wo Combat Patrol aufgehört hat — gleiches Preismodell, gleiches Konzept, diesmal für Age of Sigmar statt Warhammer 40.000. Wer bereits Combat Patrol gesammelt hat oder generell in Age of Sigmar einsteigen will, bekommt mit zwölf Fraktionen die bisher größte Auswahl einer Hachette-Warhammer-Serie, und rechnerisch auch die höchste Ersparnis gegenüber dem Einzelkauf. Ob sich die deutsche Ausgabenreihenfolge exakt am britischen Vorbild orientiert, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen — diese Seite wird laufend aktualisiert, sobald neue Ausgaben bestätigt sind.

