Neuen Hinweisen zufolge könnte Sony bei der PlayStation 6 stärker auf KI-gestützte Techniken setzen als auf pure Grafikleistung. Hardware-Leaker Moore’s Law Is Dead (MLID) veröffentlichte im Podcast Broken Silicon Details aus älteren internen Sony-Dokumenten, die er eigenen Angaben zufolge erneut durchgesehen hatte. Dabei sei ihm aufgefallen, dass darin explizit Video Frame Interpolation — kurz VFI — erwähnt wird.
Laut MLID lauteten die zentralen Themen in Sonys internen Meetings sinngemäß: Konsolen seien stark kostenbeschränkt, maschinelles Lernen und KI für Super Resolution sowie VFI seien für Konsolen notwendig, und der Energieverbrauch spiele ebenfalls eine Rolle — unter anderem mit Blick auf mögliche EU-Regularien. Sein Gesamtbild: Sony wolle die PS6 wie eine 4K-120fps-Maschine wirken lassen, ohne eine entsprechend teure GPU verbauen zu müssen. Stattdessen sollen KI-Upscaling, verbessertes Ray Tracing und generierte Zwischenbilder zusammenspielen.
Das wäre keine vollständige Kehrtwende — die PS5 Pro setzt mit PSSR bereits auf KI-basiertes Upscaling. Eine PS6, die diesen Ansatz konsequent weiterdenkt und um Framegenerierung ergänzt, wäre die logische Weiterentwicklung. Die Frage ist, wie weit Sony diese Abhängigkeit von KI-Techniken treiben will — und ob Spielerinnen und Spieler den Unterschied zu nativ gerenderten Bildern wahrnehmen werden.
Wie bei allen Leaks gilt: MLID selbst betont, es handele sich um ältere Dokumente aus einer früheren Entwicklungsphase. Was Sony letztendlich entschieden hat, sei ihm nicht bekannt. Offizielle Aussagen zur PS6 hat Sony bisher nicht gemacht. Für einen Konsolenstart wird nach aktuellem Stand der Gerüchtelage ein Zeitraum um 2027 oder 2028 gehandelt — bestätigt ist auch das nicht.
Quelle: Moore’s Law Is Dead / Broken Silicon Podcast


