Doom VFR

Doom VFR im Test: Laut, brutal und sehr schnell

Nachdem Bethesda seinen Kult-Shooter Doom 2016 erfolgreich neu aufgelegt hat, ist am 1. Dezember 2017 der VR-Ableger Doom VFR erschienen. Ich habe mich mit der PlayStation VR in die virtuelle Hölle gewagt und verrate, ob ich diesen Trip unbeschadet überstanden habe.

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Story und Setting: Dämonen in der UAC-Einrichtung

An der Doom-Reihe lässt sich die technische Entwicklung der Videospielindustrie der letzten 25 Jahre beobachten (mehr dazu in der Geschichte des Gamings). Von der pixeligen Grafik des Erstlings von 1993 ist heute nichts mehr übrig. Mit Doom VFR ist die Reihe in der virtuellen Realität angekommen.

Dabei handelt es sich nicht um einen Abklatsch oder gar eine Konvertierung des Vorgängers aus dem letzten Jahr, sondern um ein eigens entwickeltes Spiel, das speziell für die virtuelle Realität geschaffen wurde. Die Spielwelt ist dennoch im selben Universum wie der Vorgänger angesiedelt, und auch die Storyline ist ähnlich simpel: Dämonen aus der Höllenwelt sind durch ein Portal in eine wissenschaftliche Einrichtung der UAC eingedrungen, und der Protagonist muss sich darum kümmern. Ende der Geschichte. Mehr braucht es aber auch nicht, ist ja schließlich Doom.

Was dagegen komplett auffällt und total Doom-untypisch anmutet: Der Protagonist redet sehr viel. Immer wieder kommentiert er, was er gerade tut oder vorhat, und das sogar komplett auf Deutsch, ein Hoch auf Bethesda. Auf diese Weise bekomme ich die Aufgaben vermittelt, die ich neben dem Dämonenmetzeln nach und nach erledigen muss.

Dämonen-Gefecht in Doom VFR

Steuerung: Move, Aim-Controller oder DualShock 4

Vor das Gemetzel haben die Entwickler erst einmal das Tutorial gesetzt, in dem ich zwischen drei Steuerungsarten wählen kann: Move, Aim-Controller oder DualShock 4.

Die Move-Steuerung ist wie so oft am gewöhnungsbedürftigsten und bietet keine freie Bewegung. Stattdessen bewege ich mich per Teleportation fort: Mit dem linken Move-Controller visiere ich einen Punkt an und teleportiere mich dorthin. Währenddessen läuft eine Zeitlupen-Phase, die sich oft zum taktischen Vorteil nutzen lässt. Mit dem rechten Move-Controller schieße ich. Nach entsprechender Einarbeitung geht die Steuerung ganz gut von der Hand, weil sich per Knopfdruck auch eine 180-Grad-Drehung oder Ausweichschritte machen lassen.

Wer den Höllenritt lieber flüssig statt schrittweise erleben will und gegen Motion Sickness immun ist, darf mit dem Aim-Controller oder dem DualShock 4 spielen. Beide Varianten bieten Teleportation, geschmeidige Bewegungsabläufe und sogar beides zusammen.

Spielszene aus Doom VFR

Glory Kills und Level: Durch die Gegner fetzen

Die Glory Kills aus dem Vorgänger sind ebenfalls wieder mit an Bord. Im Vorgänger wird ein betäubter Gegner per Tastendruck im Nahkampf erledigt, in Doom VFR geschieht das anders: Ich visiere die Gegner mit dem Teleport an, sobald sie leuchten, fetze durch sie hindurch und zerlege sie so in ihre Einzelteile. Da bekommt der Begriff Immersion eine völlig neue Bedeutung.

So metzle ich mich von Level zu Level. Das Leveldesign erinnert an Doom von 2016 und sieht für ein VR-Spiel fantastisch aus.

Level in Doom VFR

Technik und Sound: Wenig Kantenflimmern, viel Industrial

Die Grafik ist sehr detailreich, und das für VR so typische Kantenflimmern ist kaum bis gar nicht vorhanden.

Soundtechnisch wurde ebenfalls alles richtig gemacht. Der ebenfalls an den Vorgänger angelehnte Industrial-Metal-Sound peitscht mich durch die Level.

Fazit: Laut, brutal und sehr schnell

Doom VFR ist laut, brutal und schnell. Sehr schnell! Die Vielfalt an Steuerungsoptionen sucht ihresgleichen, und für mich ist das Spiel im VR-Bereich die neue Shooter-Referenz.

Punkte kosten die gewöhnungsbedürftige Move-Steuerung ohne freie Bewegung, die schlichte Story und die Gefahr von Motion Sickness bei den flüssigen Bewegungsvarianten. Wer eine PlayStation VR besitzt und Ego-Shooter mag, für den ist Doom VFR trotzdem ein Pflichttitel.

Gamefinity-Wertung

7,4 / 10

Pro Contra
Eigens für VR entwickelt, keine Konvertierung Move-Steuerung gewöhnungsbedürftig, ohne freie Bewegung
Drei Steuerungsarten, freie Bewegung und Teleportation wählbar Sehr schlichte Story
Glory Kills per Teleport durch die Gegner Motion-Sickness-Gefahr bei flüssigen Bewegungsvarianten
Detailreiche Grafik, kaum Kantenflimmern
Industrial-Metal-Sound wie im Vorgänger
Protagonist spricht komplett auf Deutsch

Häufig gestellte Fragen zu Doom VFR

Welche Steuerungsarten gibt es in Doom VFR auf der PlayStation VR?

Zur Wahl stehen Move, der Aim-Controller und der DualShock 4. Die Move-Steuerung bietet nur Teleportation, mit Aim-Controller und DualShock 4 sind auch flüssige Bewegungen sowie beides zusammen möglich.

Ist Doom VFR eine Konvertierung von Doom (2016)?

Nein. Doom VFR ist ein eigens entwickeltes Spiel, das speziell für die virtuelle Realität geschaffen wurde, auch wenn es im selben Universum wie der Vorgänger spielt.

Wie funktionieren Glory Kills in Doom VFR?

Man visiert Gegner mit dem Teleport an, sobald sie leuchten, und fetzt durch sie hindurch, wodurch sie in ihre Einzelteile zerlegt werden. Ein Tastendruck wie im Vorgänger ist dafür nicht nötig.

Ist Doom VFR auf Deutsch?

Ja, der Protagonist kommentiert seine Aufgaben und Aktionen komplett auf Deutsch.

Wird einem bei Doom VFR schlecht?

Wer anfällig für Motion Sickness ist, bleibt am besten bei der Move-Steuerung mit Teleportation. Die flüssige Bewegung mit Aim-Controller oder DualShock 4 empfiehlt sich nur für Spieler, die dagegen immun sind.

Wann ist Doom VFR erschienen?

Doom VFR erschien am 1. Dezember 2017 für PlayStation VR und HTC Vive. Publisher ist Bethesda.

Meta-Infos
Entwickler: id Software
Publisher: Bethesda Softworks
Plattform (getestet): PlayStation VR (PS4)
Weitere Plattformen: HTC Vive
Genre: Ego-Shooter (VR)
Release: 1. Dezember 2017

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