Die Gamescom hat sich für ihre erste Reaktion auf die Hardware-Diebstähle bei mehreren Indie-Studios entschuldigt. In einer neuen Stellungnahme auf X räumten die Veranstalter am 4. September ein, dass die frühere Kommunikation nicht den richtigen Ton getroffen habe und der Kritik damit recht gegeben werden müsse.
Nach den Diebstählen Ende August, bei denen unter anderem dem Solo-Entwickler Ryan Laley („Mimic“) und dem Studio Tessera Studios („The Zibbo Show“) Laptops und ein Steam Deck aus abgesperrten Bereichen gestohlen worden waren, hatte die erste offizielle Reaktion der Gamescom vor allem auf Eigenverantwortung der Aussteller und deren Versicherungspflicht verwiesen. Viele Entwickler empfanden das als Verlagerung der Schuld auf die Betroffenen.
In der aktuellen Stellungnahme betonen die Organisatoren nun, sie hätten von Anfang an mehr Verständnis für die Betroffenen zeigen sollen. Ein Diebstahl bedeute für ein kleines Studio weit mehr als einen materiellen Verlust, da er Monate oder Jahre an Arbeit gefährden könne. Nach Angaben der Veranstalter laufen inzwischen direkte Gespräche mit den betroffenen Teams, in denen es sowohl um die Folgen der Diebstähle als auch um deren Anliegen gehen soll.

Als konkrete Konsequenz kündigte die Gamescom eine gezielte Sicherheitsprüfung für die Indie-Bereiche der Messe an, die über die übliche Nachbesprechung nach der Veranstaltung hinausgehen soll. Zusätzlich ist eine Podiumsdiskussion mit Indie-Standkuratoren geplant, um gemeinsam konkrete Sicherheitsmaßnahmen für künftige Ausgaben zu erarbeiten.
Offen bleibt bislang, ob den betroffenen Studios eine finanzielle Entschädigung für die gestohlene Hardware angeboten wird. Die Veranstalter machten dazu in ihrer Stellungnahme keine Angaben. Die Ermittlungen der Kölner Polizei zu den Diebstählen dauern nach aktuellem Stand weiter an.



