Das Münchner Entwicklerstudio Active Fungus Studios hat auf der gamescom 2026 mit Prospera sein bislang größtes Projekt vorgestellt: einen City-Builder, der komplett aus der Ich- beziehungsweise Schulterperspektive gespielt wird. Statt wie im Genre üblich von oben auf die eigene Stadt zu blicken, laufen Spielerinnen und Spieler direkt durch die Straßen ihrer viktorianisch-industriell geprägten Kreation. Vertrieben wird der Titel vom deutsch-österreichischen Publisher Toplitz Productions, bekannt unter anderem für die Dynasty-Reihe.
Prospera siedelt die Spieler in einer fiktiven Welt des Dampfzeitalters an, in der eine kleine Siedlung schrittweise zur industriellen Metropole ausgebaut wird. Kernelemente sind laut Studio komplexe Produktionsketten, ein Schienennetz für Warentransporte sowie eine lebendige NPC-Simulation, in der Bewohner eigenen Bedürfnissen nachgehen und auf den Zustand der Stadt reagieren. Eine Besonderheit ist das sogenannte Wohlstandssystem, das Ästhetik – etwa Sauberkeit, Grünflächen und Architektur – zu einer eigenständigen Spielressource macht, die über den Zuzug wohlhabenderer Bewohner entscheidet.
Studiogründer Jakob Braun beschreibt die Designidee als Mischung aus der viktorianischen Atmosphäre von Anno 1800 mit Elementen von Satisfactory und Medieval Dynasty. Für Active Fungus Studios ist Prospera ein deutlicher Rollenwechsel: Das 2020 gegründete Team, mittlerweile rund 20 Mitarbeitende, hatte sich bislang vor allem mit dem Mystery-Titel „Inspector Schmidt – A Bavarian Tale“ einen Namen gemacht. Die Entwicklung von Prospera wird unter anderem durch eine Förderung des Freistaats Bayern in Höhe von 450.000 Euro unterstützt.
Ein Erscheinungstermin steht noch nicht fest. Laut Publisher Toplitz Productions sollen in den kommenden Wochen und Monaten weitere Details zum Spiel folgen. (Quelle: Pressemitteilung von Active Fungus Studios und Toplitz Productions, aufbereitet unter anderem von Games Bavaria)

