Razer hat mit der Wolverine V4 eine neue Controller-Reihe für Xbox Series X|S und PC vorgestellt. Sie besteht aus dem kabellosen Wolverine V4 Pro und der kabelgebundenen Wolverine V4 Tournament Edition. Beide Modelle sind ab sofort erhältlich und richten sich klar an kompetitive Spieler, vor allem in Shootern und Rennspielen.
Kapazitive Sticks statt Hall-Effekt
Die wichtigste Neuerung steckt in den Thumbsticks. Statt auf Hall-Effekt- oder TMR-Sensoren setzt Razer auf kapazitive Sensoren, die ebenfalls berührungslos arbeiten und damit gegen Stick-Drift unempfindlich sein sollen. Laut Hersteller lösen sie höher auf, arbeiten energiesparender und lassen sich von magnetischen Störungen weniger beeinflussen. Zusammen mit einem 16-Bit-ADC-Chip sollen die Sticks rund 3.000 Schritte erfassen – eine Herstellerangabe, die sich erst im Test überprüfen lässt.
Am PC unterstützt die Reihe kabelgebunden wie kabellos eine Polling-Rate von bis zu 8.000 Hz, Razer nennt Eingabelatenzen von unter einer Millisekunde. An der Xbox ist dagegen bei 250 Hz Schluss. Den größten Nutzen aus der Technik ziehen damit PC-Spieler.
Magnetische Rücktasten und zwei Trigger-Modi
Der Wolverine V4 Pro besitzt vier magnetisch befestigte Rücktasten, die sich ohne Werkzeug einzeln anbringen oder abnehmen lassen. Dazu kommen zwei zusätzliche Bumper für den Claw-Grip, insgesamt also sechs frei belegbare Zusatztasten. Die Pro HyperTrigger lassen sich per Schalter zwischen sehr kurzem Auslöseweg für Shooter und vollem analogem Weg für Rennspiele umstellen. In der Software Razer Synapse ist der Auslösepunkt zwischen 1,3 und 8,2 mm einstellbar.
Weitere Ausstattung:
- PBT-Fronttasten mit mecha-taktilem Druckpunkt und schwebendes 8-Wege-Steuerkreuz
- vier Onboard-Profile mit eigener Tastenbelegung und Deadzones von 0 bis 15 Prozent
- abnehmbare magnetische Faceplate
- sechs wechselbare Stick-Kappen in drei Formen (kurz konkav, kurz konvex, hoch konkav)
- strukturierte TPU-Seitengriffe
Die Tournament Edition verzichtet auf Funkverbindung, wechselbare Faceplate, austauschbare Rücktasten und Wechsel-Sticks. Kern-Features wie die kapazitiven Sensoren und die hohe Polling-Rate am PC bleiben erhalten.
Einordnung
Razer positioniert die Reihe bewusst als E-Sport-Werkzeug und nicht als Allround-Controller. Beworben wird sie unter anderem mit Halo-Weltmeister LastShot, der die neuen Rücktasten und das schnellere Ansprechverhalten lobt. Spannend ist vor allem der Wechsel der Stick-Technik: Hall-Effekt- und TMR-Sticks haben sich gerade erst als Mittel gegen Drift etabliert. Ob kapazitive Sensoren im Alltag spürbar präziser sind, müssen unabhängige Tests zeigen. Mehr zur Firmengeschichte liefert unser Hersteller-Porträt zu Razer.
Preis und Verfügbarkeit
Der Razer Wolverine V4 Pro kostet 209,99 Euro (UVP), die Wolverine V4 Tournament Edition 109,99 Euro. Beide Controller sind ab sofort über Razer.com, in den RazerStores und im Handel erhältlich.
Quelle: Pressemitteilung von Razer
