Esports World Cup 2026

Esports World Cup 2026: Veranstalter halten trotz Sicherheitslage an Riad fest

Die Esports World Cup Foundation hält trotz der angespannten Sicherheitslage in der Golfregion an ihren Plänen fest. Der Esports World Cup 2026 soll wie geplant vom 6. Juli bis zum 23. August in Riad stattfinden. Das Mega-Event mit einem Rekordpreisgeld von 75 Millionen Dollar lockt mehr als 2.000 Spieler aus 100 Ländern in die saudische Hauptstadt.

Veranstalter beobachten die Lage

Die Spannungen zwischen dem Iran und Saudi-Arabien haben in den vergangenen Wochen zugenommen. Berichte über abgefangene Drohnen über saudischen Ölfeldern sorgen für Nervosität. Das Auswärtige Amt warnt aktuell vor Reisen nach Saudi-Arabien, die Lufthansa hatte zeitweise ihre Verbindungen in die Region ausgesetzt.

Die Esports World Cup Foundation zeigt sich dennoch gelassen. Ein Sprecher erklärte auf Anfrage: „Die Vorbereitungen für den Esports World Cup im Sommer und für den Esports Nations Cup im November laufen weiterhin nach Plan. Gleichzeitig beobachten wir die Situation sehr genau und stehen in ständigem Austausch mit den zuständigen Behörden.“ Die Sicherheit aller Teilnehmer habe höchste Priorität. Sollte sich die Lage ändern, würden alle Beteiligten informiert.

Größtes E-Sport-Event der Welt

Der Esports World Cup hat sich binnen weniger Jahre zum wichtigsten Turnier der Branche entwickelt. Die dritte Auflage umfasst 25 Turniere in 24 verschiedenen Spielen. Das Lineup reicht von taktischen Shootern wie Counter-Strike 2 und Valorant über MOBAs wie League of Legends und Dota 2 bis hin zu Kampfspielen wie Tekken 8 und Street Fighter 6. Auch EA Sports FC 26Rocket League und Call of Duty: Black Ops 7 sind dabei.

Das Preisgeld steigt gegenüber dem Vorjahr um fünf Millionen Dollar auf insgesamt 75 Millionen. Im vergangenen Jahr hatten prominente Testimonials wie Ronaldo und verschiedene Musikacts für zusätzliche Aufmerksamkeit gesorgt. Die Veranstalter rechnen mit mehr als drei Millionen Besuchern über den siebenwöchigen Zeitraum.

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Premiere für Nationenwettbewerb im November

Nach dem Esports World Cup im Sommer folgt vom 2. bis 29. November 2026 der Esports Nations Cup. Bei diesem neuen Format treten erstmals Nationalmannschaften gegeneinander an. Das Turnier umfasst 16 Spiele aus verschiedenen Genres, darunter Mobile-Titel wie Honor of Kings und Mobile Legends: Bang Bang, aber auch Strategiespiele, Kampfspiele und Shooter.

Die Qualifikationswege variieren je nach Titel. Für viele Spiele gibt es offene Qualifikationsturniere, während bei anderen die nationalen Ranglisten oder regionale Turniere über die Teilnahme entscheiden. Mit dem Esports Nations Cup will Saudi-Arabien das Konzept der Nationalmannschaftswettbewerbe im E-Sport etablieren.

Saudi-Arabien als Gaming-Großmacht

Das Königreich hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Akteure der Gaming-Industrie entwickelt. Über staatliche Fonds ist Saudi-Arabien an zahlreichen führenden Spieleherstellern beteiligt, darunter Electronic Arts, Take-Two Interactive, Nintendo, Capcom und Ubisoft. Mit der ESL FaceIt Group kontrolliert das Land zudem den weltweit führenden Turnierveranstalter, der unter anderem die IEM Cologne in Köln ausrichtet.

Die Investitionen in Gaming und E-Sport sind Teil einer größeren Strategie. Saudi-Arabien will sich unabhängiger vom Öl- und Gasgeschäft machen und setzt dabei auf Tourismus und Unterhaltung. Neben dem Esports World Cup wird das Land ab 2027 auch die Olympic Esports Games ausrichten. Darüber hinaus ist Saudi-Arabien Gastgeber der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2034.

Tickets bereits im Verkauf

Auf der offiziellen Website des Esports World Cup sind bereits Tages- und Wochentickets sowie Hotel-Pakete erhältlich. Die Preise wurden gegenüber dem Vorjahr laut Veranstalter angepasst, um ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Alle Tickets beinhalten eine Vorab-Registrierung.

Für Teams und Partner bleibt die Situation dennoch angespannt. Sollte die Eskalation in der Region anhalten, könnten zusätzliche Auflagen bei Reisen, Versicherungen und Sicherheitszonen die Kosten und Planungen erschweren. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das größte E-Sport-Event des Jahres wie geplant über die Bühne gehen kann.

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