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PSN-Konten: Angeblicher Leak zeigt Sonys Support-Tool PACMAN

Eine Person, die nach eigener Darstellung als Kundendienst-Agent im Auftrag von PlayStation arbeitet, soll ihren Zugang zu Sonys internem System PACMAN vorgeführt haben. Verbreitet wurden die Aufnahmen über den X-Account PorkPoncho. Mit diesem Werkzeug sollen Support-Mitarbeiter Daten von PSN-Konten einsehen und ändern können. Sony hat sich bislang nicht zu den Aufnahmen geäußert.

Was über PACMAN bekannt ist

Laut PorkPoncho handle es sich bei PACMAN um das Account-Management-Tool, über das Angaben in PSN-Konten geändert würden. Ob die gezeigten Bildschirmaufnahmen echt sind, ob die Person tatsächlich für einen PlayStation-Dienstleister arbeitet und welche Berechtigungen ihr Zugang umfasst, lässt sich nicht unabhängig überprüfen. Der Name des Programms ist allerdings nicht neu: Bereits 2025 tauchte PACMAN in Diskussionen über gestohlene Accounts bekannter Trophäenjäger auf. PorkPoncho selbst hatte im Mai 2026 mit Einverständnis seiner Schwester demonstriert, wie sich deren Konto allein über den Support übernehmen ließ.

Wichtig für die Einordnung: Ein Blick auf die Oberfläche beweist für sich genommen nicht, dass sich Konten allein damit übernehmen lassen. Er zeigt aber, welche Kontrolle der Kundendienst über ein Konto hat und warum Angreifer gezielt dort ansetzen.

Social Engineering statt Hacking

Seit Monaten berichten Betroffene, dass Unbekannte über den Support die Kontrolle über fremde Accounts erlangen – wir haben bereits über die Masche berichtet. Den Anfang machte Ende 2025 der französische Journalist Nicolas Lellouche von Numerama, dessen Konto trotz Passkey zweimal übernommen wurde. Ihm zufolge könne der Kundendienst die hinterlegte E-Mail-Adresse zurücksetzen, selbst wenn das Konto per Passwort oder Passkey geschützt ist. Im Mai 2026 traf es den Podcaster Colin Moriarty, am 3. Oktober das bekannte Community-Mitglied Radec, der nach eigenen Angaben trotz Zwei-Faktor-Authentifizierung ausgesperrt wurde.

Das Muster ist laut den Berichten stets ähnlich: Angreifer geben sich mit PSN-ID oder E-Mail-Adresse sowie einem Kaufdetail wie einer Transaktionsnummer als Besitzer aus. Akzeptiert der Support das als Nachweis, werden E-Mail-Adresse und Passwort geändert, Zwei-Faktor-Schutz und Passkeys verlieren ihre Wirkung.

Was das für Spieler bedeutet

Wer sein Konto verliert, verliert unter Umständen seine komplette Spielebibliothek, denn digitale Käufe sind an den Account gebunden – mehr dazu in unserem Überblick zu digitalen Spielelizenzen. Bis Sony nachbessert, helfen vor allem Vorsichtsmaßnahmen: eine separate, nicht öffentliche E-Mail-Adresse für das PSN-Konto, die PSN-ID nicht in sozialen Netzwerken teilen, die Liste „Zuletzt gespielt“ auf privat stellen und keine Screenshots mit Transaktionsnummern veröffentlichen.

Für Sony reiht sich das in ein schwieriges PSN-Jahr ein, nach dem großen Ausfall im Juli und der Debatte um die Löschung inaktiver Konten.

Hinweis: Die Echtheit der geleakten Aufnahmen ist nicht bestätigt. Eine Stellungnahme von Sony Interactive Entertainment steht aus.

Quellen: PorkPoncho auf X, Numerama (Nicolas Lellouche), PlayStation LifeStyle

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