Sony hat ein größeres Datenleck bestätigt: Bei einem Angriff auf die Internet-Sparte Sony Network Communications wurden rund 2,58 Millionen Kundendatensätze der japanischen Provider-Dienste So-net und plala erbeutet. Das teilte das Unternehmen am 27. Oktober 2026 mit. Die PlayStation und das PlayStation Network sind nach bisherigem Stand nicht betroffen.
Namen, Geburtsdaten und E-Mail-Passwörter
Insgesamt geht es um 2.585.481 Datensätze, davon rund 2,14 Millionen von So-net und rund 443.000 von plala. Darunter sind auch Daten ehemaliger Kunden, die ihren Vertrag ab März 2026 gekündigt haben. Abgeflossen sind laut Sony Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Benutzer-IDs, Geburtsdaten, Geschlecht und Anschlusskennungen.
Besonders heikel: Für 54.401 E-Mail-Konten erbeuteten die Angreifer auch die Zugangsdaten. Betroffen sind die Dienste Mail Service (G), A-Box, So-net VAIO Mail und PostPet Mail. Zusätzlich wurden 16 Datensätze mit Bankverbindungen samt Kontonummer und Kontoinhaber offengelegt. Passwörter der Hauptmitgliedskonten und Kreditkartendaten sind laut Sony nicht betroffen.
Angriff am 19. Oktober
Der unbefugte Zugriff erfolgte bereits am 19. Oktober. Entdeckt hat Sony das Eindringen am 23. Oktober, einen Tag später stand das Ausmaß fest. Das Unternehmen hat die betroffenen Server abgeschaltet, die Verbindungen der Angreifer blockiert und am 27. Oktober die Passwörter der betroffenen E-Mail-Konten zurückgesetzt. Der Vorfall wurde der japanischen Datenschutzbehörde gemeldet. Wie die Angreifer ins System gelangten und wer dahintersteckt, ist noch unklar.
Was bedeutet das für Spieler?
Für PlayStation-Spieler in Deutschland gibt es Entwarnung: So-net und plala sind Internetanbieter für den japanischen Markt, eine Verbindung zum PlayStation Network ist nicht bekannt. Sony warnt Betroffene allerdings vor Phishing-Mails und rät, Passwörter zu ändern und keine unerwarteten Links oder Anhänge zu öffnen. Bislang seien keine Folgeschäden bekannt.
Für Sony ist es dennoch ein unangenehmer Vorfall. Der Konzern stand schon mehrfach wegen Sicherheitslücken in der Kritik, allen voran nach dem großen PSN-Hack 2011, nach dem das Netzwerk wochenlang offline war. Wer seine PlayStation-Konten grundsätzlich besser schützen will, sollte unabhängig vom aktuellen Fall die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren.
Quelle: Mitteilung von Sony Network Communications

